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Wann ist professionelle Hilfe bei Depressionen erforderlich?

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Geschrieben von: Petros Skapinakis, MD, MPH, PhD, lecturer of Psychiatry in the University of Ioannina Medical School, Greece. Eva Gerasi, postgraduate student in the Department of Psychiatry, University Hospital of Ioannina, Greece.
Erstfassung: 19 Jun 2003. Geändert: 07 Okt 2008.

Wann muss man einen Angehörigen mit depressiven Symptomen zu einem Arzt oder Psychologen schicken? Ich fühle mich depressiv, wann sollte ich professionelle Hilfe aufsuchen?

Antwort:
Beim ersten Auftreten einer depressiven Symptomatik ist es immer ratsam mit dem Hausarzt die Symptomatik zu besprechen. Für eine Therapienentscheidung sind die Auswirkungen auf den Alltag und die Möglichkeiten seine üblichen Anforderungen zu erfüllen ein entscheidenes Kriterium, ob und wie man eine Therapie empfehlen wird.

Viele Patienten kennen jedoch schon depressive Episoden. Hier ist es ratsam sich therapeutischen Rat zu holen, wenn sich die Symptomatik gegenüber früheren Depressionen unterscheidet bzw. länger dauert und zu stärkeren Einschränkungen als früher führte. Dann kann man mit dem Arzt und / oder Psychologen besprechen, ob man mit medikamentösen Möglichkeiten eine Symptomminderung und Verkürzung der Krankheitsphase erreichen kann.

Eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik wird man immer dann empfehlen, wenn es sich um eine ausgeprägt schwere oder untypisch verlaufende Problematik handelt, die nicht auf übliche Behandlungsversuche anspricht. Dies gilt häufig auch, wenn begleitende Problematiken (z.B. Persönlichkeitsstörungen, Suchtprobleme) vorhanden sind.

Eine sofortige Behandlung ist angezeigt, wenn Selbstmordgedanken bestehen. Dies muss nicht zwangsläufig immer zu einer stationären Aufnahme führen. Bei Suizidalität im Rahmen einer depressiven Störung kommt es vielmehr auf die Absprachefähigkeit des Patienten an. Gedanken des Lebensüberdrusses oder der Wunsch "nach Ruhe" und Ende der depressiven Beschwerden sind durchaus häufig und sollten und müssen angesprochen werden. Hier kann der Therapeut konkrete Hilfen und Absprachen mit dem Patienten treffen, wie in dieser Situation zu handeln ist.

Handelt es sich jedoch um sich immer wieder zwanghaft aufdrägende Gedanken bzw. bestehen konkrete Selbstmordpläne oder bereits Vorkehrungen zum geplanten Suizid ist umgehend eine Therapie erforderlich und man sollte sich nicht scheuen, sofort professionelle Hilfe eines Arzt anzufordern. Mehr

Übersicht der Fragen und Antworten zu Depressionen in Web4health

Externe Links :

An der Universität Mainz wurde einige Fragen für einen Selbsttest bei psychischen Problemen zusammengestellt. Dies ersetzt keine ärztliche Diagnose, kann aber einen ersten Anhaltspunkt liefern.

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