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  Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art.
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KOM2002 (plain)  Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art.

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reply Re: Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art. , ****** , 14 Dec 2008 23:17
plain Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art. , 14 Dec 2008 18:21
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Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art.
From: ******
Date: Sun, 14 Dec 2008 18:21:13 +0100
Language: German

 


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plain
Ich erzähle jetzt ein bisschen etwas von mir. Es wird viel sein. Ich hoffe, es ließt sich jemand durch.
Also erstmal vorweg: ich bin 16 Jahre alt.
Ich bin für andere Leute glaube ich eher der langweilige Typ. Mit meinen Freunden kann ich viel Spaß haben und ich weiß, dass sie mich wirklich gern haben. Aber ich war noch nie richtig aus. Ich wäre gerne jemand, der jedes Wochenende tanzen geht und zu vielen Partys eingeladen wird. So jemand ist meine Schwester. Sie ist 15 Jahre alt.
Ich habe nicht viele Freunde. Um genau zu sein, habe ich drei, die sich richtige Freunde nennen lassen könnten. Zeitweise auch mal vier.
Ich war erst ein mal tanzen.. auf Klassenfahrt. Und das hätte ich gerne öfter aber eine Freundin, die eher eine Tussi und beliebt ist, ist sehr klein (ich bin da eher die größere- ich bin 1,79m) und hat einen Tansstil, mit dem ich nicht ganz klar komme. Ich komme mit IhR selbst auch nicht ganz klar. Es kommt mir immer so vor, als sei ich ihr peinlich und das tut weh.
Zwei andere Freundinnen sind die nettesten Menschen, die ich kenne aber nicht so die Partytypen.
Eine andere wohnt in Berlin, was für mich ein ganz schönes Problem ist. Denn sie hat früher in meiner Stadt gewohnt und war meine beste Freundin. Sie ist extrem locker, hat eine echt beneidenswerte Persönlichkeit, hat viele Freunde, ist keine Tussi und hat viel Spaß in ihrem Leben. Genau diesen Spaß hatte ich früher immer mit ihr.
Jetzt besuche ich sie so oft ich kann aber es ist leider nicht mehr das, was es mal war.
Ich kann nicht gut auf andere Menschen zugehen und hatte noch nie einen Freund.
Ich bin meiner Mutter öfters peinlich. Ein erniedrigendes Erlebnis hatte ich, als ich mit ihr, meiner Schwester und deren Freundin shoppen war. Sie vergleicht mich allgeimein oft mit meiner Schwester. Aber an diesem Tag hat sie mir immer wieder gesagt, ich sähe aus, als sei ich magersüchtig. Immer und immer wieder. Und ich sähe krank aus. Und ich sei ihr peinlich. Ich ich solle mir doch auch mal kurze Miniröcke kaufen, so wie meine Schwester. Und ich sähe aus, als hätte ich überhaupt keine Lebensfreude. (Sie denkt doch wohl nicht ehrlich, dass das so ist, wenn ich nicht ih ihrer Nähe bin oder??) Und enge Tops könnte ich doch auch mal kaufen, und nicht so rumlaufen wie eine Nonne, mal Oberteile mit tieferen Ausschnitten tragen, wie meine Schwester.
Im Prinzip würde mich sowas ja auch gar nicht stören aber es ging über Stunden. Es hat am Morgen angefangen und am Abend hat es aufgehört. Stundenlang musste ich es mir anhören und ich konnte nicht weg.. hatte kein Geld, um alleine nach Hause zu fahren.
Das ist eine Beispielsituation. Es geht seit Jahren so. Sie hat es nicht gerne, dass ich Abdends nicht weg gehe, wie meine Schwester.
Sie zeigt mir immer wieder, dass ich ihr im Weg bin. Und manchmal sagt sie mir dann dass sie mich lieb hat. Ich habe das NiE erwiedert. Das kann ich auch nicht. Ich habe sie irgendwo ganz tief in mir drin lieb. Ja. Aber das werde ich ihr glaube ich nie sagen. Es gibt da auch noch Hass, Agressivität und Abneigung gegen sie.
Sie kann sich nicht entschuldigen. Wenn es den einen Tag "Streit" gab, ist sie manchmal am nächsten Tag die liebste von der Welt und ist dann wieder total schlecht drauf, wenn man nicht gerne in ihrer Gegenwart ist. Und wenn man dann vielleicht sagt, dass man eine Entschuldigung erwartet oder dass man nicht nach dem letzten Tag auf einmal heile Welt spielen kann, ist sie entweder wieder total abweisend oder sagt einem, wie nachtragend man doch sei oder macht alles nur noch schlimmer, indem sie überhaupt nichts einsieht und einen noch mehr beleidigt, erniedrigt.
Sie weiß, dass sie mir mit ihrem Verhalten schadet. Und sie macht es trotzdem.

