...ich glaube ich leide an Bulimie, weiß es aber nicht so genau. hab viel darüber gelesen und habe auch einiges entdeckt was dafür spricht.
manchmal ess ich arg viel und muss es hinterher immer wieder ebrechen weil ich angst habe dick zu werden! (das geht schon fast 1 jahr so) dann hab ich wochenlange gewissensbisse und ess nix... diesmal hab ich eine wochen lang durchgehalten ohne etwas zu essen, aber genau heute ist es wieder passiert! ich kann nicht mehr, ich weiß nicht mehr weiter, weiß nicht an wen ich mich wenden kann, habe angst davor es mir selber eingestehen zu müssen an bulimie zu leiden! bitte helft mir und sagt mir das es nicht der fall sein muss auch wenn ich einige symptome dafür aufweise. kann das nicht auch nur irgendeine phase von mir sein oder ähnliches? muss ich in therapie? ...bitte helft mir, ich bin wirklich am ende meiner selbst und weiß einfach nicht mehr weiter!
Eine genaue diagnostische Zuordnung ist so natürlich nicht möglich. Möglicherweise handelt es sich bisher "nur" um gestörtes Essverhalten beim Versuch eine Diät zu machen. Leider führen aber tatsächlich restriktive Radikaldiätversuche dieser Art immer wieder zu einer handfesten Essstörung wie der Bulimie.
Bisher scheint schon das Essverhalten sehr auffällig und es ist keinesfalls eine besondere Leistung sondern krankhaft eine Woche nichts zu essen. Dies fördert nur neue Heisshungerattacken bzw. auch Erbrechen.
Sie sollten versuchen, sich mit Hilfe einer Ernährungsberatungsstelle (bei der Krankenkasse erfragen) oder einer Psychologin mit Schwerpunkt Essstörungen in Hinblick auf gutes Essverhalten zu informieren. Möglicherweise geht die Problematik tatsächlich schon soweit, dass man von einer Bulimie sprechen muss. Auch hier kann zunächst eine ambulante Psychotherapie (Verhaltenstherapie), ggf. in Kombination mit Antidepressiva (sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) eine Hilfe sein.
Sollte dies nicht ausreichend zur Besserung führen, wäre auch eine stationäre psychosomatische Behandlung angezeigt, weil hier unter dem kombinierten Behandlungsansatz von Ernährungstherapeuten (Diätassistentinnen bzw. Oecotrophologinnen), Psychotherapeuten und Ärzten die Ursachen des Problems aufgezeigt und strukturierte Unterstützung zum Erlernen eines normalisierten Essverhaltens vermittelt werden können.
Sie sollten nicht zu lange warten, weil sonst tatsächlich eine Chronifizierung des Problems droht und dann eine Behandlung wirklich lange dauern kann.