Jeder Mensch hat im Alter eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit, so dass Gedächtnis und andere kognitive Funktionen nachlassen.
Als Demenz wird eine über die Altersnorm hinausgehende Beeinträchtigung des Gedächtnisses und des Denkvermögens bezeichnet, die zu erheblichen Beeinträchtigungen der Alltagsaktiviäten führt.
Typische Frühsymptome sind uncharakteristisch und häufig erst im Verlauf von mehreren Monaten rückwirkend einer dementiellen Entwicklung zuzuorden:
Empfindlichkeit und veränderte Stimmung (niedergeschlagen, affektlabil)
Abneigung gegen Neues und Veränderungen
leichte Konzentrationsstörungen und Merkstörungen
Antriebsminderung und Veränderung von üblichen Gewohnheiten
Verarmung der geistigen Fähigkeiten bei gleichzeitiger Bagattelisierung von Einbussen
Probleme wesentliche von unwesentliche Informationen zu trennen
Weitschwefigkeit oder aber auch Einengung des Denkens
sozialer Rückzug
Im Verlauf wird dann deutlicher, dass besonders die Merkfähigkeit für neue Informationen nicht adäqat in das Kurzzeitgedächtnis aufgenommen werden ("Vergesslichkeit"), oder aber der Zugriff auf frühere Informationen nicht mehr gelingt. Hierbei sind besonders zeitliche Zuorndungen (Zeitgitterstörungen) charakteristisch. Dagegen weisen Orientierungsstörungen für Ort, Zeit und Person bereits auf höhergradige dementielle Syndrome hin.