Major Depression, Dysthymie, Bipolare Störung, Depressionen : Diagnostik, Medikation und Psychotherapie bei depressiven Störungen
Depressionen : Aktuelle Nachrichten zur Behandlung von Depressionen
Archiv zum Thema Depressionen 6 Tipps bei depressiven Störungen
Lesen Sie 6 wirksame Hilfen bei Depressionen, die Hausärzte an ihre depressiven Patienten weitergeben. mehr
Antidepressiva verringern Selbstmordrisiko
In einer Studie aus dem Jahr 2007 wurde der positive Einfluss der Antidepressivabehandlung auf Selbstmordgedanken bzw. Selbstmordversuche untersucht. mehr
Sowohl Patienten wie auch Angehörige stehen der Erkrankung Depressionen zunächst hilflos gegenüber. In unserem Online Ratgeber zum Thema Anpassungsstörungen und Depressionen haben wir in einem FAQ = frequently asked questions haben wir über 100 häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema Depressionen gesammelt. Lesen Sie mehr über die verschiedenen Formen depressiver Krankheiten, Antidepressiva und andere Medikamente bei Depressionen, Psychotherapie bei Depressionen, Hilfe für Angehörige depressiver Menschen oder stellen Sie eine Frage in unsere Onlineberatung Depressionen an einen Experten für Depressionen.
Thema Depressionen bei Frauen : Warum wird Frau depressiv ?
Warum werden Frauen depressiv ? Und machen Männer bzw. Partnerschaft Frauen unglücklich und führen in die Depression ? Gute Frage. Aber sicher keine einfache Antworten.
Neben einer familiären Veranlagung im Sinne einer genetischen Disposition spielen Lernerfahrungen und eben auch soziale Erwartungen eine grosse Rolle.
Die Welt bezieht sich jetzt auf eine Bucherscheinung von Ursula Nuber und suggieren, dass Frauen mehr leiden an Depressionen als Männer. Sind nun Frauen aufgrund ihrer Persönlichkeit eher anfällig zur Melancholie ? Führt nun ein "Nestbautrieb" nun der Wunsch nach Geborgenheit und "trautem Heim" mit übermässigen Antennen für die Bedürfnisse von Partner und Kindern dazu, dass eigene Bedürfnisse hinten an gestellt werden. Ist also Frau nur dann innerlich komplett, wenn sie für ANDERE sich aufopert ? Und bedingen Partnerschaftsprobleme dann den Ausbruch von Depressionen ?
Mir fällt es immer schwer, solche monokausalen Erklärungen für eine vielfältige Problematik anzunehmen. Natürlich ist es angesichts der häufigen Doppelbelastungen von Familie und Beruf für die berufstätige Frau schwierig, an sich zu denken. Als Psychotherpaeut in einer Klinik für Essstörungen fallen mir aber gerade die sensiblen Mädchen bzw. jungen Frauen auf, die noch gar nicht Familie haben. Hier ist es zu einfach, Depressionen so zu erklären.
Häufig erleben sie gerade vielfarbige Gefühlswelten, die man schlecht in Worte fassen kann. Sie erleben sich als kompliziert, weil sie eben gerade Gefühle nicht in Worte fassen können. Sich nicht mit anderen über ihre Lebendigkeit und Sensibilität unterhalten bzw. austauschen können. Die Gefühle sind anfänglich zu intensiv, die Wahrnehmung der Gefühle von Anderen wie "seelischer Sondermüll" oder Lärm.
Depressionen oder auch Essstörungen sind dann eher eine Art "Höhle" oder Schutz, sich gegen diese Emotionalität bzw. Verletzbarkeit zu schützen. Anfänglich ist es ein angenehmer Schutz. Doch irgendwann kommt man selbstbestimmt offenbar nicht mehr so leicht wieder raus.
Lesen Sie mehr zum Thema Depression bei Männern. Welche Ursachen und Symptome sind typisch und welche Auswirkungen haben Überlastungen auf Schlaf und Gefühle? Mehr zu Depressionen bei Männern
Welche verschiedenen Arten von Depressionen gibt es ?
