Die Wirkdauer der bisher üblichen Stimulantien haben den Nachteil, dass sie nur relativ kurz (d.h. ungefähr 3 bis vielleicht 5 Stunden) anhalten.
Zwar gibt es durchaus auch viele ADHS-Kinder, die bereits mit einer einmal täglichen Medikation gut therapiert sind, häufiger treten jedoch auch Probleme auf: Viele Patienten spüren das Nachlassen der Wirkung sehr abrupt und sehr unangenehm. Sie schildern das dann so, als ob ein Schalter umgestellt wird (On-Off-Phänomen). Zusätzlich sind jetzt natürlich auch wieder alle Symptome des ursprünglichen ADHS-Syndroms spürbar. Dieses „Zurückschlagen“ der alten Symptomatik bei nachlassender Medikamentenwirkung wird als „Rebound“ bezeichnet.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten dies zu verhindern:
Zunächst kann man natürlich versuchen durch eine 2 bis 3 mal tägliche Gabe
einen möglichst gleichmässigen Wirkstoffspiegel zu erzielen und damit zumindest die Schwankungen abzumildern. Dabei muss man die für jedes Kind (bzw. Erwachsenen Paienten) notwendige Einzeldosis und die individuelle Wirkdauer bestimen und danach die Einnahme abstimmen.
Einige Eltern berichten auch, dass mit dem Wechsel auf ein Amphetaminpräparat (z.B. Amphetaminsaft) diese Probleme deutlich geringer wären.
Eine neuere Möglichkeit ein Rebound-Phänomen zu verhindern besteht im Einsatz von länger wirkenden Medikamenten mit dem gleichen Wirkstoff (z.B. Ritalin SR, Ritalin LA, Concerta XL, Metadate). Diese Medikamente haben eine längere Wirkung von 6-12 Stunden, so dass im Idealfall nur einmal täglich eine Medikamenteneinnahme erforderlich wird.
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