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Abstrakt: Der Schmerz, der beim Haareziehen entsteht, stimuliert das "Belohnungszentrum" im Gehirn. Die Behandlung ähnelt der von Personen, die Drogenbhängig sind oder jenen, die sich selbst scheiden. Ziel einer Therapie ist es, das schädigende Verhalten abzustellen und die dem Verhalten zugrunde liegenden Angstgefuehle zu erkennen.

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Ursache von Trichotillomanie; Frau, die sich die Haare ausreisst

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Frage(n):
Geschrieben von: Gunborg Palme, certified psychologist and certified psychotherapist, teacher and tutor in psychotherapy.
Erstfassung: 21 Okt 2003. Geändert: 25 Jul 2005.

Meine Verlobte sucht schon seit einigen Jahren nach einer Behandlung von Trichotillomanie, hat aber immer noch nichts gefunden, was ihr helfen kann. Kennen Sie eine Moeglichkeit, Trichotillomanie zu behandeln?

Antwort:
Trichotillomanie: Die betroffene Person zieht so stark an ihren Haaren, dass es zu sichtbarem Haarverlust kommt. Sie empfindet vorher eine immer groesser werdende Spannung und waehrend sie dann ihre Haare ausreisst, Befriedigung und Erleichterung.

Kognitive Therapie, Gestalttherapie oder SSRI-Medikamente können helfen.

Die Idee, die hinter der psychotherapeutischen Behandlung steht, ist, der Patientin beizubringen nicht mehr mit Haareausreissen zu reagieren, wenn sie in einer angespannten, unangenehmen Situation ist. Stattdesen soll ihr beigebracht werden, das unangenehme Gefuehl, dass hinter der schädigenden Handlung liegt zu erkennen.

Trichotillomanie ähnelt stark dem Krankheitsbild von Menschen, die sich selbst mit Rasierkingen (o.ä.) schneiden. Der Schmerz setzt bestimmte Reaktionen in Gang, die das "Belohnungszentrum" im Gehirn stimulieren.

Wenn Ihre Verlobte niemanden findet, der ihr helfen kann, muss sie sich selbst helfen. Mit ihrer Einwilligung können Sie, oder jemand anderes, die Hände ihrer Verlobten zusammenbinden, so dass sie sich nicht die Haare ausreissen kann. Sagen sie ihr, dass sie sich aufs Bett legen soll und ihre unangenehmen Gefuehle wahrnehmen soll. Sie wird sich möglicher Weise so fuehlen, als ob sie verrueckt werden wuerde, aber das wird sie nicht. Sie muss endlich lernen, ihre Qualen auszuhalten und sich nach und nach zu beruhigen. Dies ist so ähnlich wie mit dem Rauchen aufzuhören: Es ist sehr schwer, aber auf jeden Fall möglich! Wiederholen Sie diese Behandlung, bis sie aufhört, sich die Haare auszureissen. Sie könnte auch tagsueber mit zugeschnuerten Handschuhen herumlaufen, damit sie sich nicht mehr an den Haaren zieht, bis sie diese schlechte Angewohnheit aufgegeben hat.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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