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Abstrakt: Paranoide Persönlichkeitsstörung : Grundsätzliche Störung im Interaktionsverhalten mit paranoider Bewertung des Verhaltens anderer Menschen.

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Paranoide Persönlichkeitsstörung

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Geschrieben von: Tasja Klausch
Erstfassung: 01 Jan 2007. Geändert: 16 Jan 2008.

Was ist eine Paranoide Persönlichkeitsstörung ?
Wie unterscheidet sich eine paranoide Persönlichkeitsstörung von einer Psychose / Paranoia?

Antwort:

Paranoide Persönlichkeitsstörung

Als Paranoide Persönlichkeitsstörung (ICD 10 F60.0) wird eie überdauernde und schwerwiegende Störung im zwischenmenschlichen Miteinander bezeichnet, die durch ein in mehreren Lebensbereichen und Situationen durchgängig bestehendes Misstrauen gegenüber anderen Personen und deren angeblich feindseligen bzw. kränkenden Verhaltensweisen geprägt ist. Der Begriff "Persönlichkeitsstörung ist zunächst nicht unbedingt gleichbedeutund mit dem umgangssprachlichen Verständnis. Vielmehr wird damit eine Interaktionsstörung bezeichnet, bei der die Betroffenen aufgrund ihrer lebenslangen Erfahrungen und innerer Schemata und Grundüberzeugungen die Reaktionen anderer Menschen in einer ganz bestimmten, leider aber starren und wenig anpassungsfähigen Art, interpretieren und sich dementsprechend verhalten.

Für die Angehörigen bzw. Menschen im Umfeld einer betroffenen Person erscheinen Klienten mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung häufig als sturr bzw. rechthaberisch, da sie auf ihre Rechte bzw. Standpunkte beharren und andererseits stark anklagend gegen andere Menschen sein können.

Menschen mit einer paranoide Persönlichkeitsstörung sind misstrauisch und sie neigen dazu ihre Erfahrungen sehr negativ, manchmal auch zynisch, zu bewerten. Da sie ständig erwarten, dass man sie über das Ohr haut und hinter ihrem Rücken Verschwörungen schmiedet, sind sie ständig auf der Suche nach Anzeichen für derartige negative Verfolgung. Kein Wunder, wenn dann Familienangehörige oder Arbeitskollegen sich tatsächlich auch einmal dementsprechend verhalten - und sei es nur, um den ständigen Verdächtigungen mal zu entgehen. Selbst neutrale oder auch sehr freundlich gemeinte Handlungen von anderen Menschen werden von einem Patienten mit einer paranoiden Persönlichkeit zunächst als feindlichen Akt oder Trick angesehen. Die Betroffenen zweifeln die Loyalität anderer Personen sogar völlig grundlos bzw. bei den kleinsten Anlässen an und können daher nur selten längere vertrauensvolle Beziehungen aufrechterhalten.

Andererseits können sie schlecht mit Kritik und Zurückweisung umgehen. Diese besondere Empfindlichkeit steht im Gegensatz zu den häufig harrschen Reaktionen, die sie anderen Menschen gegenüber zeigen. Häufig wirken sie rechthaberisch und egozentrisch, Hilfe oder Ratschläge von anderen Menschen werden nicht angenommen. Vielmehr befürchten sie, dass jegliche Information gegen sie benutzt werden könnte.

Unterschied zur paranoide Schizophrenie

Eine paranoide Persönlichkeitsstörung hat primär nichts mit einer paranoide Schizophrenie bzw. Psychosen zu tun. So fehlen z.B. Wahnsymptome oder Halluzinationen, auch typische formale und inhaltliche Denkstörungen sind anders. Die Persönlichkeitsstörung ist vielmehr stark an sog. Interaktionssituationen im Umgang mit anderen Menschen gebunden. Um die Diagnose Paranoide Persönlichkeitsstörung zu stellen, müssen andere psychische Störungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen werden. Hierzu gehören neben der Schizoprenie (Mehr), schwere depressive Störungen mit psychotischen Merkmalen (mehr), oder andere psychotische Störungen bzw. organische Störungen mit psychotischen Symptomen

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