Histrionische Persönlichkeitsstörung
früher auch "hypsterische Persönlichkeit" oder auch "infantile Persönlichkeitsstörung" bezeichnet
Der Begriff leitet sich letztlich von dem griechischen Begriff "histrione" = Schauspieler im antiken Rom ab. Menschen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung haben einen extremen Drang sich und ihr Aussehen mit dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und Zuwendung in den Mittelpunkt zu stellen.
Häufig sind dabei übertrieben starke Gefühle oder auch ein sexualisiertes Verhalten bzw. stark verführerisches Auftreten zu beobachten.
Natürlich spricht man nur dann von einer histrionischen Persönlichkeitsstörung, wenn im zwischenmenschlichen Verhalten dies überdauernd und nicht situationsangemessen passiert und Leidensdruck für die Betroffenen bzw. ihr Umfeld entsteht.
Icd 10 Kriterien der histrionischen Persönlichkeitsstörung F60.4
Mindestens 3 der folgenden Merkmale sollten erfüllt sein :
Dramatisierung bezüglich der eigenen Person, theatralisches Verhalten, übertriebener Ausdruck von Gefühlen
Leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen (Suggestibilität)
Sehr oberflächliche Gefühle, labile Affektivität, d.h. stark schwankend und überdramatisierend dargestellte Emotionen
Andauernder Drang nach Anerkennung bzw. Lob und Aktivitäten, bei denen die betreffende Person im Mittelpunkt stehen will.
Unangemessen verfüherisch in Erscheinung und Auftreten
Übermässiges Interesse an körperlicher Attraktivität