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Abstrakt: Stressbewaeltigung und wirksame Hilfe zur Entspannung bei Stress

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Stressbewältigung wirksame Hilfe zur Entspannung bei Stress

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 2003-07-31. Geändert: 2015-11-29.

Ich möchte mehr zu Stress und psychosomatischen Beschwerden erfahren.
Wie geht man richtig mit Stress um?
Welche Hilfe bietet die Psychosomatik und Verhaltensmedizin?

Welche Ursache haben psychosomatische Erkrankungen?
Welche Anti-Stress Hilfe bietet Stressbewältigung?
Welche Behandlung hilft bei Psychosomatischen Störungen?

Antwort:

Stress Behandlung : Stressbewältigung und Entspannung

Alle Menschen fühlen sich früher oder später - und meist wiederholt - "gestresst". Stress bedeutet dabei aber zunächst nur eine sehr unspezifische Beschreibung für Druck. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Mechanik und bezeichnet die Einwirkung einer äußeren Kraft, die zu einer Verformung bzw. Druck führt. Auch im Leben erleben wir häufig Druck oder sind Anforderungen sehr unterschiedlicher Art ausgesetzt. Dies kann sich im Privatleben, in der Ausbildung oder im Beruf ergeben.

Stressmanagement und Stressbewältigung

Was ist nun aber Stress im Sinne der psychotherapeutischen Sicht? Wie erlebt jeder Einzelne solche Belastungssituationen und welchen Umgang hat er oder sie damit? Wie kann man eine wirksame Stressbewältigung erlernen?

Das ist Thema für zahlreiche Fachpublikationen und Kurse zur Stressbewältigung. Immer mehr erkennen auch die Arbeitgeber und Organisationen, dass sich die Investition in die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter lohnt. Immerhin sind stressbedingte Krankheiten wie Burnout, Depressionen, Schlafstörungen oder psychosomatische Folgen ein wesentlicher Faktor, der berufliche Fehlzeiten bedingt.

Als Stressoren bezeichnet man alle inneren und äußeren Anforderungen, die der Organismus bewältigen muss und sich daran anpassen muss. Das können also durchaus auch positive Ereignisse sein. Erst die Bewertung als unangenehm bzw. die fehlende Fähigkeit, sich auf die Situation und die besonderen Bedingungen anzupassen, können dann eine Stressreaktion auslösen, die wir als beeinträchtigend erleben.

Somit geht negativer Stress mit unangenehmen und belastenden Gefühlen (Emotionen) einher, z.B. Traurigkeit oder Wut. Häufig besteht auch die Einschätzung, dass man einer Situation hilflos gegenüber steht - also sich machtlos fühlt. Somit tritt häufig auch ein Gefühl der Bedrohung hinzu. Wenn wir unsere Existenz oder Gesundheit, unser Privatleben oder eine uns wichtige Entscheidung treffen sollen fühlen wir uns physiologisch gestresst.

Eine Person, die Opfer eines Überfalls wird, wird ganz offensichtlich unter Stress stehen, da ihr Leben bedroht ist. Ein Student, der vor einer wichtigen Prüfung steht, sieht sich bedroht, weil möglicherweise seine weitere Zukunft davon abhängen könnte und ein Scheitern für ihn (subjektiv) eine ernste Konsequenz für sein weiteres Leben haben könnte.

Manchmal sind die Gründe für die Bedrohung nicht so offensichtlich, aber die subjektive Gefahr ist ein Kern des Stressgeschehens. Dabei geht es nicht um die "objektive Bedrohung", sondern um das subjektive Erleben dabei. Somit sind es häufig nicht ganz schlimme oder aussergewöhnliche Ereignisse, die wir als "Stress" erleben oder die unsere Lebensqualität beeinträchtigen. Es sind die tägliche Ärgernisse oder unausgesprochene Konflikte, die zur subjektiven Beeinträchtigung beitragen.

Häufig erlebt man dabei, dass Patienten nicht auf solche "Kleinigkeiten" achten. Sie denken, dass irgendein grösserer unbewusster Konflikt, ein riesen Problem oder aber eine unerkannte körperliche Erkrankung dazu beiträgt, dass sie sich unwohl fühlen. Um zu erkenne, ob man nun durch Alltagsanforderunge beeinträchtig ist, sollte man eine Liste mit den eigenen, d.h. ganz individuellen Belastungen aufstellen. Hierzu könnten Sie beispielhaft sich an der folgenden Liste von Dingen orientieren, die Menschen als unterschiedlich belastend einschätzen werden. Je mehr Belastungen sie für sich selber erkennen, desto besser können sie darauf angepasst reagieren.

