Als Pseudo-Demenz bezeichnen Ärzte eine bestimmte Ausprägung bzw. Symptomatik bei schweren Depressionen, die zunächst leicht mit einer Demenz verwechselt werden kann. Dementielle Erkrankungen (z.B. Alzheimer-Erkrankung oder durchblutungsbedingte Störungen sind durch einen fortschreitenden (also irreversiblen) Abbau der Hirnleistungen gekennzeichnet, während die Veränderungen der Hirnleistungen (also z.B. Konzentration, Alltagsorientierung) bei einer depressiven Erkrankung nur auf die depressive Phase beschränkt bleiben - also nach erfolgreicher Therapie nicht mehr nachweisbar sind.
Bei einer Pseudodemenz erscheint vor allem das Gedächtnis der Patienten gestört zu sein, aber bei näherer Untersuchung wird man eher feststellen, dass sie eher unkonzentriert oder uninteressiert für ihre Umgebung sind und daher neue Informationen nicht mehr aufnehmen und behalten können. Sie können in aller Regel den Beginn der Gedächtnisprobleme genau angeben und merken auch selber, dass ihr Gedächtnis nachlässt. Sie leiden sehr darunter und beschäftigen sich ausgeprägt mit diesen Einschränkungen. Häufig sind aber eben auch noch weitere Zeichen der Depression nachweisbar (z.B. Schlafstörungen, Apathie und Morgentief, emotionale Symptome der Depression).
Echte Demenzpatienten werden dagegen ihre nachlassende Hirnfunktion selber kaum bemerken oder darunter leiden. Statt sich intensiv damit zu beschäftigen, bagatellisieren sie eher die Probleme oder versuchen sich keine Schwierigkeiten anmerken zu lassen. Häufig sind bei ihnen dann die Fähigkeiten zum Zurechtfinden im Alltag stark abgebaut bevor sie überhaupt Hilfe aufsuchen würden.
Die gute Nachricht für Patienten mit depressiven Störungen ist also, dass man gerade die Konzentrationsprobleme gut behandeln kann und mit einer vollständigen Rückbildung zu rechnen ist.
Depressionen bei Demenz
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