Saisonal affektive Störungen
Depressionen zu bestimmten Jahreszeiten wie Herbst/Winter
Schon länger weiss man, dass die Häufigkeit von depressiven Symptomen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist. Die Chronobiologie = Rhytmisch bestimmte Körpervorgänge spielen offenbar auch bei der Stimmung in Abhängigkeit von Licht und anderen Faktoren eine grosse Rolle. So sind beispielsweise Depressionen und Selbmorde in bestimmten Regionen besonders häufig im Frühjahr bei Männern bzw. im Herbst und Winter bei Frauen anzutreffen.
In den 80er Jahre hat man zunächst bei einer kleineren Gruppe von Patienten ein typisches Beschwerdemuster im Winter und Herbst festgestellt bzw. manie-ähnliche Symptome in den helleren und wärmeren Jahreszeiten. Man stellt fest, dass der Wohnort einen Einfluss auf die Stimmung haben musste, da ein Wohnortwechsel in den Norden die Depressionen verschlimmerte, bzw. ein Leben in südlicheren Ländern (bei Menschen der Nordhalbkugel) zu einer Besserung beitrug. Die Bezeichnung saisonale affektive Störung versucht, diese Gruppe von Patienten mit einer jahreszeitlichen bzw. licht-abhängigen Ausprägung von Stimmungsproblemen zu erfassen.
Gerade für diese Patientengruppe hat sich die Anwendung von Lichttherapieverfahren als sehr wirkungsvoll erwiesen.
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