Auch wenn es natürlich für den Betroffenen Patienten nicht unbedingt entscheidend ist, wie man nun die besondere Art der Depression nennt, so unterscheiden doch Fachleute nach der individuellen Symptomatik und dem Verlauf der depressiven Beschwerden verschiedene Arten von Depressionen. Hierzu gehören u.a.
Depressive Störung Nicht näher bezeichnet (Depressive Störung NNB)
Symptomatische Depression (z.B. im Verlauf anderer Erkrankungen, nach einer Schwangerschaft etc.)
Depressive Symptome können aber natürlich auch im Verlauf anderer psychischer Probleme (etwa einer sogenannten Anpassungsstörung, im Verlauf von ADHS, Angststörungen oder aber Psychosen auftreten).
Eine Psychiater vergeben auch bei leichteren depressiven Beschwerden, die nicht das Vollbild einer depressiven Episode entsprechen die Diagnose einer Minor Depression.
Wie teilt man Depressionen oder ähnliche Erkrankungen wie Anpassungsstörungen, Dysthyme Störung / Cyclotyhmie / Bipolare Störung ein ?
Einteilung der Depressionen (unipolare Depressionen) :
Leichte depressive Episode (Der Patient fühlt sich krank und sucht ärztliche Hilfe, kann aber seinen beruflichen und privaten Pflichten gerade noch gerecht werden).
F32.1
Mittelgradige depressive Episode (Berufliche oder häusliche Anforderungen können nicht mehr bewältigt werden).
F32.2
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (Der Patient bedarf ständiger Betreuung. Eine Klinik-Behandlung wird notwendig, wenn das nicht gewährleistet ist).
F32.3
Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (Wie F.32.2, verbunden mit Wahngedanken, z. B. absurden Schuldgefühlen, Krankheitsbefürchtungen, Verarmungswahn u. a.).
So ganz einfach ist es dann auch wieder nicht, die Abgrenzung der depressiven Symptome zu machen. Lesen Sie hier mehr über den Schweregrad der Depressionen :
Was sind eine leichte, mittelschwere oder schwere Depression in der Definition der Psychiater und Psychotherapeuten ?
Mehr über die Bipolare Störung = manisch-depressive Störung finden Sie hier : Definition und Behandlung von Bipolaren Störungen. Gerade bei einer Bipolaren Störung ist aufgrund der mangelnden Krankheitseinsicht der Patienten in der Phase der Manie eine langfristige Therapie und ein multimodales Vorgehen erforderlich, leider aber schwer zu erreichen.
Was sind Depressionen ?
Sind Depressionen Zeichen einer Schwäche oder mangelnden Willen ?
Umgangssprachlich spricht man häufig von einer "depressiven Stimmung", wenn man sich trübsinnig, niedergeschlagen oder durch einen Verlust oder eine Kränkung Kummer hat. Eine Depression (Major Depression, Dysthymie oder Bipolare Störung) ist jedoch eine Funktionsstörung (ähnlich wie z.B. eine Diabetes, Bluthochdruck oder andere Störungen), die sowohl Gedanken (sog. Kognitionen), Gefühle (Emotionen oder Affekte), körperliche Bescherden und das Verhalten verändert.
Verschiedene Faktoren und Lebensumstände spielen meist zusammen, wenn eine Depression entsteht. Hierzu gehören als Ursachen einer Depression u.a.
Vererbung (genetische Ursachen) und Familiengeschichte
Medizinische Erkrankungen
andere psychische Beschwerden und Begleitstörungen
seltener Medikamente
Drogeneinfluss oder Auswirkungen einer Alkoholerkrankung
Durch bestimmte belastende oder auslösende Lebensumstände kann es zur Auslösung einer Depression kommen oder aber die Rückbildung von depressiven Symptomen verhindert werden. Beispiele für belastende Lebensumstände bei depressiven Patienten wären die Pflege von kranken Angehörigen (z.B. mit Alzheimer), der Verlust eines Partners / Arbeitsplatz, schwere eigene Erkrankungen) Man geht jedoch davon aus, dass diese Lebensumstände nicht ursächlich an der Entwicklung von Depressionen schuld sind, sondern eher modulierend auf den Schweregrad und den Verlauf einer Depression wirken.
