Besser Schlafen bei Schlafstörungen / Schlafmangel bei Stress
Schlafmangel bzw. nicht erholsamer Schlaf wird zu einem immer häufigeren Problem in unserer stressigen Gesellschaft. Neun von 10 arbeitende Menschen würden eigentlich lieber länger am Morgen schlafen, wenn sie nur dürften. Möglicherweise wäre dies auch für ihre psychische Gesundheit besser... Man schätzt, dass 1/3 der Bevölkerung unter chronischem Schlafmangel leidet. 10 Prozent bekommen dauernd zu wenig Schlaf. Wahrscheinlich wird die Hälfte davon Probleme beim Einschlafen haben. Bei anderen Menschen wiederum gibt es Schlafmangel z.B. durch Unterbrechungen des Schlafes wegen kleiner Kinder oder anderen Ursachen von Durchschlafstörungen. Somit sind mehr Frauen als Männer von chronischem Schlafentzug betroffen.
Die meisten Menschen benötigen zwischen 6 und 9 Stunden Schlaf, wobei man vermutlich mindestens 7 h Schlaf benötigt.
Etwa 40 Prozent der Bevölkerung nutzt mindestens einmal in der Woche in irgendeiner Form Tabletten (pflanzliche Schlafmittel oder andere Tabletten) wegen Einschlafproblemen.
Was ist Schlaf ?
Schlaf erfüllt eine ganze Reihe von Funktionen und dient somit nicht allein der "Erholung". Schlaf ist ein komplizierter Prozess, in dem u.a. Erlebnisse und Stressbelastungen des Tages verarbeitet aber auch körperwichtige Funktionen wie z.B. Wachstum in der Kindheit und Jugend geregelt werden. Daher können besonders auch in der Teenagerzeit aufgrund der hormonellen Umstellung Schlafstörungen auftreten.
Man unterteilt den Schlaf in 5 Phasen, die sich immer wiederholen. Das nennt man auch Schlafzyclus. Knapp zusammengefasst kann man dabei folgende Phasen des Schlafs unterteilen.
- Stufe 1 Einschlafphase: Die Herzfrequenz verlangsamt sich, man atmet in einer niedrigen Frequenz und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Diese Phase dauert üblicherweie 5 bis 20 Minuten.
- Stufe 2 Leichtschlaf : In dieser Stufe verlangsamt sich die Hirnaktivität, was man an sog. langsameren Hirnwellen im Schlaf-EEG erkennt. Dieser Typ des Schlafs kann bis zur Hälfte des gesammten Schlafs ausmachen.
- Stufe 3 und 4 Tiefschlaf : In diesen Phasen ist die Hirnaktivität am geringsten. Jetzt werden keine Stresshormone sondern vor allem Wachstumshormone gebildet
- Stufe 5 Traumschlaf / REM-Schlaf : Diese Stufe ist durch schnelle Augenbewegungen hinter den Augenlidern gekennzeichnet, die man auf englisch auch rapid eye movements (REM) nennt. In dieser Phase steigt der Blutdruck und die Herzfrequenz. Das Gehirn arbeitet ähnlich wie im Wachzustand. Dies ist die Phase, in der man besonders viel träumt.
Die Folgen von Schlafmangel für die Gesundheit
Schlafmangel scheint eine ganze Reihe von gesundheitlichen Folgen u.a. am Herzkreislaufsystem aber auch bei Übergewicht / Adipositas zu haben. Durch Mangel an ausreichendem Schlaf kann das Immunsystem geschwächt und u.a. auch die Schmerzempfindlichkeit bei chronischen Schmerzen wie Fibromyalgie oder bei Arthritis verstärkt werden. Man vermutet, dass Schlafmangel auch zu erhöhtem Blutdruck führen kann.
Schlafmangel und Adipositas : Abnehmen durch ausreichend Schlaf
Der Schlaf reguliert auch Hunger und Sättigung. Nach neueren Studien wird z.B. die Menge des Hormons Leptin, das uns ein Sättigungsgefühl meldet, durch zu wenig Schlaf reduziert. Der Gegenspieler (Ghrelin), das Hunger signalisiert, wird dagegen ansteigen. Daher vermutet man besonders bei Kindern, dass zu wenig Schlaf zu Übergewicht und Adipositas führen kann.
