Gesundheit Fragen
down arrow Anzeigen: right arrow 

Gesundheit Fragen
left arrow Anzeigen: down arrow

filler

Abstrakt: Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) können zu Beginn einer Behandlung möglicherweise das Selbstmordrisiko erhöhen.

Start Suche Themen Forum Psychologie Arzt Beratung online Neu Login/out Privat

 Gehe zu:
 Superfolder Neue Frage 

 Sie sind hier Antworten  Fragen zu psychischen Problemen

AKTUELL
WEITER

THEMEN

SSRI und Suizidalität - Können Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) eine Suizidgefährdung erhöhen?

Schreiben sie eine Frage  locale Hilfe Info

Anfang Top Diskussion Diskussion Experten fragen Fragen an die Experten  printer Drucken
Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 01 Okt 2004. Geändert: 01 Okt 2004.

Auch wirksame Medikamente zur Behandlung von Depressionen können in sehr seltenen und speziellen Fällen ein Suizidrisiko (Selbstmordversuche und Selbstmordhandlungen erhöhen). Dies ist für antriebssteigernde Antidepressiva relativ lange bekannt.

In der letzten Zeit wurde nun auch für die häufig eingesetzten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Venlafaxin) diskutiert, ob als Nebeneffekt einer Behandlung ein Risiko für suizidale Handlungen besteht. Patienten sollten darüber informiert sein, dass SSRI und verwandte Substanzen insbesondere zu Beginn einer Behandlung zu Unruhe und sog. psychomotorischen Erregungszuständen führen könnte. Angst, Schlafstörungen oder verstärkte Reizbarkeit und auch Aggressivität können einerseits in der Folge der Depression bzw. sich lösender depressiver Gehemmtheit auftreten, möglicherweise aber auch durch die Medikation mit beeinflusst sein.

In sehr seltenen Fällen sollen bei Patienten sich aufdrängende Selbstmordgedanken und auch potentiell psychotische Erlebnisse aufgetreten sein.

Die Ärzte sollten also besonders zu Beginn der Behandlung auf solche Ereignisse achten bzw. die Patienten zuvor darüber informieren. Häufig wird in der klinischen Praxis bei schweren Depressionen aber z.B. durch die vorrübergehende Gabe eines angstlösenden Medikamentes (z.B. Lorazepam = Tavor) bereits auf solche Gefährdungen Rücksicht genommen.

Patienten sollten unbedingt ihre Therapeuten informieren, wenn sie unter der Medikation eine Verschlechterung oder aber unklare Symptome spüren. Mitteilung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zum Thema SSRI und Suzidalität

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
Anfang Top
Start Suche Themen Foren Expertenrat Neu Login/out Privat
bipolar-ssri-suicid Separator Copyright 2003-2014 Web4Health