Depressionen sind also eine medizinische Krankheit und keine Schwäche. Es gibt wirksame und auch rasch wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die eine gute Hilfe ermöglichen!
Als Major Depression oder einfach Depressive Episode wird die häufigste Form der depressiven Störung bezeichnet. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 15 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer so schweren Beeinträchtigung durch depressive Beschwerden erkrankt, dass eine Behandlung erforderlich sind.
Warum verweigern so viele Menschen eine Therapie bzw. Hilfe bei Depressionen ?
Trotz der zunehmenden Aufkärung und Hilfsangeboten gilt es leider immer noch als eine Art "Tabu" an einer psychischen Problematik zu leiden. Zwar wird bei Bekanntwerden von Depressionen oder gar eines Suizids bei Prominenten gerne nach Öffentlichkeit gerufen, dennoch verläuft eine Depression leider häufig noch lange unerkannt. Dazu kommt, dass nun die Selbstwahrnehmung und das Denken durch Denkfehler bei Depressionen zusätzlich verzerrt sind. Die Betroffenen sehen sich also gar nicht als "krank" an, bzw. meinen fälschlich, dass andee Menschen viel eher ein Recht auf Hilfe und Unterstützung hätten. Hier möchten wir über Patientenaufklärung zum Thema Depressionen dazu beitragen, dass jeder Patient mit Depressionen zeitnah Informationen und Hilfe erhält.
Wie häufig sind Depressionen ? Was sind Folgen einer Depression ?
Etwa 10-12 Przent der Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, leiden unter einer depressiven Störung, aber bei etwa 25 Prozent wird die Diagnose Depression übersehen.
Häufig treten dabei Depressionen und Angst gemeinsam auf, so dass die diagnostische Einordnung schwierig sein kann. Die gesellschaftlichen Kosten von Depressionen sind erheblich: In Deutschland beliefen sich die direkten Kosten im Jahr 2002 auf vier Milliarden Euro. 157 000 Arbeitsjahre gingen im selben Jahr verloren. Nur etwa die Hälfte der etwa 2,5- 3 Millionen depressiv Erkrankten in Deutschland wird in hausärztlichen Praxen erkannt und therapiert. Aber selbst bei Depressionen, die als behandlungsbedürftig erkannt sind, ist es unter Umständen schwer, sie erfolgreich zu behandeln. Nicht selten werden auch heute noch unangemessene therapeutische Verfahren angewendet oder Behandlungen zu früh beendet. Deshalb ist das Rückfallrisiko hoch. Schätzungen gehen davon aus, dass bei adäquater Therapie ein erheblicher Teil der Krankheitslast vermieden werden könnte, bei gleichzeitig niedrigeren Behandlungskosten als gegenwärtig. Ein Grund mehr also, sich umfassend über Ursachen, Symptome und Möglichkeiten der Behandlung bei Depressionen zu informieren. Unsere Patienteninformation orientiert sich daher an aktuellen Patientenleitlinien zur Unipolaren Depression aus dem August 2011. Mehr zu Depressionen
Was sind Ursachen von Depressionen ?
Wie praktisch alle psychischen Erkrankungen sind auch Depressionen auf ein Zusammenwirken einer (angeborenen) Veranlagung und Belastungen bzw. Stressoren zu erklären.Diese Kombination wird auch als Diathese-Stress-Modell (Vulnerabilitätsmodell) der Depressionen bezeichnet. Man geht heute davon aus, dass im Sinne einer Stoffwechselstörung Abweichungen in der Regulation von Botenstoffen im Gehrin (Neurotransmitter) ganz massgeblich für die Entstehung von Depressionen verantwortlich sind. Mehr zu Ursachen von Depressionen
Wann sollte man sich auf Depressionen untersuchen lassen ?
Wenn sie einige der folgenden Symptome und Probleme bei sich feststellen, sollten sie näher untersuchen, ob eine Depression / depressive Verstimmung vorliegen könnte. Wenn sie unsicher sind, sollten sie einen Arzt bzw. Psychologen aufsuchen.
Dies alles kann in der Summe zu nachhaltigen Problemen im Alltag und im Verhalten führen. Häufig geschieht dies jedoch eher schleichend, d.h. für die Betroffenen und ihr Umfeld unbemerkt.
