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Abstrakt: Welche unterschiedlichen Ursachen gibt es für Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge eating disorder?

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Ursachen von Anorexie, Bulimie oder anderen Essstörungen?

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Geschrieben von: Gunborg Palme, certified psychologist and certified psychotherapist, teacher and tutor in psychotherapy.
Erstfassung: 15 Jul 2002. Geändert: 25 Dez 2008.

Was sind die Ursachen von Anorexia nervosa, Bulimie oder anderen Formen von Essstörungen?

Antwort:
Es gibt eine ganze Reihe von Einflussfaktoren bei Essstörungen, die häufig in unterschiedlichen Kombinationen eine Rolle spielen. Somit gibt es eine Reihe von Ursachen für Essstörungen wie Anorexie (Magersucht) oder Bulimia nervosa.
  • Die Fähigkeit zwischen Hunger und Sättigung und verschiedenen Gefühlen zu differenzieren wird in der frühen Kindheit gelernt. Gefühle und Essstörungen . Psychische Störungen in der frühen Kindheit, traumatische Erlebnisse oder Vernachlässigung oder besondere Bedingungen im Elternhaus können dies negativ beeinflussen. Die Auswirkungen treten dann häufig erst deutlich später im Leben auf. Erziehung und Essstörungen .

  • Essstörungen treten häufig auf, wenn eine Person versucht ihr Gewicht unnatürlich zu reduzieren. Die gesellschaftlichen Schlankheitsideale können daher einen Einfluss auf die Entwicklung einer Essstörung haben. Mehr zu Essstörungen und Ursachen Schlankheitsideale und Essstörungen .

  • Viele Menschen mit einer Essstörung können nicht normale körperliche Wahrnehmungen wie Hunger oder Sättigung spüren. Ihnen fehlt eine natürliche Kontrolle ihres Essverhaltens. Solche Menschen werden leichter in den Sog von Essstörungen gezogen, besonders wenn sie das Essen (oder Hungern) als Methode zum Unterdrücken von belastenden Gefühlen oder fehlenden Problemlösungen anwenden und somit vor einer eigenverantwortlichen konstruktiven Herangehensweise flüchten. Mehr .

  • Sowohl Überessen wie auch Fasten kann das Belohnungs- und Drogenzentrum des Gehirn stimulieren. Essstörungen haben daher die gleiche Wirkung im Gehirn wie Alkoholismus oder Drogenkonsum. Es spielen auch die gleichen Persönlichkeitsmerkmale, die einen Einfluss bei Alkohol-oder Drogensucht haben, eine Rolle. Mehr.

  • Die Persönlichkeitsmerkmale, die zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Essstörungen führen, sind z.T. in Form einer biologischen Veranlagung mit angeboren. Suchtprobleme oder Affektive Störungen (Depressionen etc) finden sich daher gehäuft bei Angehörigen. Dies heisst aber nicht, dass nun zwangsläufig bei einer familiären Belastung eine entsprechende Störung auftritt. Vielmehr ist ein Zusammenwirken von biologischen und psychologischen Faktoren für die Entstehung und Entwicklung verantwortlich. Genetik und Essstörungen

  • Einige dieser Persönlichkeitsmerkmale sind: die Tendenz ständig anderen Menschen gefallen zu wollen und eine niedrige Kompetenz eigene Wünsche zu äußern und durchzusetzen; das Bedürfnis unangenehme Gefühle und Anspannungen oder Ängste zu betäuben; Ängste, Depressionen und geringes Selbstwertgefühl; Perfektionismus oder Zwanghaftigkeit oder Störungen der Impulskontrolle. Mehr zu Persönlichkeitseigenschaften.

  • Essstörungen finden sich gehäuft bei Frauen, besonders wenn sie durch gesellschaftliche Erwartungen oder Schönheitsideale geprägt sind und ihnen die Fähigkeit mangelt, eher auf eigene Gefühle und Bedürfnisse zu achten. Mehr .

  • Kinder von übergewichtigen Eltern und Eltern mit einem übertriebenem Interesse für Schönheit oder Körper (z.B. Sportler) entwickeln häufiger Essstörungen. Auch Erwartungen der Familie und unsichere Familienumstände (sexuelle, emotionale oder körperliche Gewalt) können das Risiko deutlich erhöhen.

Übergewicht tritt auf, wenn man mehr Fett isst als der Körper verbrennen kann. Hier spielen sowohl biologische Einflüsse und Lebensstil eine Rolle. Essstörungen können auch zu Übergewicht führen (siehe oben) Mehr . Es gibt aber auch einige Stoffwechselstörungen oder andere Krankheiten sowie bestimmte Medikamente, die zu einem besonderen Risiko für Übergewicht beitragen können. Medikamente und Gewichtzunahme.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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