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Abstrakt: Was passiert, wenn ich sofort mit der Ritalintherapie aufhöre? Kann man Stimulanzien sofort wieder absetzen oder tritt eine Abhängigkeit auf?

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Was passiert, wenn man sofort Stimulanzien absetzt

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 2014-11-21. Geändert: 2014-11-21.

Was passiert, wenn ich sofort mit der Ritalintherapie aufhöre? Kann man Stimulanzien sofort wieder absetzen oder tritt eine Abhängigkeit auf?

Antwort:
Grundsätzlich sollte man ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt keine Medikation - auch eine Stimulanzientherapie - absetzen. Dies verursacht nicht direkt schwere medizinische Probleme, dennoch sollte man dies selber so nicht ausprobieren.

Grundsätzlich ist bei der therapeutischen Anwendung von Psycho-Stimulanzien wie Methylphenidat oder Amphetaminen in der Behandlung von ADS / ADHS oder der Narcolepsie ein Absetzen ohne jegliche Probleme möglich. Die Medikamente haben ja schon so eine sehr kurze Wirkzeit und es ist sogar therapeutisch erforderlich, dass in der Nacht über einige Stunden kein Wirkspiegel der Stimulanzien im Blut bzw. im Gehirn wirksam ist.

Im Gegensatz zu Antidepressiva wird also bei der Stimulanzienbehandlung kein kontinuierlicher Wirkspiegel im Blut aufgebaut. Die Medikamenten wirken (je nach Substanz bzw. Retardierung) zwischen 3,5 und vielleicht 15 h (bei Elvanse). Danach ist nicht mit einer Absetzsymptomatik zu rechnen.

Rebound-Effekt beim Abklingen der Stimulanzienwirkung

Als Rebound bezeichnet man das Phänomen, dass verstärkte Unruhe bzw. die eigentlichen Symptome von ADHS bei Abklingen der Wirkung der Stimulantien zu beobachten sind.

Einige Patienten berichten über eine verstärkte Irritabiliät, Gereiztheit, depressive Verstimmung oder verstärkte Hyperaktivität für einige Tage, wenn sie zuvor längere Zeit regelmässig an Ritalin gewöhnt waren (das ist keine Abhängigkeit!). Daher sollte man die Medikation eher schrittweise reduzieren (innerhalb einer Woche).

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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