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Abstrakt: Desipramin ist ein tricyclisches Antidepressivum, das heute nur noch selten eingesetzt wird. Neben Depressionen könnten ADHS oder auch Enuresis Indikationen sein. Nebenwirkungen sind zu beachten

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Desipramin bei Depressionen

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Geschrieben von: Dr. Martin Winkler
Erstfassung: 04 Feb 2007. Geändert: 06 Mrz 2007.

Was ist Desipramin ? Welche Nebenwirkungen hat das Antidepressivum Desipramin

Antwort:

Desipramin (Petylyl) (25 mg)

Nicht selektiver Monoamin-Wiederaufnahme-Hemmer = Antidepressivum


Anwendung und Dosierung

Depressive Syndrome gelten als die Hauptanwendungsgebiete dieses tricyclischen Antidepressivum. Heute wird es in der klinischen Praxis jedoch nur noch recht selten angewandt. Eine Sonderindikation kann die Behandlung von ADHS (Hyperkinetisches Syndrom) im Einzelfall sein.

Übliche Dosierungen liegen im ambulanten Bereich zwischen 50 und 150 mg / Tag. Unter stationären Bedinungen in einer psychiatrischen Fachklinik könnten auch höhere Dosierungen einmal vorkommen (bis 250 mg), doch wird man heute wohl eher anderen Präparaten den Vorzug geben.

Gegenanzeigen / Nebenwirkungen

Hauptproblem von tricyclischen Antidepressiva sind sog. anticholinerge Nebenwirkungen. Hierzu gehören u.a.
- Mundtrockenheit
- akuter Harnverhalt bzw. Blasenentleerungsstörungen
- Herzrhythmusstörungen (z.B. AV-Blockierungen)
- Ileus (medikamentös ausgelöste Verdauungsbeschwerden bis zum Darmverschluss)
- Leberwertveränderungen / Leberzellschädigungen
- erhöhte Krampfbereitschaft
- Blutbildstörungen


- Kreislaufbeschwerden / Schwindelsymptome
- Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens



Diese Medikation kann man nicht mit MAO-Hemmern kombinieren (was aber eigentlich auch nie angedacht werden würde.


In der Schwangerschaft bzw. Stillzeit gibt man diese Medikation natürlich auch nicht. Bei Kindern und Jugendlichen ist nur im Ausnahmefall eine Behandlung angezeigt.



Bei älteren Patienten ist ebenfalls besondere Sorgfalt und ggf. eine Dosisreduktion angezeigt.



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