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Abstrakt: Unterdrückte Gefühle verhindern den konstruktiven Umgang mit Ihrer Situation

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Verschiedene Arten wie man es vermeidet, sich selbst zu verstehen

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Geschrieben von: Gunborg Palme, Psychologin und Psychotherapeutin, Dozentin und Tutorin für Psychotherapie. Übersetzt von Karin Austen.
Erstfassung: 27 Nov 2006. Geändert: 12 Nov 2007.

Ich verstehe jetzt, wie schwer es ist, mit Drogenabhängigen und Alkoholikern zu arbeiten und sie zu heilen.Ihre Entscheidungen sind eine Sache; Ihre Handlungen eine andere. Vielleicht sind ihre Ängste immer präsent und zerstören die vielversprechendsten Absichten. Im Laufe der Zeit habe ich verstanden, dass ich eine von Ihnen bin, nur dass ich abhängig vom Essen bin. Ich glaube, dass ich diesmal erfolgreich sein muss, wenn mein Leben weitergehen soll.

Ehrlich gesagt, ich frage mich, ob ich mich überhaupt als dick sehe, obwohl ich die Fettrollen an meinem Körper sehe. Es ist so seltsam und verwirrend, dass ich die Situation nicht im Griff habe, aber ich muss, um meiner selbst willen.

Ich habe ein Bild vor mir, wie ich leben will und dann flüchte ich in eine Traumwelt. Ich habe es geschafft, in den Ferien zwei Bücher zu lesen und es macht mir Angst, dass es ausreichen würde, nur Bücher zu haben, in die ich mich flüchten und dadurch leben könnte. Ich lebe total in der Welt der Bücher und ich habe nicht den Wunsch, diese Welt zu verlassen .

Ich habe sehr viel nachgedacht, und im Moment glaube ich, dass Wichtigste ist, seelisch frei zu sein. Ich möchte mich stark fühlen. Selbstbewusstsein ist etwas, das ich habe und auch wieder nicht. Es ist schwer.

Ich wollte Ihnen etwas über meine Gedanken sagen und ich hoffe, Sie können verstehen, was ich geschrieben habe. Ich frage mich, ob Sie meine Angst und wie diese an mir nagt, erklären können. Ich möchte so gerne frei sein.

Antwort:

Sie verstehen gut, wie ein Alkoholiker fühlt und reagiert, wenn Sie davon sprechen, Dinge beiseite zu schieben und auf morgen zu vertagen. Doch Sie müssen JETZT etwas unternehmen, wenn Sie ein Ergebnis sehen wollen.

Ihr Gefühl, sich selbst nicht als dick zu betrachten, ist häufig bei übergewichtigen Menschen. Sie besitzen zwei verschiedene Körper: der eine ist Ihr wirklicher Körper und der andere ist Ihre Vorstellung davon. Die beiden können sehr unterschiedlich sein; es gibt Magersüchtige, die nur 27 kg wiegen und denken, sie seien dick, und es gibt Übergewichtige, die glauben, sie seien schlank.

Sie fragen sich, ob die Angst, die Ihren Körper durchdringt, Ihr Essproblem beeinflusst ? Mit Sicherheit. Wenn man Sorgen hat, ist es leicht, sich mit Essen zu trösten, weil die Probleme damit kurzzeitig verschwinden, doch es ist sicher der falsche Weg. Es ist besser, das Problem wirklich zu fühlen, nicht davor wegzulaufen, und dann zu versuchen, seine Bedeutung zu verstehen. Auf die Weise kann man sich seiner wirklichen Probleme bewusst werden und anfangen, sie effektiv zu lösen. Natürlich kann lesen bereichernd sein, aber es sieht so aus, als ob Sie Bücher als Schutz vor der Konfrontation mit Ihren Gefühlen und Problemen benutzen.

Essen, Alkohol oder andere Arten der Betäubung sind Wege, ein "Sich selbst verstehen" zu vermeiden. Manchmal macht es Angst, die eigenen Probleme zu verstehen, daher benutzen manche Menschen Drogen, um dieses Verstehen zu unterdrücken. Dies ist jedoch keine sinnvolle Lösung, denn:

  1. Wenn man ein Problem nicht erkennt, kann man es auch nicht lösen
  2. Ein Problem, das Angst verursacht, verliert umso mehr an Bedrohlichkeit, je tiefer man in die eigene Angst eintaucht. Die Angst ist also eine vorübergehende Sache, die verschwindet, wenn man sie akzeptiert, versteht und sie zulässt.

Das Gefühl mentaler Freiheit und eine Gewichtsabnahme gehen Hand in Hand. Wenn man vor seinen Gefühlen, Schwierigkeiten und Problemen flüchtet, wird man nie frei sein. Dies ist man nur, wenn man sich mit ihnen konfrontiert.

Wenn man sich dafür entscheidet, seine Sorgen wirklich zu erfahren und zu fühlen, ist man gezwungen, Lösungen zu finden, die zu einem neuen und besseren Leben führen.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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