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Abstrakt: Warum sollte man von Benzodiazepinen (Valium, Xanax, Rohypnol, etc.) loskommen? Welches sind die Symptome eines Entzugs?

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Symptome eines Entzuges von Valium oder Xanax

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Erstfassung: 26 Nov 2006. Geändert: 08 Jun 2008.

Warum sollte man von Benzodiazepinen loskommen? Wie schwierig ist der Entzug von Xanax, Valium, Rohypnol und anderen Benzodiazepinen? Welches sind die Symptome des Xanax/Valium/Rohypnol/Oxazepamentzuges?

Antwort:
Der Langzeitgebrauch von Benzodiazepinen kann eine Reihe unerwünschter Effekte auslösen, wie z.B. ein schlechtes Gedächtnis und eine schlechte Auffassungsgabe, emotionales Abstumpfen, Depression, gesteigerte Angst, körperliche Symptome und Abhängigkeit. Alle Benzodiazepine können diese Wirkungen haben, gleichgültig, ob sie als Schlaftabletten oder angstlösende Mittel genommen werden.

Desweiteren gibt es Anzeichen dafür, dass Benzodiazepine nach einigen Wochen oder Monaten regelmäßiger Einnahme wirkungslos werden. Sie verlieren viel an Wirkung wegen der Entwicklung einer Toleranz. Wenn eine Toleranz entsteht, können Entzugserscheinungen auftreten, obwohl der Verwender das Mittel weiter einnimmt. Die Symptome, unter denen viele Langzeitverwender leiden, sind jedoch eine Mischung nachteiliger Wirkungen des Mittels und "Entzugs"erscheinungen aufgrund einer Toleranz. Das "Komitee für Arzneimittelsicherheit" und das Royal College für Psychiater in Großbritannien ist in verschiedenen Stellungnahmen (1988 und 1992) zu dem Ergebnis gekommen, dass Benzodiazepine für den Langzeitgebrauch ungeeignet sind und dass sie im Allgemeinen nur für einen Zeitraum von 2-4 Wochen verschrieben werden sollten.

Außerdem haben klinische Erfahrungen gezeigt, dass sich die meisten Langzeitverwender von Benzodiazepinen nach einem Entzug besser fühlen. Viele Verwender berichteten, dass sie erst, als sie die Mittel nicht mehr nahmen, merkten, dass sie sich all die Jahre nicht wirklich wohl gefühlt hatten. Es war, als lüftete sich ein Vorhang oder Schleier von ihren Augen: langsam, manchmal auch plötzlich, wurden die Farben leuchtender, das Gras grüner, der Verstand klarer, die Stimmung verbesserte sich, und die körperliche Vitalität kam zurück.

Es gibt also gute Gründe für Langzeitverwender, mit den Mitteln aufzuhören, wenn sie nicht zufrieden mit der Medikation sind. Viele Menschen fürchten sich vor dem Entzug, aber Berichte darüber, dass er ein "Gang durch die Hölle" sei, sind übertrieben. Mit einem schrittweisen und individuellen Reduzierungsplan, wie unten betont, kann der Entzug erträglich , ja sogar leicht sein, vor allem, wenn der Patient die Ursache und das Wesen der Symptome, die auftreten, versteht und somit nicht verängstigt ist. Viele "Entzugssymptome" werden schlicht durch die Angst vor dem Entzug hervorgerufen (oder der Angst vor der Angst). Personen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, hatten meist einen zu schnellen Entzug (häufig aufgrund des Rates von Ärzte!) und wurden nicht über die Symptome aufgeklärt. Andererseits können manche Menschen die Benzodizepine absetzen, ohne irgendwelche Symptome zu entwickeln: Laut einiger Experten könnte diese Zahl bei bis zu 50% liegen, sogar nach einem ganzen Jahr durchgehenden Gebrauchs. Doch selbst wenn diese Zahl stimmt (was fraglich ist), ist es unklug, Benzodiazepine abrupt abzusetzen.

Die Vorteile eines Absetzens von Benzodiazepinen heißt aber nicht zwangsläufig, dass jeder Langzeitverwender die Einnahme beenden sollte. Niemand sollte gegen seinen Willen zu einem Entzug gezwungen werden. Tatsächlich ist es so, dass es Menschen, die gegen ihren eigenen Wunsch zu einem Entzug gebracht werden, häufig schlecht ergeht. Auf der anderen Seite stehen die Chancen auf Erfolg für die, die ausreichend motiviert sind, sehr gut. Wie bereits erwähnt, kann fast jeder, der dies wirklich will, von Benzodiazepinen loskommen. Es hängt von Ihnen ab.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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