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Abstrakt: Welche Berufsgruppen sind für die Behandlung von Depressionen zuständig

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Wer behandelt Depressionen?

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Geschrieben von: Informationsbroschüre des Forum für Seelische Gesundheit, Mainz
Erstfassung: 13 Jun 2003. Geändert: 28 Sep 2004.

Wer behandelt Depressionen? Welche Berufsgruppen sind für die Behandlung von Depressionen zuständig?

Antwort:
  • Hausarzt:

    Der erste Schritt bei gesundheitlichen Problemen sollte zum Hausarzt führen, denn er ist im allgemeinen am besten mit dem Gesundheitszustand seines Patienten und mit dessen persönlichem Umfeld vertraut. Dabei ist es wichtig, daß sich der Betroffene darüber im klaren ist, daß der Hausarzt nicht nur für körperliche Beschwerden der richtige Ansprechpartner ist.

    Bevor der Hausarzt von den depressiven Symptomen auf eine Depression schließt, wird er ausschließen, daß eine andere Erkrankung vorliegt. So wird er zum Beispiel überprüfen, ob die Schilddrüse normal arbeitet oder ob eine andere organische Erkrankung vorliegt.

    Stellt der Hausarzt eine Depression fest, so wird er mit dem Patienten zusammen eine Behandlungsstrategie entwerfen. Dabei wird er zunächst erfragen, in welcher privaten und beruflichen Situation sich der Erkrankte befindet und welche Sorgen ihn belasten. Außerdem wird er ermitteln, zu welcher Form der Therapie der Betroffenen motiviert ist. Nach den Ergebnissen dieser Befragung richtet sich das Therapiekonzept. So kann es sein, daß der Hausarzt durch Weiterbildungsmaßnahmen die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" erworben hat und damit entsprechend ausgebildet ist, den psychotherapeutischen Teil der Therapie selbst durchzuführen. Es kann aber auch sein, daß der Hausarzt den Erkrankten an einen psychotherapeutisch tätigen Arzt oder Psychologen überweist.

  • Facharzt:

    Liegt eine schwere Form der Depression vor oder tritt nach zwei bis drei Monaten keine Besserung der Beschwerden ein, so wird der Hausarzt wahrscheinlich eine Überweisung zum Facharzt vornehmen. Dieser wird in den meisten Fällen ein Psychiater sein, also ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Ein Psychiater hat nach seinem Medizinstudium eine fünfjährige Facharztausbildung absolviert und ist besonders zur Diagnose und zur Therapie von psychischen Erkrankungen befähigt. Diese Befähigung hat auch der Nervenarzt, dessen Ausbildung sich jedoch zum Teil von der des Psychiaters unterscheidet.

  • Psychotherapeut:

    Gerade bei einer leichten Depression kann es angezeigt sein, daß ausschließlich oder neben der medikamentösen Behandlung eine Psychotherapie durchgeführt wird. Eine solche Psychotherapie kann der Hausarzt selber durchführen, wenn er durch Weiterbildungsmaßnahmen die Zusatzqualifikation "Psychotherapie" erworben hat. Auch einer der oben genannten Fachärzte kann eine Psychotherapie durchführen.

    Eine andere Gruppe von Fachleuten, die eine Psychotherapie durchführt, sind besonders qualifizierte Psychologen. Die Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben, Verhalten und Handeln des Menschen. Sie beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Erkrankungen, weswegen Psychologen, die psychotherapeutisch tätig werden wollen, eine zusätzliche Ausbildung durchlaufen. Da es körperliche Erkrankungen gibt, deren Anzeichen einer Depression ähneln, wird der psychologische Psychotherapeut den Patienten vor Beginn der Psychotherapie zu einer körperlichen Untersuchung an einen Arzt verweisen. Auch während der Psychotherapie kann der Psychologe mit einem Arzt zusammenarbeiten, beispielsweise wenn die Gabe von Medikamenten notwendig ist.

    Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes ist der Titel "Psychotherapeut" gesetzlich geschützt und ausschließlich Psychologen mit einer entsprechenden Ausbildung dürfen sich Psychotherapeut nennen. Betroffene können sich jetzt direkt an einen Psychologen wenden. Wenn dieser eine Kassenzulassung hat, werden die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen.

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  • Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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