Auch wenn viele Menschen bei einer Depression zunächst an tiefe Traurigkeit, ständiges Weinen oder aber Gefühlsausbrüche bzw. den Ausdruck von ständiger Traurigkeit denken, so spielen körperliche Beschwerden häufig eine grosse Rolle. Neben den typischen Beschwerden wie gedrückte Stimmung, Verlust des Antriebs und der Interesse sind folgende Anzeichen häufiger bei einem Menschen mit Depressionen zu finden :
Welchen Arzt sollte ich bei Depressionen aufsuchen ? Was ist ein Psychiater ? Was ist ein Nervenarzt ? Was ist ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin ? Was unterscheidet Psychiater von Psychologen ? Soll ich zu einem Arzt oder Psychotherapeten ?
Fragen über Fragen, da die Orientierung wer eigentlich für die Behandlung von Depressionen zuständig ist, nicht leicht ist.
Im Gegensatz zu Vorurteilen muss nicht jeder Patient mit einer Depression sofort zu einem Psychiater oder gar in eine Psychiatrie. Vielmehr werden die Mehrzahl der Betroffenen Menschen mit depressiven Symptomen zunächst bei ihrem Hausarzt bzw. einem Facharzt für Allgemeinmedizin eine Hilfestellung bei psychischen Problemen erhalten
Grundsätzlich kann ein ärztlicher oder psychologischer Psychotherapeut eine sehr sinnvolle Hilfe bei Depresionen sein. Von den Kassen zugelassene Therapeuten sind in der Regel Verhaltenstherapeuten oder tiefenpsychologisch / analytisch orientierte Psychotherapeuten. Der "Nachteil" ist häufig eine sehr lange Wartezeit bis zum Beginn der Therapie der Depressionen. Dies kann mehrere Wochen, manchmal auch Monate dauern. Daher werden viele Hausärzte zunächst eben zu einer medikamentösen Anbehandlung der Depression raten, zumal dann auch die Psychotherapie häufig bei schon anbehandelter Depression häufig zügiger voran geht.
Hausarzt / Allgemeinarzt / Internist mit hausärztlichem Schwerpunkt Viele Allgemeimediziner bzw. Hausärzte sind durch eine psychotherapeutische Weiterbildung (sog. Zusatzbezeichnung Psychotherapie) auch in der Behandlung seelischer Erkrankungen gut geschult. Sie kennen den Patienten und die Familie häufig schon länger und können sehr gut zunächst einmal mögliche (wenn auch seltene) körperliche Ursachen einer depressiven Verstimmung ausschliessen. Der Hausarzt erfüllt häufig eine Art Lotsenfunktion bei der Behandlung von Depressionen, da er beratend und wegweisend mögliche weitere Hilfsangebote oder Therapeuten vermitteln kann und häufig auch eine Akutbehandlung der Depressionen vornehmen kann, wenn z.B. ein Termin bei einem Facharzt für Psychiatrie oder einem ärztlichen oder psychologischem Psychotherapeuten noch längere Wartezeit bis zur Behandlung der Depression in Anspruch nehmen würde.
Psychiater, Nervenarzt, Facharzt für Psychosomatik / Psychotherapie / ärztlicher Psychotherapeut Fachärzte, die sich speziell mit der Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen wie der Depression spezialisiert haben. In aller Regel wird der Hausarzt an einen Facharzt überweisen, wenn weiterführende diagnostische Schritte (z.B. ggf. ein EEG) bzw. der Ausschluss anderer psychiatrischer Erkrankungen notwendig ist bzw. eine gezielte Behandlung der Depression besondere Fachkenntnis erfordert. Ärzte können neben der Informationsvermittlung und Beratung über Depressionen eine Behandlung mit Medikamenten (z.B. Antidepressiva), aber auch eine Psychotherapie durchführen. Häufig werden diese Behandlungsangebote auch kombiniert.
