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Abstrakt: SSRI und Venlafaxin können eine Auswirkung auf Natrium im Blut haben und eine Hyponatriämie verursachen. Dies wird auf eine Beeinflussung des ADH Hormons (SIADH) zurückgeführt.

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SSRI und Natrium / Hyponatriämie bei SIADH

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Geschrieben von: Dr. Martin Winkler
Erstfassung: 24 Jan 2007. Geändert: 24 Jan 2007.

Können niedrige Natriumwerte im Blut mit der Einnahme von einem SSRI (z.B. Citalopram) zusammenhängen?
Welche Nebenwirkung haben SSRI / Venlafaxin auf die Blutsalze?

Ich nehme seit einigen Wochen einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Cipramil). Jetzt hat man zufällig vor einer Operation zu niedrige Natriumwerte im Blut gemessen. Gibt es da einen Zusammenhang?

Antwort:
Neuere Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer bzw. Kombinationspräparate (Noradreanlin-/Serotonin Wiederaufnahmehemmer) sind gerade in der Behandlung von älteren Patienten mit Depressionen bei den Ärzten beliebt. Dies liegt massgeblich daran, dass sie wenig Nebenwirkungen am Herz-Kreislaufsystem haben bzw. kaum Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen. Zudem haben sie eine hohe therapeutische Sicherheit, d.h. auch bei einer Einnahme einer zu grossen Menge bzw. Auslassen einer Dosis passiert in aller Regel keine grössere Schädigung.

Eine noch nicht bei allen bekannte Komplikation gerade bei älteren Patienten ist jedoch ein Mangel des Blutsalzes Natrium. Die Hyponatriämie (= zuwenig Natrium im Blut) wird auf eine Beeinflussung des sog. Antidiuretischen Hormons (ADH) zurückgeführt. Man nennt dieses Syndrom auch SIADH = Syndrom der inadäquaten ADH-Ausschüttung. Die Folge sind erniedrigte Natriumspiegel, die durchaus eine Gefahr für die Patienten darstellen.

Man geht davon aus, dass diese Problematik bei praktisch allen SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Sertralin oder Paroxetin) und den NSRI (Venlafaxin) auftritt. Als Konsequenz sollte der Hausarzt oder Psychiater regelmässig die Blutsalze kontrollieren. Sollten anhaltend niedrige Natriumwerte auffallen, ist ein Wechsel der Medikation wahrscheinlich erforderlich. In aller Regel bessert sich die Symptomatik bzw. die Blutwerte innerhalb von 2 Wochen.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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