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Abstrakt: Depressionen und Arbeitsunfähigkeit : Wann sollte man sich wegen Depressionen krankschreiben lassen

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Depressionen und Arbeitsunfähigkeit im Beruf

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Geschrieben von: Dr Martin Winkler
Oberarzt Psychosomatik Saale Klinik 1 Bad Kösen
Erstfassung: 2013-10-25. Geändert: 2013-10-25.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Depressionen und Arbeitsfunfähigkeit?

Kann man sich wegen Depressionen durch Arbeitsplatzprobleme krank schreiben lassen ?

Wann sollte man sich wegen Depressionen krank schreiben lassen

Antwort:
Inzwischen sind Depressionen bzw. psychische Probleme wie Burnout, Erschöpfungssyndrome oder ähnliche Probleme eine der häufigsten Ursachen für längerfristige Arbeitsunfähigkeit.

Neben chronischen Rückenschmerzen bedroht also eine nicht ausreichend bzw. frühzeitig behandelte depressive Störungen eine der häufigsten Ursachen für eine Krankmeldung über mehrere Wochen oder Monate. Nicht selten ist dann aber auch dauerhaft die Leistungsfähigkeit im Beruf gefährdet.

In einer aktuellen Studie wurde in England nachgewiesen, dass 13 Millionen Arbeitstage durch Krankschreibungen bei Depressionen auftraten. Das entsprach allein fast einer Woche auf alle Arbeitnehmer bezogen !

Ähnlich dürfte es auch in Deutschland aussehen

Probleme einer Krankschreibung bei Depressionen durch Arbeitsplatzkonflikte

Wenn sich Probleme am Arbeitsplatz durch Überforderung oder Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen am Arbeitsplatz ergeben, hat eine Krankschreibung nicht nur Vorteile. In aller Regel hilft nämlich die Herausnahme aus der Konfliktsituation nur sehr selten, dass sich etwas ändern kann.
Kurzfristig mag eine gewisse Entlastung auftreten, die depressive Symptomatik ändert sich nur sehr selten. Hier wäre dann eine störungsspezifische Therapie mit Psychotherapie bzw. Anleitung zur Konfliktklärung erforderlich, die aber so zeitnah selten möglich ist.

Wann sollte man sich wegen Depressionen krank schreiben lassen


Zur kurfristigen Entlastung von wenigen Tagen kann eine Krankschreibung sicher ein probates Mittel sein. Allerdings sollte man sich keine Wunder dadurch erwarten. In aller Regel ändert sich eben gar nichts. Längerfristige Krankschreibung bei Depressionen durch Arbeitsplatzprobleme sollten dann frühzeitig Anlass sein, sich mit dem Arbeitgeber bzw Betriebsarzt über Möglichkeiten der Konfliktlösung zu treffen !

Sollte nicht zeitnah eine ambulante Psychotherapie bzw. teilstationäre Behandlung in einer psychiatrischen Tagesklinik möglich sein, wäre auch bei einer derartigen Problematik eine medizinische Rehabiliation in einer Psychosomatischen Fachklinik sinnvoll.
Hier stehen spezielle Therapieangebote für Depressionen am Arbeitsplatz bzw. entsprechende Berufsprobleme aufgrund von Stress, Burnout oder Überforderung mit Erschöpfungsproblemen zur Verfügung.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns
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