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Abstrakt: Zur Behandlung von Depressionen stehen medikamentöse und nicht medikamentöse Möglichkeiten (z.B. Psychotherapie wie Verhaltenstherapie bei Depressionen , Lichttherapie, Schlafentzug) zur Verfügung

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Therapie für Depressionen - Welche Behandlung hilft depressiven Menschen ?

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Geschrieben von: Petros Skapinakis, MD, MPH, PhD, lecturer of Psychiatry in the University of Ioannina Medical School, Greece. Eva Gerasi, postgraduate student in the Department of Psychiatry, University Hospital of Ioannina, Greece.
Erstfassung: 19 Aug 2003. Geändert: 31 Jul 2007.

Wie kann man Depressionen behandeln?
Welche Therapie hilft bei Depressionen?
Welche Behandlung wird heute bei Depressionen empfohlen?
Sollte man lieber Medikamente oder Psychotherapie bei Depressionen wählen?

Antwort:

Behandlung von Depressionen

Für die Therapie der Depressionen stehen heute umfangreiche Erfahrungen und Leitlinien zur Verfügung.

Die Basisbehandlung für leichte, mittelschwere oder schwere Formen der Depression bzw. einer depressiven Phase einer manisch-depressiven Störung ist im Prinzip ähnlich. Die grundlegende Entscheidung läuft darauf hinaus, ob man Medikamente und / oder eine Gesprächstherapie (z.B. kognitive Verhaltenstherapie) vorzieht. Untersuchungen zeigten, dass die meisten Patienten in der hausärztlichen Versorung eher zu einer Gesprächstherapie statt zu Antidepressiva neigen. Es gibt aber nur zu einigen Psychoptherapieverfahren in der Behandlung der Depressionen einen gesicherten Wirkungsnachweis und häufig ist in der akuten Phase der Depresssion auch nicht kurzfristig ein solches Therapieangebot vorhanden.

Bei leichten bis mittelschwerden Depressionen gilt heute die kognitive Verhaltenstherapie und der Einsatz von Antidepressiva als gleich wirksam. Bei schweren Depressionen werden medikamentöse Behandlungen vorgeschlagen, zumal die nötige Konzentration bzw. Aufnahmefähigkeit für eine Psychotherapie hier nur selten gegeben ist. Bei leichteren Formen der Depresssionen sollen zumindest die älteren tricyclischen Antidepressiva nicht besser als Placebo sein, was aber auch massgeblich auf die geringe Compliance (also fehlerhafte oder unregelmässige Medikamenteneinnahme) zurückgeführt werden könnte. Heute wird man überwiegend neuere und nebenwirkungsärmere Medikamente empfehlen, auch wenn letztlich nicht gesagt ist, dass diese unbedingt besser als die klassischen Antidepressiva sein müssen. Antidepressiva können innerhalb eines recht schnellen Zeitraums (ab ca 10-14 Tagen) zu einer deutlichen Besserung und kompetten Rückbildung der Depression beitragen. Es gibt sehr unterschiedliche Medikamentenarten zur Behandlung, wobei das Geschlecht und Alter eine Rolle spielt und auch mögliche unerwünschte Effekte der Medikation berücksichtigt werden müssen. Antidepressiva machen nicht abhängig, dennoch erfordern sie eine regelmässige Einnahme um einen Wirkeffekt zu erzielen.

Man kann nicht sagen, dass ein bestimmtes Medikament nun besonders gut oder weniger wirksam wäre. Häufig wählt der Arzt ein Medikament, dass in einer früheren depressiven Phase bereits ein gutes Ansprechen beim Patienten gezeigt hat. Sicher spielen heute auch Kostenüberlegungen eine Rolle. Am wichtigsten ist aber, dass der Patient die Medikation verträgt. Nur so ist gesichert, dass er oder sie die Tabletten auch einnehmen wird. So banal es sein mag : Eine Medikation, die auf dem Nachttisch oder im Schrank liegt oder nur gelegentlich eingenommen wird, kann nicht helfen. Dies gilt auch, wenn die Patienten selbstständig die Dosis verringern. Hier sind in aller Regel dann nur Nebenwirkungen aber kein ausreichender therapeutischer Effekt zu erwarten, da für die Wirkung des Medikamentes ein bestimmter Blutspiegel erforderlich ist.

Die Kombination von Antidepressiva und Psychotherapie kann effektiver sein, als jede Methode für sich allein. Häufig sind die Antidepressiva erst die Grundlage, um eine Psychotherapie zu beginnen und davon zu profitieren. Andererseits kann man in der Psychotherapie z.B. Schutzmechanismen und Verhaltensweisen aufbauen, die ein erneutes Auftreten der Depressionen möglichst verhindern (psychotherapeutische Rückfallprophylaxe ).

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