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Abstrakt: Symptome und Behandlung einer Bronchtis

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Bronchitis

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Erstfassung: 2016-05-28. Geändert: 2016-06-03.

Was ist eine Bronchtis ?

Antwort:

Was ist eine Bronchitis?

Bei einer Bronchtis liegt eine Entzündung der Bronchien vor. Diese kann sowohl akut als auch chronisch sein. Während Erstere eine durch zumeist Viren entstandene Entzündung der unteren Atemwege darstellt und mit den typischen Symptomen Husten, Auswurf und Fieber einhergeht, zeichnet sich die chronische Bronchtis durch langanhaltende Symptome wie andauernden Husten mit weißlichem Auswurf aus.

Bronchien – was ist das?

Die Bronchien sind die ersten größeren Verästelungen innerhalb der Lunge. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Verteilung der Luft, sondern auch deren Erwärmung und Reinigung. Die Luftkanäle sind daher mit einer Schleimhaut überzogen. Mithilfe von kleinsten Flimmerhärchen sorgen sie dafür, dass die mit der Luft eingeatmeten Schmutzpartikel, Pollen und Krankheitserreger kleben bleiben – später können sie aus dem Körper abtransportiert werden.

Die Bronchialschleimhaut ist jedoch leicht reizbar: Viren, seltener Bakterien und äußerliche Einflüsse, zum Beispiel Rauch, können eine Entzündung hervorrufen. Ist dies der Fall, spricht man von einer Bronchitis (Bronchialkatarrh).

Die akute Bronchtis – Ursachen und Symptome

Typische Symptome der akuten Bronchitis:

  • Husten

  • Auswurf

  • Atemgeräusche (Stridor)

In der Regel entsteht eine Bronchitis durch eine Infektion, die im Rahmen einer Erkältung oder anschließend an eine solche auftritt. Viren wie Adeno- oder Rhinoviren befallen die Schleimhaut der Bronchien, vermehren sich und lösen eine Entzündung der Atemwege im Bereich der Bronchien aus.

Da eine akute Bronchtis meist mit einer Erkältung mit Viren einhergeht, besteht die Gefahr einer Ansteckung. Über die Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Niesen oder Husten, gelangen die Erreger in die Luft und von dort in die Atemwege anderer Personen. Eine Übertragung ist ebenfalls über das Anfassen von Gegenständen wie Türklinken (Schmierinfektion) möglich.

Wissenswert: Seltener verursachen Bakterien eine akute Bronchitis. In Folge einer sogenannten Superinfektion mit Virusinfekt kann es zu einem Befall mit Bakterien kommen; die von den Viren angegriffene Schleimhaut bietet bakteriellen Erregern wie Streptokokken einen geeigneten Nährboden.

 

Bemerkbar macht sich die akute Bronchtis zu Beginn mit einem trockenen Husten, der recht schmerzhaft sein kann. Zu diesem Symptom gesellt sich im weiteren Verlauf Schleimauswurf (Sputum) hinzu: Der Auswurf verändert sich in Beschaffenheit und Farbe von anfangs schleimig-glasig hin zu einem gelblich-grünlichem Auswurf. Ist die Schleimbildung sehr stark, kann es zudem zu hörbaren Atemgeräuschen kommen – die Atemwege sind verengt. Liegt neben der akuten Bronchitis eine generelle Erkrankung des Körpers vor, kann als weiteres Symptom Fieber auftreten.

Die chronische Bronchtis – Ursachen und Symptome

Typische Symptome der chronischen Bronchtis :

  • Produktiver Husten mit weißlichem Auswurf

  • Fortschreitender Verlauf bei Nichtbehandlung bis hin zu Atemnot

Bei einer chronischen Bronchitis liegt eine andauernde Entzündung der Atemwege im Bereich der Bronchien vor. Als chronisch gelten solche, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Es liegt ein produktiver Husten länger als drei Monate vor.

  • Die Symptome ttreten in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren auf.

Gegenüber einer akuten Bronchtis , die meist durch virale Erreger ausgelöst wird, ist eine chronische Bronchitis nicht ansteckend. Der Grund: Als Hauptursache der chronischen Entzündung gilt das Rauchen; Betroffene sind überwiegend Raucher bzw. Ex-Raucher. Daneben können auch andere Ursachen vorliegen, die allerdings seltener sind – zum Beispiel:

  • Belastung mit Feinstaub, beispielsweise im Bergbau

  • Luftverschmutzung

  • Erbliche Faktoren

  • Atemwegseinengung und -kompression

Diese Faktoren können den Reinigungsprozess der Bronchien beschädigen. Vor allem nachts sammelt sich dann vermehrt Schleim an, der morgens zum typischen Abhusten führt.

 

COPD – Chronisch-obstruktive Bronchitis

Unterschieden wird die chronische von der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD = chronic obstructive pulmonary disease). Bei Letzterer sind die Atemwege dauerhaft verengt (Obstruktion); dafür sorgen in Kombination die angeschwollenen Schleimhäute und die vermehrte Schleimbildung. Im weiteren Verlauf kann es zu immer stärkeren Strömungsbehinderungen in den Atemwegen kommen. Als Folge zeigt sich Atemnot zunächst nur bei körperlicher Belastung, im weiteren Verlauf wird diese auch im Ruhezustand ausgelöst.

Bronchitis behandeln – was ist zu tun?

Um die Auswirkungen der Bronchitis zu minimieren bzw. zu verhindern, ist eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung notwendig.

Die Symptome einer akuten Bronchitis verschwinden in der Regel nach einigen Tagen von selbst wieder. Dennoch können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um die Genesung voranzutreiben. Dabei stehen an erster Stelle: die Beschwerden lindern und den Körper bei der Abwehr unterstützen.

Unter anderem bedeutet dies einen Verzicht auf Nikotinrauch bzw. andere schädigende Stoffe, damit die angeschlagene Schleimhaut der Bronchien nicht noch weiter gereizt wird. Darüber hinaus sollten Sie auf

  • körperliche Ruhe achten,

  • viel trinken

  • und Dampf-Inhalationen durchführen, um den Schleim zu lösen.

Wissenswert: Die Gabe von Antibiotika ist im Fall einer durch Viren ausgelösten Bronchitis nicht vorgesehen. Da es allerdings zu einer bakteriellen Superinfektion kommen kann, ist es mitunter möglich, dass der Arzt Antibiotika verschreibt.

Darüber hinaus können Sie, wenn Sie trockener Husten plagt, auf hustenreizlindernde Mittel (Antitussiva) zurückgreifen. Ist der Husten jedoch gelöst, greifen Sie besser zu schleimlösenden und auswurffördernden Mitteln (Expektoranzien). Dies soll für eine Verflüssigung und Abtransportes des Schleims sorgen.

Bei einer chronischen Bronchtis lassen sich die Symptome – sofern Sie Raucher sind – meist nur mit einem vollständigen Verzicht behandeln. Ebenfalls sind andere schädigende Reizstoffe, zum Beispiel am Arbeitsplatz, zu vermeiden. Die weiterführende Behandlung sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen.  

 

 

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