Viele Menschen haben aus Unkenntnis Angst vor einem Gespräch mit einem "Seelenklempner". Dabei geht es dem Arzt bzw. ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten in einem offenen Gespräch eigentlich nur darum, sogenannte Hautsymptome und Nebensymptome der Depression duch einige Fragen an Sie zu klären. Manchmal werden dazu zusätzlich Fragebögen zur Selbstauskunft (z.B. BDI oder BDI-II) eingesetzt. Lesen Sie hier, welche Fragen ein Pychiater oder Psychologe in der Diagnostik der Depressionen Ihnen stellen könnte
Checkliste Depressionen für den Arztbesuch : Welche Fragen sollte man seinem Arzt / Psychiater zur Behandlung von Depressionen stellen ?
Leider ist es bei einer depressiven Episode (oder überhaupt bei psychischen Erkrankungen) so, dass die eigene Konzentration und Anspannung bzw. Sorgen die Konzentration und Aufmerksamkeit erschweren. Leider ist es dann so, dass man auch in dem Arztgespräch zum Thema Depression sich nicht alle relevanten eigenen Fragen merken kann oder aber Informationen wieder vergisst.
Das wissen die Ärzte bzw. speziell Fachärzte für Psychiatrie und sie haben überhaupt keine Probleme, auch auf wiederholte Nachfragen gerne Antworten zu geben. Dies ist auf jeden Fall besser als nun aus eigener Angst und Unsicherheit eine empfohlene Behandlung der Depression gar nicht erst zu beginnen oder aber vorzeitig zu beenden.
Stellen Sie sich daher bitte eine Liste von Fragen für den Arztbesuch beim Psychiater bzw. ihrem behandelnden Hausarzt zum Thema Depressionen zusammen. Einige Beispielfragen haben wir hier für sie zusammengestellt
Fragen an den Psychiater / Arzt zum Thema Depression
1. Welche Behandlungsmöglichkeiten der Depression gibt es ? Würden Sie mir Medikamente oder aber Psychotherapie empfehlen ? Gibt es noch weitere Behandlungsmöglichkeiten der Depression ?
2. Sind vorher Untersuchungen des Bluts oder aber andere Untersuchungen zum Ausschluss von körperlichen Ursachen der Depression oder Begleiterkrankungen erforderlich ?
3. Können Sie mir die Vorteile und die möglichen Nachteile und Nachteile der vorgeschlagenen Behandlung der Depression erklären ?
Vor dem Beginn einer Therapie der Depressionen sollte der Klient die Möglichkeit haben, sich ausführlich über die Vorteile und Nachteile der vorgeschlagenen Behandlung der Depression zu informieren. Scheuen Sie sich bitte nicht, Nachfragen zu stellen.
Lesen Sie hier über Vorteile und Nachteile der Antidepressiva-Therapie
Was sollte ich alles über Antidepressiva wissen, bevor die Behandlung beginnt ? Lesen Sie mehr über Beipackzettel bei Antidepressiva zur Patienteninformation bei Depressionen
6. Mit welcher Behandlungsdauer der Depression sollte ich rechnen ?
Das ist eine Frage, die man so allgemein nicht beantworten kann. Eine Medikation wird häufig schon nach 2 bis 3 Wochen erste Erfolge haben, sollte dann aber mindestens 4 bis 6 Monate fortgesetzt werden. Eine Verhaltenstherapie der Depressionen wird in der Regel über mindestens 20 bis 40 Sitzungen gehen, so dass man zwischen 6 und 12 Monaten Behandlung beim Psychologen rechnen kann. Tiefenpsychologische Verfahren / Psychoanalyse ist auf eine längere Behandlungsdauer der Depressionen ausgelegt.
7. Wie häufig sind Kontrollbesuche notwendig ?
Dies wird der Arzt mit Ihnen sehr individuell festlegen. Gerade zu Beginn einer Behandlung der Depressionen sind wöchentliche oder 14 tägige Kontakte sinnvoll. Danach wird man die Kontrollen eher alle 3 Monate (einmal im Quartal) empfehlen können.
