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Abstrakt: Was sind psychosoziale Bedingungen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung?

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Borderline-Persönlichkeitsstörung : Einfluss von psychosozialen Faktoren

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Geschrieben von: Dr. Martin Winkler
Erstfassung: 04 Sep 2003. Geändert: 04 Mrz 2004.

Welche Rolle spielen psychosoziale Faktoren (Familie, Umwelt, Erfahrungen) bei der Entstehung einer Borderline-Persönlichkeit?

Antwort:
Es gibt keinen Zweifel daran, dass psycho-soziale Faktoren wie das Familiemilie und soziale Beziehungen bzw. Kontakte einen ganz grossen Einfluss auf die Entwicklung und Beibehaltung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben können. Eine der heute gängigen Therapieformen zur emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung spricht auch von einem biologisch- psycho-sozialen Ansatz. Das bedeutet, dass ein Kind möglicherweise eine biologische Veranlagung für die Entwicklung einer bestimmten Reaktionsbereitschaft hat, aber erst Umgebungsfaktoren wie z.B. emotionale und sexuelle Gewalterfahrung und anhaltende psychosoziale Belastungen und ungünstiges Umgebungsmilieu (z.B. wiederholte Vernachlässigung, Vernachlässigung und Infragestellen eigener emotionaler und körperlicher Bedürfnisse) dann zur Entwicklung der Störung führen.

In der Forschung sind dabei als wesentliche Einflussfaktoren besonders der sexuelle Missbrauch bekannt :

  • 71 % der Borderline-Patientinnen und Patienten wurden körperlich missbraucht
  • 68 % weisen einen sexuellen Missbrauch auf
  • Bei 62% lassen sich Gewalterfahrungen in der Ursprungsfamilie nachweisen.

Daneben findet man häufiger bei Borderline-Patientinnen eine frühe Trennuzng von wichtigen Bezugspersonen (nicht nur die Eltern sondern z.B. häufiger auch eine nahestehende Grossmutter oder Geschwister) oder aber eine emotionale Vernachlässigung durch die Bezugspersonen. Viele Eltern von Borderline-Patientinnen weisen selber schwere Störungen im Bereich der Impulsivität, emotionalen Regulation und Impulsivität und Selbstwertregulation auf - nicht selten auch mit schweren Suchtproblemen oder einer eigenen Persönlichkeitsstörung.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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