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Abstrakt: Stress bei Frauen ist durch andere Belastungsfaktoren (Stressoren) und Bewältigungsformen als bei Männern gekennzeichnet. Entspannung und Reduktion von Belastungen sind mögliche Formen der Stressbewältigung

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Stress bei Frauen

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Frage(n):
Geschrieben von: Dr. Martin Winkler
Erstfassung: 26 Nov 2005. Geändert: 31 Jan 2008.

Wie gehen Frauen mit Stress und Belastungen um?
Unterscheiden sich Männer und Frauen im Umgang mit Stress?
Wie beeinflusst Stress die Gesundheit von Frauen?
Welche Besonderheiten gibt es bei Frauen mit Stress?

Antwort:

Stress bei Frauen


Wie gehen Frau mit Stress um ?

Männer und Frauen unterscheiden sich vermutlich weniger in der grundsätzlichen Veranlagung auf belastende Ereignisse mit einer Stressreaktion zu reagieren, sondern eher in den besonderen Anforderungen und Bewältigungsstrategien.

Dabei kann die häufige Doppel- oder Mehrfachbelastung als Mutter, Hausfrau und berufstätige Frau (und Partnerin) dann eine Überlastung darstellen, wenn Unterstützung fehlt oder aber aufgrund eigener Ansprüche an sich selbst und andere nicht angenommen werden kann. Möglicherweise steht tatsächlich für viele Frauen die Betreuung und Verantwortungsübernahme für ihre Kinder und Familie im Mittelpunkt. Soziale Unterstützung erhalten sie dabei vielleicht weniger durch ihren Partner als vielmehr durch ein Gespräch mit einer guten Freundin aus dem Bekanntenkreis.

Fehlen oder verändern sich derartige Unterstützungssysteme, kann Isolation und ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen und eine vorher als positive Herausforderung erlebte Situation wie die Familie als belastender Stress erlebt werden.

Man geht heute davon aus, dass auch auf einer biologischen Ebene die Reaktionen von Frauen auf Stress durch Veränderungen von Stresshormonen bzw. weiblichen Hormonen bestimmt werden. So soll z.B. das weibliche Hormon Oxytocin eine besondere Rolle spielen. Da dieses Hormon einerseits beim Stillenden Frauen eine Rolle spielt und auch einen positiven Einfluss auf den Umgang mit Stress haben soll, zeigten Untersuchungen dass Stillende Frauen eine günstigere Stressbewältigung in den ersten Lebensmonaten des Säuglings aufwiesen. Aber auch das weibliche Sexualhormon Östrogen mit seinen Schwankungen im Verlauf der Periode spielt offenbar eine Rolle. Frauen mit einem sog. Prämenstruellen Syndrom sind bekanntermassen in den Tagen um die Menstruation extrem stressempfindlich und reizbarer bzw. impulsiver. Hier kann u.a. eine Behandlung mit Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer einen positiven Effekt haben, da man Wechselwirkungen zwischen dem Östrogensystem und dem Botenstoff Serotonin beschreiben kann.

Wie beeinflusst Stress den Körper und die Gesundheit der Frau?

Hält eine belastende Lebenssituation über einen längeren Zeitraum an bzw. stehen keine geeigneten Unterstützung oder Bewältigungsmöglichkeiten zur Vermeidung und Reduktion von Stress zur Verfügung, können häufig körperliche Symptome erste Anzeichen einer Stressreaktion sein. Bei Frauen wird sich dies beispielsweise in Form von

  • Schlafstörungen (mit Einschlafproblemen und frühem Erwachen)
  • Kopfschmerzen vom Spannungstyp bzw. häufigerer Migräne, andere unklare Schmerzen z.B. im Nacken oder Schulterbereich
  • Reizbarkeit und vermehrter Neigung zu impulsiven Handeln, Wutausbruch
  • Frustessen bzw. Heisshungerattacken, seltener auch Appetitminderung
  • Antriebsmangel und Energielosigkeit
  • Traurigkeit bzw. grundloses Weinen
  • Konzentrationsmangel, leichte Ablenkbarkeit
  • Symptome eines Reizdarmsyndroms
  • unklare Schmerzen
  • vermindertes sexuelles Interesse
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Veränderungen im Leben können Stress erzeugen Wechsel bedeutet für den Menschen häufig eine neue Anpassung und damit eine mögliche Ursache für Stress. Somit kann es durchaus sein, dass mit der Geburt eines Kindes, Änderungen in der Partnerschaft oder Beruf, Wegfall von Unterstützungen oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

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