8. Rechnen Sie damit, dass ich dann geheilt bin ? Wie ist die Prognose meiner Depression ?
Im Gegensatz zu der Laienmeinung gehört eine unipolare Depression zu den sehr gut zu behandelnden Störungen. In 60 bis 70 Prozent der Fälle ist eine vollständige Rückbildung ohne erneute depressive Symptome zu erzielen. Seltener kann aber ein Übergang in wiederkehrende Depressionen (chronisch rezidivierende Depressionen) auftreten bzw eher eine Art "Dauersymptomatik" auftreten. Wirklich therapieresistente Fälle, d.h. ein Nichtansprechen auf die Behandlung der Depressionen ist sehr selten. Auch hierfür gibt es dann aber gute Vorgehenweisen, die aber ggf. in speziellen Zentren im Rahmen einer stationären Behandlung durchgeführt werden sollten.
9. Was kann ich selber zur Behandlung der Depression tun ?
10. Wie sollen sich meine Angehörigen / Partner verhalten ?
11. Empfehlen sie zusätzlich alternative Behandlungsmethoden ?
12. Wie kann ich mein Risiko verringern, einen Rückfall der Depression zu erleiden ?
Während in den englischsprachigen Ländern der Einsatz des Internets in der Therapie und Selbsthilfe von Depressionen schon verbreitet ist, sind entsprechende Selbsthilfeprogramme auf Grundlage der Verhaltenstherapie als Coach oder Online-Therapie bei Depressionen in Deutschland noch neu. Sie zeigen aber eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie eine Psychotherapie beim Psychologen und können Ängste vor einer Therapie abbauen helfen. Natürlich sind sie aber nicht für alle depressiven Klienten geeignet.
Lichttherapie und Schlafentzug / bei Depressionen : Chronobiologische Zusammenhänge von Licht und Stimmung sind schon länger u.a bei der Behandlung der saisonalen Depression bekannt. Neben der Behandlung mit Antidepressiva und einer Psychotherapie bei Depressionen kann auch eine spezielle Lichttherapie mit Lichttherapie-Lampen eine durchaus wirksame Therapiemethode bei depressiven Erkrankungen sein. Wenn bei Ihnen also ein Winterblues bzw. der sog. saisonal affektiven Störung bekannt ist oder sie sonst eine Abhängigkeit der depressiven Symptomatik von Licht oder Schlafphasen bemerken, sollten Sie sich weiter über Lichttherapie bei Depressionen erkundigen.
Wenn Sie auf diese Webseite gestossen sind, werden Sie ein besonderes Interesse haben. Ob nun eine Depression wahrscheinlich ist, sagt schon dieser kleine 2 Fragen Test zur Depression aus :
Symptome, Ursachen, Akutbehandlung und verschiedene Therapiemethoden bei depressiven Störungen mit Hilfen für Patienten und Angehörige bei depressiven Erkrankungen. Die folgenden Screening-Fragen können einen schnellen Depressionen Test darstellen
1. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufiger niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?
2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?
Dieser 2-Fragen-Test bei Depressionen zur Anamnese der Depression ersetzt natürlich noch keine komplette Diagnostik depressiver Störungen, kann aber ein erster Einstieg für die Betroffenen bieten. Lesen Sie mehr über die Diagnostik und Behandlung von Depressionen ....
Häufige Fragen von Patienten und Angehörigen zum Thema Depressionen
Für Erkrankungen aus dem sog. nervenheilkundlichen Fachbereich wie eine depressive Störung, Dysthymie oder andere Formen von Depressionen sind entweder Psychiater, Ärzte für psychotherapeutische Medizin oder Nervenärzte zuständig. Häufig wird aber der Hausarzt erste Ansprechstelle für akute psychische Probleme sein. Hier finden Sie häufig bereits Hilfe bei einer depressiven Problematik, die sie selber oder Angehörige betrifft.
Gibt es Zusammenhänge zwischen Depressionen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung PTBS ? Könnte eine Depression auch durch eine Posttraumatische Belastung ausgelöst sein ? Lesen Sie mehr zu Depression und PTBS
Irre : Behandeln wir die falschen ? Depressionen und andere Störungen verstehen.
Aktuell ist ein humorvolles Aufklärungsbuch über psychische Störungen in den Bestsellerlisten zu finden. Informationen auf verständliche Art vermittelt und die Forderung Menschen mit psychischen Störungen aus der Isolation bzw. Stigmatisierung zu helfen. Ein aktueller Buchtip zum Thema Depressionen....
