hallo, ich hab seit einiger zeit die macke das ich glaube das mir im bus oder in der bahn schlecht wird, und ich mich vor allen leuten übergeben muss. obwohl das noch nie passiert ist vermeide ich es so gut wie es geht mit öffentlichen verkehrsmitteln zu fahren. auch hab ich immer für alle fälle eine "kotztüte" dabei. nun meine frage..kann meine vorstellungskraft so stark sein das ich mich wirklich übergeben muss? ich weiss ja auch das ich mir alles nur einbilde. könnte es also so weit kommen?
Hallo Andrea!
Die Schilderung klingt sehr nach einer sog. Agoraphobie bzw. eben einer Angststörung. Es besteht die irrationale (d.h. körperlich eigentlich unbegründete) Furcht, dass es zum peinlichen Übergeben kommen KÖNNTE. Theoretisch und praktisch könnte es zwar sein, dass man sich in einem sog. Teufelskreis immer weiter und weiter in die Angst hineinsteigert. Aus der Befürchtung man könnte sich übergeben können kann allein schon eine Anspannung mit entsprechenden weiteren körperlichen Symptomen der Angst auftreten. Diese werden wiederum sehr einseitig und übertrieben wahrgenommen bzw. dann falsch interpretiert.
Aus meiner Erfahrung haben die meisten Patienten nie oder allenfalls einmal in der Vergangenheit einen solchen Brechanfall in der Öffentlichkeit. Aber die Angst und das nachfolgende Vermeidungsverhalten führt eben zur ständigen Anspannung und damit den Beschwerden.
Hier sollte eine Verhaltenstherapeutin aber relativ schnell eine gute Besserung erzielen können. Trauen sie sich einen Therapeuten mit speziellen Kenntnissen in der Angstbehandlung aufzusuchen.Sie werden sicher Erfolg haben.