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KOM2002 (question)  Hilfe bei Depression

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reply Re: Hilfe bei Depression , Martin Winkler , 09 Mar 2007 21:25
reply Re: Hilfe bei Depression , Martin Winkler , 09 Mar 2007 19:59
question Hilfe bei Depression , 75D6708475DD708775A4708E75DB708F75DB7086 , 09 Mar 2007 10:43
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Hilfe bei Depression
From: 75D6708475DD708775A4708E75DB708F75DB7086
Date: Fri, 9 Mar 2007 10:43:02 +0100
Language: German

 


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question
Ich habe einen Bekannten (22 Jahre), der in Zusammenhang mit einer
Psychose eine starke Depression entwickelt hat. Er bekommt Medikamente, welche derzeit reduziert werden, er will diese aber bald ohne ärztlichen Rat gar nicht mehr nehmen, d.h. absetzen.
Es drängt sich der Eindruck auf, als würde er die Depression „kultivieren“. Er erzählt z.B., dass es ihm nur in den depressiven bzw. psychotischen Phasen gut geht. Er will sich nicht helfen lassen, will keine Therapie machen, keine Medikamente nehmen oder ähnliches.

Haben Sie eine Idee oder einen Rat, was man tun kann, wie man ihm helfen könnte??

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Re: Hilfe bei Depression (Reply to: 95785 from 75D6708475DD708775A4708E75DB708F75DB7086 )
From: Martin Winkler
Date: Fri, 9 Mar 2007 21:25:55 +0100
Language: German

 


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Eine Fernbeurteilung ist naturgemäss schwierig. Die häufigste Ursache für Psychosen sind entweder Schizophrenien oder aber drogeninduzierte Psychosen. Eine "endogene" Depression mit psychotischer Dekompensation bzw. Zusatzsymptomatik ist dagegen recht selten.

Um ehrlich zu sein : Ich glaube nicht, dass es um eine "kultivieren" der Depression geht. Eher um eine fehlende Akzeptanz der Erkrankung, d.h. mangelnde Einsichtsfähigkeit in die Notwendigkeit einer regelmässigen Behandlung.

Nun würde man annehmen, dass ihr Bekannter im Rahmen der Behandlung über Psychoedukation über die Behandlung aufgeklärt und motiviert wird. Aber erfahrungsgemäss ist es verdammt schwierig, gerade junge Erwachsene eine Krankheitseinsicht zu vermitteln. Man fühlt sich mit einer Psychose eben nicht unbedingt krank.

Ärzte empfehlen in diesen Fällen entweder Depotspritzen mit atypischen Neuroleptika und / oder die Anbindung an einen sozialpsychiatrischen Dienst bzw. eine Institutsambulanz. Letztlich macht man aber die bittere Erkenntnis, dass es erst zu einem Drehtürpsychiatrieeffekt kommen muss, bis irgendwann die Einsicht wächst, dass Medikation doch bei weitem der bessere Weg ist, selbstbestimmt sein Leben gestalten und leben zu können.

Sie werden ihn kaum zu seinem Glück überreden oder gar zwingen können. Sie könnten allenfalls eine Behandlungsvereinbarung mit ihm abschliessen, dass sie eine Einweisung in eine Klinik veranlassen dürfen, wenn er erneut abrutscht.
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Re: Hilfe bei Depression (Reply to: 95785 from 75D6708475DD708775A4708E75DB708F75DB7086 )
From: Martin Winkler
Date: Fri, 9 Mar 2007 21:25:55 +0100
Language: German

 


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Eine Fernbeurteilung ist naturgemäss schwierig. Die häufigste Ursache für Psychosen sind entweder Schizophrenien oder aber drogeninduzierte Psychosen. Eine "endogene" Depression mit psychotischer Dekompensation bzw. Zusatzsymptomatik ist dagegen recht selten.

Um ehrlich zu sein : Ich glaube nicht, dass es um eine "kultivieren" der Depression geht. Eher um eine fehlende Akzeptanz der Erkrankung, d.h. mangelnde Einsichtsfähigkeit in die Notwendigkeit einer regelmässigen Behandlung.

Nun würde man annehmen, dass ihr Bekannter im Rahmen der Behandlung über Psychoedukation über die Behandlung aufgeklärt und motiviert wird. Aber erfahrungsgemäss ist es verdammt schwierig, gerade junge Erwachsene eine Krankheitseinsicht zu vermitteln. Man fühlt sich mit einer Psychose eben nicht unbedingt krank.

Ärzte empfehlen in diesen Fällen entweder Depotspritzen mit atypischen Neuroleptika und / oder die Anbindung an einen sozialpsychiatrischen Dienst bzw. eine Institutsambulanz. Letztlich macht man aber die bittere Erkenntnis, dass es erst zu einem Drehtürpsychiatrieeffekt kommen muss, bis irgendwann die Einsicht wächst, dass Medikation doch bei weitem der bessere Weg ist, selbstbestimmt sein Leben gestalten und leben zu können.

Sie werden ihn kaum zu seinem Glück überreden oder gar zwingen können. Sie könnten allenfalls eine Behandlungsvereinbarung mit ihm abschliessen, dass sie eine Einweisung in eine Klinik veranlassen dürfen, wenn er erneut abrutscht.

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