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KOM2002 (plain)  Psychose

Thread Messages in thread:

reply Re: Psychose , ****** , 03 Oct 2004 19:29
plain Psychose , ****** , 03 Oct 2004 13:49
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Psychose
From: ******
Date: Sun, 3 Oct 2004 13:49:25 +0200
Language: German

 


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Bei meinem Sohn(18) ist eine endogene Psychose diagn.Er befindet sich seit ca. vier Wochen in einer Klinik.M.H.von Medikamenten, Ergo-und Arbeitstherapie wird eine Behandlung durchgeführt. Die Krankheit ging einher mit Ängsten, Panik, Wortfindungsstörungen, Unkonzentriertheit und Depressionen, Schlafstörungen bis hin zu der Überlegung, sich das Lebe´n zu nehmen.
Nach fast vier Wochen kann ich bei meinem Sohn keine großartige Besserung erkennnen-außer, dass er nachts größtenteils durchschläft, jedoch häufig mit Alpträumen begleitet.
Die Klinik, in der er sich befindet hat einen guten Ruf, jedoch bezweifele ich nach vierwöchiger Behandlungsmethode den Erfolg dieser.
Ist dieser Behandlungs-und Genehsungsverlauf im Rahmen des Normalen?
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Re: Psychose (Reply to: 34451 from ****** )
From: ******
Date: Sun, 3 Oct 2004 19:29:47 +0200
Language: German

 


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Sie werden sich auf einen möglicherweise chronischen Verlauf der Erkrankung einstellen müssen. Sicherlich sind dabei 4 Wochen eher eine sehr kurze Zeit. In Abhängigkeit von sehr individuellen Faktoren und Auslösern (z.B. drogeninduzierte Psychosen) bzw. einer etwaigen genetischen Veranlagung ist der Verlauf schwer vorher zu sagen.

Die Behandlung wird zunächst in einer angstlösenden Akutmedikation in Kombination mit einem antipsychotischen Mittel (wahrscheinlich ein neueres atypisches Neuroleptikum) bestehen. Diese Medikation kann im Einzelfall zwar sehr schnell greifen, manchmal dauert es halt aber länger bzw. man muss ggf. die Medikation auch wechseln. Zielsetzung ist es zunächst den Schlaf wieder herzustellen und Ängste abzubauen. Häufig fühlen sich ja die Psychose-Patienten selber sonst nicht krank und es kann sein, dass ihr Sohn derzeit auch gar keinen Grund für eine Behandlung einsieht oder z.B. die Medikation nicht nimmt. Oder aber die derzeitige Medikation ist noch nicht voll wirksam oder muss im Verlauf der Behandlung noch angepasst werden.

Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass eine erste psychiatrische Behandlungsphase 3 Monate oder länger stationär erforderlich ist, dann ggf. in eine weitere tagesklinische Behandlung mündet oder aber weitere Rehabilitationsmassnahmen notwendig sind. Leider ist bei einem kleineren Teil der Psychose-Patienten auch unter diese Massnahmen zunächst keine Psychose-Freiheit zu erzielen. Hier bleibt dann eine sehr intensive Betreuung (ggf. betreutes Wohnen) oder speziellere Psychotherapie erforderlich.

Grundsätzlich sollten Sie sich als Angehörige über die Erkrankung und Betreuung informieren. Häufig bieten Kliniken hierzu spezielle Angehörigenseminare an.

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