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  was soll ich tun?
  Re: was soll ich tun? Wahn mit Verfolgungsgedanken bei Mutter

KOM2002 (reply)  Re: was soll ich tun? Wahn mit Verfolgungsgedanken bei Mutter

Re: was soll ich tun? Wahn mit Verfolgungsgedanken bei Mutter (Reply to: 87013 from ****** )
From: ******
Date: Sun, 19 Nov 2006 11:31:30 +0100
Language: German

 


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Sie schildern Symptome, die man als paranoide Verhaltensweisen sehen kann. Ihre Mutter fühlt sich verfolgt, im weitesten Sinne bedroht und steht unter Anspannung. Nun kann man aus der Ferne nicht beurteilen, was zu dieser Wahnstörung beiträgt oder ob es überhaupt Krankheitswert hat.

Mit zunehmendem Alter und auch Vereinsamung bzw. Verlust von äusseren Strukturen und Anforderungen bzw. Kontakten werden einige Menschen "sonderbar". Manchmal tritt dies im Rahmen einer Depression oder Angstsymptomatik auf. Oder kann einerseits auf eine Zuspitzung von vorbestehenden Charakterzügen (pedantische Merkmale,zwanghafte Züge) oder aber auch auf einen beginnenden Hirnabbau mit Vergesslichkeit etc. hindeuten. Manchmal spielen aber auch medikamentöse Probleme oder schlicht ein Mangel an ausreichender Flüssigkeit eine Rolle.

Eine derartige "psychotische" Störung kann also viele Ursachen haben.
Wie sie schon selber gemerkt haben, hilft es kaum oder überhaupt nicht, gegen einen Wahn "anzureden" oder mit Argumenten eine Einsicht zu erzielen.

Es wäre wichtig, dass ihre Mutter einen Arzt aufsucht, der zumindest einige körperliche Ursachen einer Wahnstörung oder eben medikamentöse Wechselwirkungen ausschliessen könnte. Vielleicht kann man sie dazu überreden, bei einer Routineuntersuchung beim Hausarzt dies machen zu lassen. Manchmal wird man auch nur indirekt über andere Ansprechpartner (z.B. in der Gemeinde, Kirche etc.) eine Stabilisierung im Sinne von Kontakten und eine gewisse Kontrolle erzielen.
Da sie sich ja bedroht fühlt, wird sie aber jegliche derartigen Kontakte möglicherweise als Bedrohung oder Bespitzelung ansehen.

Medikamentös könnte man mit niedrig dosierten atypischen Neuroleptika (wie z.B. Zyprexa, Risperdal etc.) einen Therapieversuch machen. Aber auch hier ist natürlich das Problem, dass es keine Einsicht in eine Krankheit gibt und daher Medikamente eher als "Gift" abgelehnt werden dürften.

Im Notfall kann der Sozialpsychiatrische Dienst der Stadt eine Beratung und ggf. auch eine Kontrolle vornehmen. Wirklich handeln wird man aber erst, wenn eine akute Gefährdung für ihre Mutter selber oder aber für andere Personen durch sie entsteht. Dies ist bei solchen Störungen zunächst lange nicht der Fall.

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