Beispiele für Situationen, die Menschen als stressig erleben:

  • Termindruck, Zeitnot und Hetze
  • Konflikte mit Kollegen und Mitarbeitern
  • Ärger mit dem Chef / Vorgesetzen
  • ungenaue Anweisungen und Vorgaben im Beruf
  • Ärger mit Kunden / Publikumsverkehr
  • Schwierigkeiten mit Papierkram / Ordnung
  • leichte Ablenkbarkeit /
  • Ungerechtfertigte Kritik an der eigenen Person
  • Neue Verantwortung
  • Zunehmender Arbeitsanfall bei Kündigungen / Krankheit
  • Informationsüberflutung / neue Medien
  • Ständige Störquellen (z.B. Telefonklingeln / Durchgangszimmer)
  • Lärm
  • Autofahrt / Stau
  • Termindruck am Morgen
  • Verhaltensauffälligkeiten / Schulprobleme der Kinder
  • Krankheiten und Pflegefälle in der Familie
  • Konflikte in der Partnerschaft
  • finanzielle Sorgen
  • Schlafprobleme

Sicher fallen Ihnen noch weitere Belastungen ein. Stellen Sie sich daher als ersten Schritt einre Stress Therapie eine Liste mit eigenen Beispielen zusammen, die eine erste Analyse von Belastungsfaktoren in ihrem Leben geben.

Stress und Belastungskreislauf im Beruf

Jeder Arbeitnehmer kennt es, dass man sich überlastet bzw. Zerrieben zwischen den beruflichen Belastungen und Anforderungen, Konflikten mit Kollegen oder Vorgesetzten und möglichen weiteren familiären Einflüssen fühlt.

Stress ist dann quasi die Diskrepanz zwischen den beruflichen Anforderungen und den eigenen Bewältigungsmöglichkeiten. Anders ausgedrückt : Am Ende der Energie ist meist zuviel Arbeit übrig.

Wir nehmen beruflichen Stress besonders dann wahr, wenn das Betriebsklima schlecht ist bzw. man sich schlecht eingebunden in den Kreis von Kolleginnen und Kollegen fühlt. Auch fehlende Wertschätzung von Vorgesetzten bzw. wenig sinnerfüllende Tätigkeiten gelten als Hochrisikofaktoren für subjektiv erlebten Stress.

Wenn jetzt also die eigenen Bewältigungsfertigkeiten im Umgang mit Druck oder Konflikten als geringer als die Anforderungen, so führt dies zu einem Konflikt.

Mögliche berufliche Stressoren und negative Einflussfaktoren sind hierbei :

  • Zeitdruck
  • zunehmende Rationalisierung durch Personalabbau bzw. höhere Anforderungen
  • hoher Krankheits- und Fehlstand mit unbesetzten Stellen
  • unklare Anweisungen
  • Konflikte unter den Kollegen (Mobbing, Stalking)

Die erlebten Beeinträchtigungen der eigenen Handlungsfreiheit führen dann zu einer sogenannten Belastungsreaktion. Damit ist gemeint, dass es zu emotionalen = gefühlsmässigen Reaktionen wie Ärger, Wut, Angst kommt.
Viele Betroffene erleben sich dabei hilflos bzw. sehen keine Möglichkeit, diese Gefühle in Handeln mit der Aussicht auf Verbesserung umzusetzen.

Dies führt zur Ausbildung von körperlichen Beschwerden bzw.

  • Anspannung
  • innere Unruhe
  • Kopfschmerzen
  • verstärkte Rückenschmerzen

und letztlich als Folge der ständig erhöhten vegetativen Anspannung zu chronischen Beschwerden wie Ein- und Durchschlafproblemen bzw. Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarm, Magenschmerzen etc.

Auf der psychischen Ebene resultieren als Folge der Beschwerdebildung im Rahmen der Stressbelastung häufige Stimmungsschwankungen, aber auch Ängste bzw. depressive Verstimmungen.

Nun unterscheiden sich Menschen in ihren Lernerfahrungen hinsichtlich möglicher Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang einer derartigen Stressbelastung. Sicher macht es dabei auch einen Unterschied, ob man in seiner Kindheit bzw. Jugend weiteren Belastungen ausgesetzt ist. Jeder Mensch hat hier seine ganz individuelle Lebens-und Leidensgeschichte.

Nun kann man eher günstige und eher ungünstige Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang mit Stress unterscheiden. Eher günstig wären beispielsweise :

  • aktive Bewältigungsversuche über Konfliktklärung, Ansprechen des Problems
  • Bewegung und Sport
  • Erlernen von Entspannungsverfahren wie Progressiver Muskelentspannung
  • Ausgleich in anderen Lebensbereichen

Eher ungünstige Stressbewältigungsverhalten wäre dagegen

  • verstärkte Anstrengung
  • Vernachlässigung von sozialen Aktiviäten wie Hobbies oder Sport "aus Zeitmangel"
  • ständiges Hineinsteigern in den Ärger
  • Vermeidung durch Fehlzeiten bzw. Ausweichen vor dem Problem.

Wichtig ist nun, dass sich hieraus häufig ein "Teufelskreis" bzw. ein Belastungskreislauf ausbildet, der nach und nach zu einer immer weiter gesteigerten Druck führt.

Teufelskreis bei Stress und Belastungen

Fragebogen zur Stressbewältigung

Buchempfehlung zum Thema Stress und psychische Auswirkungen

Hilfen bei Stress: In der modernen Psychotherapie bzw. Selbsthilfe bei Stress-Belastungen stehen Achtsamkeit und positive Emotionen im Vordergrund. Die Achtsamkeit-basierte Stressbewältigung schärft die Wahrnehmung der Realität und beendet das Gedankenrasen und Grübeln bei Stress.

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Fernsehbeitrag zum Thema Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung

Blogbeiträge zum Thema Stress

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