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Herzphobie - Angst vor Herzinfarkt

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 02 Apr 2003. Geändert: 28 Jul 2007.

Was kann man bei Ängsten vor einem Herzinfarkt tun?
Was ist ein Hyperkinetisches Herzsyndrom?
Was ist eine Herzphobie?

Antwort:

Angst vor Herzinfarkt / Herzphobie

Relativ häufig treten herzbezogene Beschwerden auf, die durch Ängste vor einer schwerwiegenden Erkrankung gekennzeichnet sind. Typische Symptoem sind:

  • Palpitationen = Gefühl, den Herzschlag zu fühlen
  • Kurzatmigkeit oder Druckgefühl in der Brust
  • subjektive Anspannung oder Engegefühle
  • Schwindelgefühle
  • Schwitzen
  • Schlafstörungen.

Als "Neurocirculatorische Asthenie" wird (allerdings eher selten verwendet) eine derartige Veranlagung oder klinische Beschwerden bezeichnet, die vielfach zu wiederholten Arztbesuchen führen, eigentlich aber doch eher einer Angststörung entspricht.

Durch die Aktivierung des sogenannten vegetativen Nervensystems (Sympathikus bzw. Parasympathikus) können in Anspannungs- und Belastungssituationen vermeindlich körperlich bedingte Symptome ausgelöst werden, die aber eigentlich vielmehr Symptoem einer Stress- oder Belastungsreaktion des Körpers sind. Im ausgeprägten Mass können dabei typische Symptome eines Angstanfalls auftreten. Anders sieht es natürlich aus, wenn tatsächlich bereits Durchblutungsstörungen am Herzen (Angina pectoris) bzw. ein abgelaufener Herzinfarkt bekannt sind. Leider entwickeln einige Patienten nach einer Herzerkrankung (oder auch einer Operation am Herzen unter Beteiligung einer sogenannten Herz-Lungen-Maschine) ähnliche Angstsymptome. Hier kann eine psychologische Hilfe erforderlich werden. Charakteristisch für solche Patienten ist es, dass sie sehr selektiv und unangemessen eingeengt vermeindliche Warnsymptome einer erneuten Herzerkrankung beobachten. Wie zuvor dargestellt, können aber gerade durch psychische Anspannung und Ängste Symptome ausgelöst werden, die vom Patienten auf eine Herzsymptomatik bezogen werden. Eigentlich aber, damit nichts zu tun haben.

Im Rahmen einer Rehabilitationsmassnahme bzw. anschliessenden Selbsthilfegruppe sollten Herzpatienten lernen, Symptome ihrer Herzerkrankung deutlich zu erkennen und gegen rein psychisch bedingte Beschwerden abgrenzen zu lernen. Sicher wäre es sinnvoll, Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen) und ein regelmässiges Trainingsprogramm (z.B. in einer Koronarsportgruppe) als Massnahmen einer Krankheitsbewältigung und Prophylaxe anzuwenden.

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