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Abstrakt: Wie sehen meine Erfahrungen mit dem Umgang auf Belastungen im Vergleich zu anderen Betroffenen aus? Vor wenigen Monaten bin ich aufgrund starker beruflicher Überlastung und der zusätzlichen Pflege meiner kranken Schwiegermutter (Alzheimer) zusammengebrochen. Ich habe schwere Schlafstörungen bekommen, habe ohne Grund tagsüber geheult und war ständig gereizt. Zwischenzeitlich geht es mir besser, seitdem die Schwiegermutter in einem Altersheim gepflegt wird. Dennoch glaube ich, dass andere Menschen sicher viel mehr aushalten könnten. Muss ich mich nur einfach mehr zusammenreissen?

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Erfahrungen mit Anpassungsstörungen

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Geschrieben von: Martin Winkler

Wie sehen meine Erfahrungen mit dem Umgang auf Belastungen im Vergleich zu anderen Betroffenen aus? Vor wenigen Monaten bin ich aufgrund starker beruflicher Überlastung und der zusätzlichen Pflege meiner kranken Schwiegermutter (Alzheimer) zusammengebrochen. Ich habe schwere Schlafstörungen bekommen, habe ohne Grund tagsüber geheult und war ständig gereizt. Zwischenzeitlich geht es mir besser, seitdem die Schwiegermutter in einem Altersheim gepflegt wird. Dennoch glaube ich, dass andere Menschen sicher viel mehr aushalten könnten. Muss ich mich nur einfach mehr zusammenreissen?

Antwort:
Es ist häufig zu beobachten, dass Menschen bis an den Rand oder darüber hinaus eigene Bedürfnisse vernachlässigen. Hierbei spielen einerseits reale Lebenssituationen und Anforderungen, aber auch Persönlichkeitsmerkmale, die eigene Bedürfnisse und Grenzen immer hinten an stellen, eine Rolle.

Auch wenn man sicher keine Verallgemeinerungen vornehmen sollte und kann, so fallen doch bei Patientinnen und Patienten mit Anpassungsstörungen häufig rigide Pflichterfüllung oder Perfektionismus bis hin zu zwanghaften Verhaltensweisen auf. Dagegen sind Genuss- und Entspannungskompetenzen eher gering ausgeprägt. Es gelingt vielen Betroffenen nicht, eigene Bedürfnisse angemessen wahrzunehmen bzw. gegenüber nahen Familienmitgliedern (Partner, Eltern, Kinder) durchzusetzen oder auch nur zu äußern.

Hieraus resultiert häufig Verzerrungen der Wahrnehmung und auch typische Denkverzerrungen. Danach werden eigene Leistungen und Anstrengungen abgewertet oder als "selbstverständlich" angesehen. Andererseits fühlt man sich als Mensch persönlich für Leid oder nicht-erledigte Aufgaben verantwortlich, während man anderen Menschen ein grosses Mass persönlicher Freiheiten und Fehler zubilligt. Die Patienten selber erwarten von sich dagegen 150% Leistungen und merken dann nicht, dass sie sich weit über ihre Belastungsgrenzen überfordert haben.

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