Neuerdings vermitteln einige Diätansätze eben auch, dass man durch besseren Schlaf besser Abnehmen kann...
Schlafmangel und Lebensqualität
Es dürfte heute klar sein, dass ausreichend erholsamer Schlaf für den Körper und die Psyche für die Lebensqualität ganz entscheidend ist. Chronischer Schlafmangel ist ein Hauptrisikofaktor für fast alle stressabhängigen Erkrankungen
Die Folgen von Schlafmangel
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Kurzzeiteffekte |
Langzeiteffekte von Schlafmangel
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- Müdigkeit
- Stimmungsschwankungen
Gereiztheit
- Kurzzeitgedächtnissstörungen
- Verminderte Fähigkeit zur Selbstorganisation
- Konzentrationsprobleme
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- Übergewicht
- Frühzeitige Alterung
- Chronische Müdigkeit
- Vermehrte Infektanfälligkeit
Risiko für Herzerkrankungen
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Besser Schlafen bei Schlafstörungen
In der modernen industrialisierten Gesellschaft haben viele
Leute schwere Schlafstörungen oder einen Defizit an erholsamem Schlaf. Statt sich am nächsten Morgen wach und erfrischt zu fühlen leiden diese Menschen unter Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit in Folge einer unzureichenden Qualität des Schlafes, obwohl sie eigentlich genügend lange Schlaf haben könnten. Besser Schlafen ist also von vielen Einflussfaktoren abhängig.
Bei der Diagnostik ist es wichtig sehr unterschiedliche Aspekte beim Einschlafen, Durchschlafen oder auch der Tagesmüdigkeit genauer zu ananylsieren, die alle einen Einfluss ausüben können.
1. Störungen des zirkadianen Rhythmus
Einige Leute haben Schlafstörungen wegen Schichtarbeit oder einer Störung des normalen Schlafmusters (z.B. durch ein schreiendes Baby, unregelmässige Schlafzeiten oder andere Störungen)
2. Psychiatrische oder organische Ursachen
Insomnie ist ein allgemeines Symptom
vieler psychiatrischer Störungen wie Depression,
manisch-depressive Störungen oder Schizophrenie. Chronische Schmerzen oder Herzkrankheiten sind zwei Beispiele der
somatischen Störungen mit Störungen des normalen erholsamen Schlafes.
Eine speziellere Diagnostik ist bei Schlafstörungen erforderlich, die mit weiteren Atembeschwerden bzw. Atemaussetzern (Schlaf-Apnoe-Syndrom) oder aber spezielleren Formen von Bewegungsstörungen in der Nacht einhergehen. Hier ist häufig eine Untersuchung in einem sog. Schlaflabor angezeigt.
3. Schlafstörungen bei gestörter Schlafhygiene
Zahlreiche Umgebungsfaktoren (wie z.B. Licht, Lärm, Temperatur oder andere Umwelteinflüsse) und das eigene Verhalten können einen Einfluss auf den Schlaf haben. Wenn man sich an einige allgemeine Tips hilft, kann man häufig deutlich besser schlafen .
4. Einnahme von Medikamenten oder Stoffen, die den Schlaf stören
Koffein oder Nikotin können einen negativen
Einfluß auf Ihren Schlaf haben. Dies gilt auch für
Alkohol, obgleich viele Leute glauben, daß Alkohol
"ein gutes Schlafmittel" wäre. Auch einige Medikamente können Schlafstörungen auslösen oder verstärken.
Dies alles kann einen
Schlafdefizit
als Folge von Schlafmangel bzw. wiederholten Störungen des gesunden Schlafes ausösen. Es gibt aber ganz erhebliche individuelle Unterschiede im Schlafbedürfnis. Während einige Menschen nur wenige Stunden erholsamen Schlaf benötigen, braucht ein anderer Mensch vielleicht 10-12 Stunden um ausgeschlafen sein.
Schlafmangel bei Jugendlichen
Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen können u.a. zu schlechten Schulleistungen führen. Schlafmangel bei Jugendlichen
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Grundlagen des Schlafs
Krankheiten, die Schlafprobleme verursachen
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Medikamente und Schlafstörungen
Nicht-medikamentöse Behandlungsformen
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