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Abstrakt: Haben Patientinnen mit Essstörungen realistische Ziele?

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Dysfunktionale Gedanken bei Essstörungen

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Geschrieben von: Fabio Piccini, doctor and Jungian psychotherapist, in charge of the "Centre for Eating Disorders Therapy" at "Malatesta Novello" nursing home in Cesena. Works privately in Rimini and Chiavari. E-mail: fabio.piccini@iol.it
Erstfassung: 23 Dez 2002. Geändert: 14 Feb 2003.

Haben Patientinnen mit Essstörungen realistische Ziele?

Antwort:
Menschen, die an einer Essstörung leiden, neigen dazu eine Reihe von verzerrten (dysfunktionen) Gedanken über ihr Körperbild zu haben: Sie sind nicht in der Lage ihr Körpergewicht und ihr Körperbild objektiv zu beurteilen.

Aus diesem Grund verbringen diese Menschen viel Zeit damit ihrem Körper zu einem Ideal oder Traumbild anzupassen, das häufig nur in ihren Vorstellungen existiert und in der Realität unerreichbar ist, weil es weit von ihrem physiologischem (normalem) Körpergewicht entfernt ist.

Eine Theorie zu ihren Beweggründen ist, dass sie ein scheinbar “rationales” Verhalten zur Gewichtskontrolle ausüben, weil es leichter ist über exzessive sportliche Aktivitäten den Körper zu kontrollieren als eigene Charaktereigenschaften zu verbessern.

Der wichtigste psychologische Problembereich von Menschen mit Essstörungen ist, dass sie sich selber nicht mögen, so dass für sie die Gewichtskontrolle eine Mittel zum Zweck zur Überwindung ihres Mangels an Selbstwertgefühl wird.

Das Verhalten, auch wenn es nach aussen merkwürdig erscheint, ist bei diesen Patientinnen ganz eng mit einem Mangel an Selbstbewusstsein verknüpft.

Menschen mit einer Essstörung glauben, sie seien wertlos und sie müssten versuchen besonders zu sein. Sie meinen sie seien schlecht und sollten immer versuchen gut und nachvollziehbar zu sein. Sie meinen dass sie nicht genügend Selbstkontrolle haben und versuchen daher strikte Kontrolle über Alles und Jeden auszuüben. Sie sehen sich selber als dick und hässlich und versuchen dies dadurch zu ändern, dass sie so dünn wie möglich werden. Sie akzeptieren keine halben Sachen oder Kompromisse und machen alle Dinge ganz oder gar nicht. Sie leben also in einer Welt der Extreme – entweder sehr dünn oder sehr dick.

Diese dysfunktionalen Gedanken an die diese Menschen glauben, erklären für sie alle ihre symptomatischen Verhaltensweisen. In der Therapie der Essstörungen sollten schrittweise alle Vorurteile beseitigt werden, die zugleich einen auslösenden und aufrechterhaltenden Faktor der Pathologie darstellen.

Wie Menschen mit Essstörungen denken

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