Die neue Medizin der Emotionen
Der Psychiatrie-Bestseller "Die neue Medizin der Emotionen" beschreibt einen neuen Ansatz in der Behandlung von psychiatrischen Störungen. Gerade bei therapieresistenten Formen kann die Berücksichtigung von traumatherapeutischen Aspekten bzw. die Sicht als chronischer Stress und unverarbeiteter sich wiederholender emotionaler Blockaden hilfreich sein. Lesen Sie mehr über die Aufsummierung von chronischem Stress und Trauma zu Depressionen / Angst und Dissoziationen. Neue Medizin der Emotionen
Selbsthilfe bei Depressionen
Mit einigen einfachen und wirkungsvollen Selbsthife-Strategien kann man schon eine Menge zur Besserung und Behandlung einer Depression bzw. einer depressiven Stimmung erreichen. Ganz wichtig sind diese Ratschläge, wenn es um die Rückfallprophylaxe einer Depression geht.
1. Aktivierung und Bewegung
Bereits 15 bis 30 Minuten von körperlicher Aktivierung und Bewegung am Tag haben einen sehr positiven Einfluss auf ihre Stimmung bei Depressionen.
Ausdauersport wie Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder auch andere Sportarten wie z.B. Golf bewähren sich sehr als Schutz vor dem Wiederauftreten einer depressiven Episode.
2. Richtige Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung bei depressiver Stimmung kann dazu beitragen sich jetzt und in Zukunft wohler zu fühlen.
Getreide, Gemüse und Bohnen geben länger und wirkungsvoller Kraft und Energie als kurz wirkende zuckerhaltige Nahrungsmittel und Süssigkeiten.
Regelmässige Mahlzeiten und besonders ein tägliches Frühstück sind wichtig. 3 bis 5 Mahlzeiten am Tag sorgen bereits für eine Tagesstrukturierung und geben dem Gehirn ausreichend Nährstoffe (Glukose) zum arbeiten. Unregelmässiges Essen führt dagegen leicht zu Reizbarkeit, Kopfschmerzen und dann späteren Heisshungerattacken.
Essen Sie mehr Fisch (besonders Lachs, Heilbutt oder Thunfisch). Omega-3-Fettsäuren in diesen Kaltwasserfischarten können Beschwerden einer Depression reduzieren.
Meiden Sie Alkohol und Koffein, da dies zu einer Zunahme von Angst und Depressionen beitragen könnte.
3. Ausreichender Schlaf
6 bis 8 Stunden Schlaf gelten für die meisten Menschen als ausreichend. Halten Sie regelmässige Zeiten zum Schlafen und Aufstehen ein.
Depressionen stellen selber schon eine schwere Belastung dar. Daher ist es wichtig, andere Stressoren (Belastungen) möglichst zu minimieren
Versuchen Sie ihre Aufgaben zu reduzieren und zu vereinfachen und setzen Sie Prioritäten
Setzen Sie Strukturen und nutzen Organisationshilfen und Unterstützung
Wenn Sie eine Pause oder Auszeit brauchen, machen Sie dies. Das kann auch mal ein Wochenendausflug oder Kurzausflug sein, auch die eigene Vorstellungkraft (innere Bilder oder Immagination) kann dazu hilfreich sein.
Erkennen Sie Stresssignale als Frühwarnzeichen von Belastungen. Haben Sie häufiger Magenbeschwerden, sind sie beonders reizbar oder vergesslich? Achten Sie auf ihre eigenen Körpersignale und ändern sie ihr Verhalten entsprechend.
5. Kontakte und Unterstützung
Legen Sie wieder mehr Wert auf Gemeinsamkeit und Kontakte in ihrer Partnerschaft oder Familie.
