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Abstrakt: Oppositionelles Trotzverhalten Definition Symptomatik und Behandlung der bei oppositionellem Trotzverhalten und ADHS

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Oppositionelles Trotzverhalten : Trotz und Aggressionen bei Kindern

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Geschrieben von: Dr Martin Winkler

Erstfassung: 2013-12-26. Geändert: 2014-11-15.

  • Was ist eine Störung mit oppositionellem Trotzverhalten?
  • Was bedeutet ICD 10 F91.3 ?
  • Wie geht man mit starkem Trotz und Aggressionen bei Kindern um ?

Antwort:

Störung mit oppositionellem Trotzverhalten

Die Diagnose der Störung mit oppositionellem Trotzverhalten (im englischsprachigen Raum oppositional defiant disorder ODD) wird besonders im Zusammenhang mit ADHS-Kindern häufig gestellt. Dabei ist es wichtig, ein umgangssprachliches Verständnis von "aufsässig" bzw. "trotzig" von Kriterien der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu unterscheiden.
Für eine klinische Diagnose muss vor dem 9. bis 10 Lebensjahr (also noch vor Einsetzen der Pubertät) ein schwerwiegendes Problemverhalten mit


  • Trotz (aufsässiges und ungehorsames Verhalten)
  • geringe Frustrationstoleranz (Achtung : auch ADHS-Symptom)
  • Missachtung von Regeln und Anforderungen
  • Reizbarkeit
  • schnell ärgerlich

    bestehen.

Die Diagnosesystem DSM-IV bzw. ICD 10 sprechen dann von einer Störung mit oppositionellem Trotzverhalten wenn
„ein Muster von wiederkehrenden negativistischen, trotzigen, ungehorsamen und feindseligen Verhaltensweisen gegenüber Autoritätspersonen, das mindestens sechs Monate andauert [...]."p> Die Störung ist durch häufiges Auftreten von mindestes vier der folgenden Verhaltensweisen gekennzeichnet:

  • Die Betroffenen werden schnell ärgerlich
  • streiten sich mit Erwachsenen
  • widersetzen sich aktiv den Anweisungen oder Regeln von Erwachsenen oder weigern sich, diese zu befolgen = Trotz
  • Sie verärgern andere absichtlich
  • oder schieben die Schuld für eigene Fehler oder eigenes Fehlverhalten auf andere, können den Eigenateil an einem Problemverhalten bzw. Konflikt nicht erkennen
  • Sie sind reizbar oder lassen sich von anderen leicht verärgern
  • sind wütend und beleidigt
  • oder boshaft und nachtragend
Die Diagnose der Störung mit oppositionellem Trotzverhalten (im englischsprachigen Raum oppositional defiant disorder ODD) wird besonders im Zusammenhang mit ADHS-Kindern häufig gestellt. Dabei ist es wichtig, ein umgangssprachliches Verständnis von "aufsässig" bzw. "trotzig" von Kriterien der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu unterscheiden.

Für eine klinische Diagnose muss vor dem 9. bis 10 Lebensjahr (also noch vor Einsetzen der Pubertät) ein schwerwiegendes Problemverhalten mit


  • Trotzverhalten (aufsässiges und ungehorsames Verhalten)
  • geringe Frustrationstoleranz (Achtung : auch ADHS-Symptom)
  • Missachtung von Regeln und Anforderungen
  • Reizbarkeit
  • schnell ärgerlich
    bestehen.

Die Diagnosesystem DSM-IV bzw. ICD 10 sprechen dann von einer Störung mit oppositionellem Trotzverhalten wenn

„ein Muster von wiederkehrenden negativistischen, trotzigen, ungehorsamen und feindseligen Verhaltensweisen gegenüber Autoritätspersonen, das mindestens sechs Monate andauert [...]. Die Störung ist durch häufiges Auftreten von mindestes vier der folgenden Verhaltensweisen gekennzeichnet:

  • Die Betroffenen werden schnell ärgerlich
  • streiten sich mit Erwachsenen
  • widersetzen sich aktiv den Anweisungen oder Regeln von Erwachsenen oder weigern sich, diese zu befolgen
  • Sie verärgern andere vorsetzlich
  • oder schieben die Schuld für eigene Fehler oder eigenes Fehlverhalten auf andere
  • Sie sind reizbar oder lassen sich von anderen leicht verärgern
  • sind wütend und beleidigt
  • oder boshaft und nachtragend

    Um die Diagnose einer Störung mit Oppositionellem stellen, müssen die Verhaltensweisen häufiger auftreten als typischerweise bei Personen vergleichbarer Alters- und Entwicklungsstufe zu beobachten. Sie müssen außerdem zu einer deutlichen Beeinträchtigung in sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsbereichen führen.

    Um die Diagnose einer Störung mit Oppositionellem Trotzverhalten zu stellen, müssen die Verhaltensweisen häufiger auftreten als typischerweise bei Personen vergleichbarer Alters- und Entwicklungsstufe zu beobachten. Sie müssen außerdem zu einer deutlichen Beeinträchtigung in sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsbereichen führen.

    Die Störung mit oppositionellem Trotzverhalten nach ICD 91.3. grenzt sich gegenüber der Störung des Sozialverhaltens vor allem durch das Fehlen von starker körperlicher Aggressivität gegen Personen oder Tiere ab.

    Das Problemverhalten geht weit über das normale Austesten von Grenzen im Rahme der kindlichen Entwicklung hinaus. Es ist also nicht primär eine Frage der Erziehung bzw. der Lebensumstände in der Familie, warum die Symptomatik auftritt.

    Im ICD 10 heisst es dazu :
    " F91.3 Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten Diese Verhaltensstörung tritt gewöhnlich bei jüngeren Kindern auf und ist in erster Linie durch deutlich aufsässiges, ungehorsames Verhalten charakterisiert, ohne delinquente Handlungen oder schwere Formen aggressiven oder dissozialen Verhaltens.

    Für diese Störung müssen die allgemeinen Kriterien für F91.- erfüllt sein: deutlich übermütiges oder ungezogenes Verhalten allein reicht für die Diagnosenstellung nicht aus. Vorsicht beim Stellen dieser Diagnose ist vor allem bei älteren Kindern geboten, bei denen klinisch bedeutsame Störungen des Sozialverhaltens meist mit dissozialem oder aggressivem Verhalten einhergehen, das über Aufsässigkeit, Ungehorsam oder Trotz hinausgeht."

    Erziehungs-Ratgeber für Eltern von Kindern mit oppositionellem Trotzverhalten und anderen Erziehungsproblemen

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