Gesundheit Fragen
filler
Start Suche Themen Forum Psychologie Arzt Beratung online Neu Login/out Privat

 Gehe zu:
 Superfolder Neue Frage 

 Sie sind hier Antworten  Fragen zu psychischen Problemen

AKTUELL:
WEITER

THEMEN

Panikstörung : Verhaltenstherapie bei Angst

Schreiben sie eine Frage  locale Hilfe Info

Anfang Top Diskussion Diskussion Experten fragen Fragen an die Experten  printer Drucken
Frage(n):
Geschrieben von: Martin Winkler, Psychiatrist
Erstfassung: 26 Nov 2006. Geändert: 03 Jan 2007.

Was passiert in der Verhaltenstherapie bei der Panikstörung / Angsterkrankungen?

Antwort:
Die kognitive Verhaltenstherapie (VT) wird heute als Behandlungsmethode besonders bei der Panikstörung mit und ohne Agoraphobie sowie andere Angsterkrankungen eingesetzt.

Liegen keine weiteren schwerwiegenden Begleitstörungen (wie z.B. schwere Persönlichkeitsstörungen, sekundäre Suchtprobleme durch Medikamente oder Alkohol) vor, lässt sich in einer zeitlich befristeten Therapie von 15-20 Therapiestunden in Einzel- oder auch Gruppentherapie häufig eine deutliche Symptombesserung erzielen. Bis zu 80 Prozent der Patientinnen erzielen in der Psychotherapie der Panikstörung eine deutliche Besserung.

Das Hauptziel der Psychotherapie bei der Panikstörung ist es dabei in der kognitiven VT Gedanken und Grundannahmen zu erkennen, die zur Entwicklung und Aufrechterhaltung bzw. Chronifizierung der Angstproblematik geführt haben. Therapeuten sprechen dabei von einem Teufelskreis der Angst weil unpassende (dysfunktionale) Gedanken (z.B. ausschliesslich negative Sichtweisen, Katastrophisierung, Alles- oder-Nichts-Denken) sowie eine Erwartungsangst und Vermeidungsverhaltens häufig zu einer Aufrechterhaltung und weiteren Verschlimmerung der Symptome führen.

Durch Informationsvermittlung (Psychoedukation) und Anleitungen zur Selbstbeobachtung durch Protokolle, Symptomlisten und praktischen Expositionsübungen lernen die Patienten ihre Grundängste zu erkennen und neue Verhaltensmöglichkeiten in der Bewältigung der angstauslösenden Situationen zu entwickeln. Ganz wesentlich ist z.B. die Erkenntnis, dass die befürchteten Ereignissen (z.b. den Verstand oder die Kontrolle zu verlieren) gar nicht eintreten werden sondern zumeist nur in der eigenen Vorstellung als Katastrophengedanken existieren. In der Therapie werden zielgerichtete Verfahren zur Konfrontation mit der Angst vermittelt (z.B. Expositionsverfahren, Systematische Desensibilisierung, Flooding), die dann die Angstsymptomatik zumeist sogar vollständig beseitigen helfen - zumindest aber einen anderen und besseren Umgang mit Angstsymptomen ermöglichen.

In der Verhaltentherapie der Panikstörung werden verschiedenen Behandlungsbausteine multimodal kombiniert. Hierzu gehören u.a. :

  • Psychoedukation = Informationsvermittlung
  • Selbstbeobachtung : Protokoll von Angstverhalten
  • Entspannungsverfahren
  • Kognitive Umstrukturierung
  • Expositionsverfahren

1. Psychoedukation über Panikstörungen

Zu Beginn der Behandlung einer Angsterkrankung wird der Therapeut zunächst Informationen über die normalen körperlichen Reaktionen des Körpers bei Stress-Reaktionen und im Verlauf einer Angstattacke vermitteln. Dies soll dem Klienten helfen, unberechtigte Katastrophenbefürchtungen durch Missinformation zu korrigieren (z.B. die Angst an einer Panikattacke zu sterben oder dadurch "verrückt" zu werden). In der Informationsvermittlung wird man sich auf möglichst praxisnahe Situationen aus dem Alltag des Patienten konzentrieren. Der Therapeut wird dann die Grundlagen und Therapievoraussetzungen der weiteren Therapiebausteine (speziell auch der Expostionsverfahren) sprechen und mögliche Schwierigkeiten im Therapieprozess erläutern. Schliesslich geht es darum, Frühwarnzeichen von Angstsymptomen nicht nur anhand von körperlichen Symptomen wie Schwindel, Herzrasen, Zittern sondern auch anhand von Gedanken, Gefühlen und typischen Verhalten frühzeitig zu erkennen.

2. Selbstbebachtung / Angstprotokolle Self-monitoring / symptom diary

One of the most effective helps for patients with anxiety symptoms is a diary or protocol of panic attacks. To monitor the occurrence of anxiety symptoms, anxious cognitions and the consequences of changed behaviour (e.g. avoidance behaviour) is very important to get a rational description of the actual problem and to evaluate the treatment process. Patients are informed that this will help in the assessment of the frequency and nature of their panic attacks and provide data regarding the relationship of panic symptoms to internal stimuli (e.g., emotions, images) and external stimuli (situation, behaviour, substances).

More about self-monitoring in Web4Health .
More about a panic diary and an electronic version are provided by the Canadian Paniccenter.net .

3. Breathing retraining

Next, the therapist introduces an anxiety management technique, such as abdominal breathing, to control the physiologic reactivity. The patient is asked to practice this technique daily. Other relaxation techniques (progressive muscle relaxation) are also very good. More.

4. Cognitive restructuring

These techniques are used to identify and counter fear of bodily sensations. Most commonly, such thinking involves overestimation of the probability of a negative consequence and catastrophic thinking about the meaning of such sensations. Patients are encouraged to consider the evidence and to think of alternative possible outcomes following the experience of the bodily cue. Part of this process involves identifying the likely origin of the feared sensations and/or any misinformation about the meaning of the sensations. The cognitive restructuring component of CBT is usually conducted by using a Socratic teaching method.

5. Exposure to fear cues

The final and central component of the treatment involves actual exposure to fear cues. In order to conduct such exposure, the therapist frequently works with the patient to identify a hierarchy of fear-evoking situations. The degree of anxiety elicited in each of these situations is graded on a 0–10 scale, and several situations that evoke anxiety at each level are documented. The patient is then asked to enter situations, usually at the low end of the hierarchy, on a regular (usually daily) basis until the fear has attenuated. The situation that arouses the next level of anxiety is then targeted. Employing more intense initial exposures and not proceeding in a graduated manner, referred to as "flooding," has also been used. Examples of exposures to panic cues are having patients run in place, spin in a desk chair, and breathe through a straw. The cues for panic attacks are generally interoceptive, while those for agoraphobia may be either interoceptive or environmental. nteroceptive exposures are usually conducted in the therapist's office and at home in naturalistic situations. Agoraphobic exposure is best carried out in the actual situation(s).

We are aware of at least to great cognitive behavioural therapy options online. The first one is a very specific program provided by the well known cognitive behavioural expert Prof. Isaac Marks (London). Fearfighter

A Canadian company offers a free cognitive behavioural program for panic disorder. Read more at www.Paniccenter.net.

More about the cognitive-behavioural model of Anxiety (external link): More

More information

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
Anfang Top
Start Suche Themen Foren Expertenrat Neu Login/out Privat
anx-cbt-basic Separator Copyright 2003-2012 Web4Health