Tip bei Depressionen : Selbstwertprobleme und Depressionen online therapieren
Einen spielerischen Ansatz zur Behandlung von Stimmungsproblemen und Selbstwertstörungen bietet ein Online-Computerspiel der McGuill Universität. Hierbei geht es darum, jeweils ein lächelndes Gesicht zu erkennen und anzuklicken. Was so banal klingt, ist doch ein grundlegendes Problem für Menschen mit depressiven Erkrankungen. Man kann bei einer Depression häufig übliche positive Dinge gar nicht richtig wahrnehmen und schätzen bzw. kann einfach nur auf negative Dinge achten. Probieren Sie es mal aus, wenn SIE die Aufmerksamkeit auf positive Aspekte lenken Spiel gegen Depressionen
Depression und Angst
Bei einer schwerer verlaufenden Depression sind Angst-Symptome insbesondere in Form von Zukunftsängsten, Versagensängsten und Unsicherheit vor der Bewältigung von Alltagsanforderungen häufig. Zusätzlich kann jedoch sich eine eigenständige Angststörung wie z.B. Panikattacken entwickeln.
Andererseits ist es häufig bei vorbestehender Angststörung (z.B. Posttraumatischer Belastungsstörung, Panikstörung, Sozialer Phobie) so, dass sich zusätzlich zur Angst eine Depression entwickelt.
Für den Therapeuten ist es also wichtig, gemeinsam mit dem Klienten zu ermitteln, ob zunächst die Angst und dann die Depression oder eben ein Depression mit der Entwicklung einer Angst-Problematik vorlag. Hiernach richtet sich dann auch die weitere Behandlung.
Depressionen bei Senioren
Immer noch sterben in Deutschland mehr Menschen an einem Selbstmordversuch als im Strassenverkehr. Jeder 3. Selbstmord wird dabei von Senioren begangen. Dagegen stellen Menschen über 65 jedoch weniger als 20 Prozent der Bevölkerung. Immer noch werden Antriebslosigkeit, Verlust der Lebensfreude und Gefühle der Hoffnungslosigkeit als Alterserscheinungen abgetan und nicht angemessen behandelt. Statt in Altersheimen Beruhigungsmittel zu verabreichen, wären präventive Maßnahmen und angemessene Hilfe notwendig um sozialen Rückzug und Isolation zu verhindern. Mehr zu Depressionen bei älteren Menschen / Senioren
Psychiatrie : Stationäre Behandlung bei Depressionen
Bei mittelschweren und schweren Depressionen mit Selbstmordgedanken oder schweren Beeinträchtigungen der Alltagsfunktionen kann eine Behandlung in einer Fachklinik erforderlich sein. Viele depressive Menschen haben jedoch Angst vor einer stationären Aufnahme. Lesen Sie mehr über die Aufnahme und die Behandlung in einer psychiatrischen Fachklinik
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Hilfe ! Meine Mutter ist depressiv und lässt sich nicht helfen....
Einsamkeit : Was kann ich gegen das Alleinsein und Mangel an Kontakten machen?
Soziale Isolation und die Angst, Kontakte zu finden trifft immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei gibt es Gleichgesinnte, die ebenfalls sich mehr Gesprächspartner und Partner für gemeinsame Aktivitäten wünschen. mehr
Weitere Infos auf über 100 Seiten in Web4health zum Thema Depressionen
Antidepressiva : Entscheidungshilfen zu Vorteilen und Nachteilen einer Behandlung mit Antidepressiva
Mehr über Web4health
Psychologische Probleme wie Depressionen, Angst in den verschiedenen Ausprägungen wie Panikstörung oder sozialer Phobie, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) oder aber auch Zwänge sind bei sehr vielen Menschen zu finden. Psychologen und Ärzte haben im Rahmen eines Psychologie-Portals für psychische Hilfe häufig gestellte Fragen und Antworten als einen Onlineberatung Psychologie und Gesundheit zusammengestellt. Eine psychologische Beratung online erfolgt nicht, wir bieten aber die häufigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen. Täglich greifen über 5000 Leserinnen und Leser allein im deutschsprachigen Raum auf das Gesundheitsportal zur psychischen Gesundheit Web4health zurück. Als weitere Themenschwerpunkte haben sich bisher Fragen zur Adipositas und Übergewicht bzw. Hilfen zum Abnehmen ergeben. Aber auch Themen wie Umgang mit Stress zur Stressbewältigung, Hilfe bei Schlafstörungen oder häufig gestellte Probleme in Partnerschaft und Sexualität zur Sexualberatung werden von uns aufgegriffen.
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