Natürlich kann es vielfältige Ursachen für die auffällige Verhaltensänderung ihrer Frau geben. Dazu können natürlich auch "normale" Partnerschaftskonflikte gehören oder kurzzeitige extreme Reaktionen im Rahmen von Belastungsproblemen oder einem Suchtproblematik.
Nach den Schilderungen wäre aber durchaus auch eine sog. paranoide Psychose zu erwägen. Leider ist es durchaus häufig so, dass Patienten ihre vom Psychiater verordnete Medikation nicht regelmässig einnehmen, eigenständig runter dosieren oder aber heimlich verschwinden lassen. Im Zusammenhang mit Belastungen oder Veränderungen kann dann ein erneuter Schub einer Schizophrenie auftreten.
Leider haben die Betroffenen dann zumeist keinerlei Einsichtsfähigkeit in das Krankheitsgeschehen und werten auch gut gemeinte Nachfragen oder Hilfsangebote ihres Umfeldes im Rahmen der psychotischen Denk- und Wahrnehmungsveränderungen als Angriff oder Beeinträchtigung.
Typische Symptome sind dann u.a. :
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Veränderungen im normalen Verhalten mit verstärkter Reizbarkeit, Konzentrationsminderungen, erhöhter Empfindlichkeit
- Absonderliches Verhalten (z.B. verstärkte Kontrolltätigkeiten, Verschliessen)
- Schlafstörungen
- Beeinträchtigungs- und Verfolgungserleben
- Auffällige Veränderungen des Essverhaltens (z.B. aus Angst vor Vergiftungen)
- Sozialer Rückzug und Stimmungsveränderungen
In aller Regel sollten betroffene Patienten (und ihre Angehörigen) die individuellen Frühwarnzeichen einer erneuten psychotischen Symptomatik kennen bzw. erkennen lernen.
Treten entsprechende Symptome auf, wäre eine fachärztliche Vorstellung und u.a. Überprüfung des Medikamentenspiegels angezeigt.