Bei der Binge Eating Störung (Essstörung mit Essanfällen), die in vielem einer atypischen Bulimia nervosa entspricht, fehlen im Unterschied zu dieser, konsequent durchgeführte Gegenmaßnahmen gegen den dickmachenden Effekt des Überessens und der Essanfälle, so dass die Betroffenen typischerweise übergewichtig oder adipös sind und weiter zunehmen ohne dies zu wollen.
Kennzeichen der Binge Eating Störung (Forschungskriterien, gekürzt nach DSM IV)
- Essanfälle mit dem Gefühl des Kontrollverlusts an mindestens zwei Tagen in der Woche während mindestens sechs
- Monaten
Essanfälle, verbunden mit Ekel- und Schuldgefühlen und deutlichem Leidensdruck
- Kompensatorische Verhaltensweisen zur Korrektur des dickmachenden Effekts des Überessens werden nicht regelmäßig eingesetzt
Die Binge Eating Störung unterscheidet sich von der Bulimie im wesentlichen dadurch, dass den Essattacken nicht gegengesteuert wird und so die Betroffenen zunehmen und schwerst
adipös werden können. Diese Essstörung geht, genauso wie die beiden anderen, mit einem gestörten Körperempfinden und Selbstentwertungen wegen des gestörten Essverhaltens bis hin zu Selbsthassgefühlen einher und muss bei den Betroffenen unbedingt diagnostiziert werden.
Maßnahmen zur Gewichtreduktion reichen allein bei diesen Patienten nicht aus. Sie brauchen ein ebenso intensives Psychotherapieprogramm zur Aufgabe der Essstörung wie die anderen beiden Essstörungen Magersucht Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa).
Übergewicht und Adipositas sind nicht zwangsläufig mit einer psychogenen Essstörung vergesellschaftet.
Sie essen also grosse Mengen von Nahrungsmitteln in einem kurzen Zeitraum, selbst wenn sie eigentlich garnicht hungrig sind.
Binge Essattacken.
Häufig treten danach Schuld- und Schamgefühle auf.
Sehr häufig für die BED (Binge eating disorder) zu Übergewicht (Adipositas). Über 20 Prozent der Übergewichtigen, die medizinische Hilfe aufsuchen, haben entsprechende typische Symptome. Aber auch für andere Übergewichtige helfen die Therapieansätze für diese Störung, da es zahlreiche Gemeinsamkeiten gibt.
Es gibt ziemlich viele Menschen, die eine Essstörung haben, die nicht in die traditionellen Klassifikationen von
Anorexie/Anorexia nervosa,
Bulimie
oder Binge Eating passt.
Einteilung Essstörungen
Beispiele für Heisshungeranfälle.
Die Ursachen einer Binge Eating Störung
Als Night-Eating-Syndrome bezeichnet man eine Variante der Binge-Eating Störung, bei der die überwiegende Menge der Kilokallorien bzw. Nahrungsmittel abends (nach 20 Uhr) zu sich genommen wird, tag entsprechen im wesentlichen denen der Bulimie.
Die Behandlung von Essstörungen ist auch im wesentlichen an Therapieprinzipien der Bulimie orientiert.
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