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  Manische Depression
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KOM2002 (question)  Manische Depression

Thread Messages in thread:

reply Re: Manische Depression , ****** , 08 Nov 2004 13:29
question Manische Depression , ****** , 06 Nov 2004 14:41
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Manische Depression
From: ******
Date: Sat, 6 Nov 2004 14:41:44 +0100
Language: German

 


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question
also ersteinmal ein großes lob, diese web-side ist total super. man findet einfach alle informationen über krankheiten wie suchtverhalten!

ich hätte aber trotzdem offene fragen.
ich, 17 Jahre, habe jemanden in meiner familie der unter manischer depression leidet (sagen zumindest die ärzte) doch ich bin mir nicht sicher, ob es nur das ist. In letzter zeit scheint diese person kaufsüchtig zu sein, und kann kein geschäft verlassen ohne etwas total unwichtiges mitzunehmen. Inzwischen hat sie im verhältnis zu früher, total große summen für sachen hingelegt die dann nicht gebraucht werden. Zusätzlich empfindet sie fast alles als stress, und ist mit jeder Kleinigkeit überfordert. Ist auch ständig gereizt und hektisch. Weiteres meint sie um fremde Leuten, welchen es schlecht zugehen scheint, umbedingt kümmern zu müssen.
sie war zwar vor kurzem 3 wochen in behandlung in einer psychatrie, doch jetzt ist es wieder genau so schlimm als davor, wenn nicht sogar ärger.

meine frage wär nun, gehören diese Verhaltensweisen zu der krankheit manische depression, oder ist diese person nebenbei noch kaufsüchtig und hat chronischen stress?

Wie kann die familie solchen menschen helfen?


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Re: Manische Depression (Reply to: 36306 from ****** )
From: ******
Date: Mon, 8 Nov 2004 13:29:16 +0100
Language: German

 


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Hallo!

Die Diagnose einer bipolaren Störung = manisch-depressive Erkrankung ist eigentlich recht gut und präzise zu stellen. Häufig ergeben sich aus der Familienanamnese weitere Hinweise auf andere Familienmitglieder mit schweren Depressionen und manischen Zuständen. In einer "Manie" kann zeitlich begrenzt eine Verschwendungssucht mit unkontrolliertem Kaufverhalten und Geldverschwendung bestehen und auch zu erheblichen finanziellen Problemen führen. Allerdings ist dies eben doch sehr klar auf die manische Phase begrenzt, d.h. zu anderen Zeiten sind die Betreffenden doch eher sorgsam und penibel in Geldangelegenheiten.

Nun gibt es durchaus noch andere "Störungen", an die man auch denken könnte. Von der Beschreibung her mit starken Stimmungsschwankungen, Stressempfindlichkeit und auch "Kaufsucht" kämen andere Störungen der Impulskontrolle (z.B. bei einem Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätssyndrom ADHS oder eine Persönlichkeitsstörung) in Frage. Dies kann aber letztlich nur der Fachmann vor Ort entscheiden.

Wichtig wäre, dass der Patient selber in Therapie bleibt. Entweder über eine Tagesklinik der Klinik, eine ambulante psychiatrische Weiterbehandlung oder aber eine Selbsthilfegruppe. Die Angehörigen sollten da mit eingebunden sein, ggf. über eine Angehörigengruppe. Durch Lektüre von Selbsthilfebüchern kann man sich z.B. über manisch-depressive Störungen (oder auch ADHS) informieren, ggf. auch über das Internet. (zB.www.dgbs.de oder www.adhs.ch)

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