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Abstrakt: Können Ehekonflikte durch eine erneute Phase einer Schizophrenie verursacht sein?

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Ehekonflikte und Schizophrenie

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 26 Mrz 2003. Geändert: 05 Jun 2003.

Können Ehekonflikte durch eine erneute Phase einer Schizophrenie verursacht sein? Meine Frau leidet seit dem frühen Erwachsenenalter unter einer Schizophrenie und wird seither mit Medikamenten (atypisches Neuroleptikum) behandelt. Seit einigen Wochen ist sie übermässig eifersüchtigt, reagiert gereizt und aggressiv und beschuldigt mich, eine Verschwörung gegen sie zu initiieren und sie vergiften zu wollen. Kann dies Anzeichen einer erneuten Psychose sein?

Antwort:
Natürlich kann es vielfältige Ursachen für die auffällige Verhaltensänderung ihrer Frau geben. Dazu können natürlich auch "normale" Partnerschaftskonflikte gehören oder kurzzeitige extreme Reaktionen im Rahmen von Belastungsproblemen oder einem Suchtproblematik.

Nach den Schilderungen wäre aber durchaus auch eine sog. paranoide Psychose zu erwägen. Leider ist es durchaus häufig so, dass Patienten ihre vom Psychiater verordnete Medikation nicht regelmässig einnehmen, eigenständig runter dosieren oder aber heimlich verschwinden lassen. Im Zusammenhang mit Belastungen oder Veränderungen kann dann ein erneuter Schub einer Schizophrenie auftreten.

Leider haben die Betroffenen dann zumeist keinerlei Einsichtsfähigkeit in das Krankheitsgeschehen und werten auch gut gemeinte Nachfragen oder Hilfsangebote ihres Umfeldes im Rahmen der psychotischen Denk- und Wahrnehmungsveränderungen als Angriff oder Beeinträchtigung.

Typische Symptome sind dann u.a. :

  • Veränderungen im normalen Verhalten mit verstärkter Reizbarkeit, Konzentrationsminderungen, erhöhter Empfindlichkeit
  • Absonderliches Verhalten (z.B. verstärkte Kontrolltätigkeiten, Verschliessen)
  • Schlafstörungen
  • Beeinträchtigungs- und Verfolgungserleben
  • Auffällige Veränderungen des Essverhaltens (z.B. aus Angst vor Vergiftungen)
  • Sozialer Rückzug und Stimmungsveränderungen

In aller Regel sollten betroffene Patienten (und ihre Angehörigen) die individuellen Frühwarnzeichen einer erneuten psychotischen Symptomatik kennen bzw. erkennen lernen.

Treten entsprechende Symptome auf, wäre eine fachärztliche Vorstellung und u.a. Überprüfung des Medikamentenspiegels angezeigt.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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