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Gefuehl der Gefuehllosigkeit bei Depressionen - Innere Leere fühlen

Geschrieben von:
Martin Winkler

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Erstversion: 05 Jan 2004. Letzte Veränderung: 19 Sep 2004.

Abstrakt:

Was ist das Gefühl der Gefühllosigkeit bei Depressionen
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Ein wesentliches Merkmal bzw. Leitsymptom der Major Depression kann der Verlust der Gefühle bzw. der normalen Fähigkeit Freude oder Traurigkeit (und natürlich jegliche andere Gefühle) zu spüren oder angemessen zu zeigen. Einige Patienten sprechen dabei vom "Gefühl der Gefühllosigkeit", das sie als innere Leere und Unfähigkeit zum Ausdruck eigener Gefühlsregungen (Emotionen) beschreiben.

Gerade in der Beziehung zu nahen Angehörigen kann dies als besonders belastend für beide Seiten relevant werden. So zweifeln depressive Patienten mitunter an Gefühlen, die sie zuvor ihrem Lebenspartner oder Kindern selbstverständlich gegenüber hatten. Aber auch jeglicher Versuch der Aufmunterung oder eine kleine Freude (z.B. ein Spaziergang, Bilder von den Kindern oder Haustieren) scheinen so überhaupt keine Gefühlsregung mehr zu erzeugen.

Häufig genug fühlen sich die Patienten also innerlich eingebunden ("wie in einer Mauer") und man kann häufig dies an einem starren bzw. salbenartigen Gesichtsausdruck auch äußerlich sehen.

Einigen meiner Patienten gegenüber habe ich versucht, diese Symptomatik mit folgendem Modell zu verdeutlichen:

Es ist also recht typisch, dass sogar zu Beginn einer Therapie (sei es medikamentös oder aber bei einer psychotherapeutischen Behandlung) scheinbar erst Symptome einer depressiven Verstimmung "auftreten". Dies sind dann aber keinesfalls Zeichen einer Nebenwirkung der Therapie, sondern der Beginn der Veränderung, da sich jetzt die Depression langsam lösen und verändern kann.
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Quellen


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