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Selbsthass und Essstörungen

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Geschrieben von: Gunborg Palme, certified psychologist and certified psychotherapist, teacher and tutor in psychotherapy.
Erstfassung: 15 Jul 2002. Geändert: 13 Mrz 2003.

Esse ich deshalb so extrem, weil ich mich selber hasse?

Antwort:

Menschen mit einer Essstörungen mögen sich sehr häufig selber nicht. Sie ekeln sich selber vor ihren extremen Essgewohnheiten und Erbrechen und verachten sich sogar wegen ihrer Schwäche, den Heisshungerattacken zu widerstehen. Dabei kann es auch eine Rolle spielen, dass sie keine Struktur in ihr Essverhalten erreichen. Ein weiterer möglicher Faktor kann auch sein, dass sie unzufrieden mit ihrem Körper sind, weil sie nicht dem aktuellen Schlankheitsideal entsprechen. Sie glauben, dass sie zu fett oder in irgend einer anderen Art falsch sind. Selbst junge Mädchen, die von anderen Menschen als hübsch angesehen werden, können so einen intensiven Selbsthass entwickeln.

Häufig wenden Menschen mit Essstörungen falsche Problemlösestrategien an. Sie essen um vor unangenehmen Gefühlen zu fliehen. Die richtige Methode wäre die dahinter stehenden Probleme zu erkennen und zu versuchen, sie zu lösen - nicht vor ihnen zu fliehen.Wenn sie erfolgreich ihre Probleme lösen können wird sich auch ihre Selbstachtung stärken und sie sich auch wieder mehr selber mögen.

Sich nicht ausstehen können und niedergeschlagen zu sein sind Beispiele für Gefühle, die zuvor unterdrückt wurden und im Zusammenhang mit den Essstörungen stehen können. Der erste Schritt in dieser Phase der Therapie ist es zu lernen, dass es echte Gefühle sind und zu verstehen und zu akzeptieren, dass das Verlangen nach Zucker und Essen nicht ein echtes Bedüftnis ist, sondern ein Ersatz bzw. eine Flucht vor unangenehmen Gefühlen.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, dass wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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