Es ging über Jahre, dass ich mich zu groß fand. Jetzt komme ich damit total klar und es gibt ja einige große Menschen. Und die anderen finde ich dann einfach nur klein. Das stellt für mich kein Problem mehr da.
Mit meinem Erscheinungsbild hatte ich über Jahe Probleme, da ich sehr schlank war. Mir war das Anfangs nie so klar. Mein Körper war halt mein Körper und er war für mich normal. Aber dann gab es auf einmal Leute, die Gerüchte über mich verbreitet haben, ich würde mich immer heimlich dem Finger in den Hals stecken. Oder Leute, die erzählt haben, ich will so dünn sein und esse deshalb nur ganz wenig.
Oder meine Mutter. Sie kam auch immer wieder mit meiner Figur an.
Dann gab es Zeiten, in denen ich extrem versucht habe, zuzunehmen. Und es hat nicht geklappt. Ich habe echt überhaupt kein Fett angesetzt. Wenn ich meinen Bauch in die Hand genommen habe, waren da vielleicht 3mm zwischen meinen Fingern. Jetzt sind es 2cm und ich bin zufrieden. Ich habe also keine Probleme mehr mit meinem Körper und damit verbundenen psychischem Ärger.

Meine Schwester und Meine Mutter sind in meinem Leben zwei Personen, mit denen ich nicht klar komme.
Meine Schwester will immer besser sein als ich. Sie tut mir weh. Innerlich sowie äußerlich. Ich habe wirklich Angst vor ihr. Sie ist mir körperlich überlegen. Sie ist zwar kleiner als ich aber dafür schwerer, also fetter, und stärker. Ich habe mich früher immer noch gewährt aber damit habe ich dann direkt in Kauf genommen, dass ich noch mehr Schmerzen erleiden werde. Sie hat immer das letzte "Wort". Jetzt versuche ich da nicht mehr, nicht das Opfer zu sein, weil es eh nicht klappt. Ich wollte immer, dass sie später nicht glücklich wird, weil sie es nicht verdient.
Ich habe mir schon in der 2. Klasse gewünscht, ich wäre 18. Dann kann ich ausziehen und muss meine Schwester nie wieder sehen, habe ich mir immer wieder gesagt. Dann verdiene ich mein eigenes Geld und werde ihnen zeigen, dass ich was besseres bin als sie. Ich wollte, dass sie neidisch sein werden auf mein Leben.
Ich erinnere mich an einen Streit, als ich 10 war. Ich war in einem Dauerflennzustand und mir viel es schwer, leise zu weinen. Manchmal, wenn es doch einen etwas lauteren Schluchzer gab, sodass meine Mutter ihn gehört hat, gab es gleich wieder mecker. Zu der Zeit habe ich aber noch keinen Hass gegen sie aufgebaut. Ich habe geweint, weil meine Mutter die ganze Familie in Aufruhe gebracht hat. Genaueres weiß ich nicht mehr. Irgendwann kam mein Vater nach Hause und er kam in mein Zimmer, um mich zu trösten. Dann habe ich mich unter meiner Bettdecke vergraben und wollte niemanden sehen. Ich hatte mir ganz ganz doll gewünscht, dass Mein Vater meine Mutter verlässt, damit ich nicht mehr mir ihr unter einem Dach wohnen muss aber habe das nicht ausgesprochen. Ich wollte das das aus seinem Mund kommt und ich nicht Schuld daran bin, dass deren Beziehung zerbricht. Der Wunsch kam aus tiefstem Herzen und er hat sich nicht erfüllt.
Warum ich das erzählt habe? Weil es die Beziehung zu meiner Mutter ganz gut beschreibt.


So. Ich bin nicht gut darin, auf den Punkt zu kommen und kann ellenlange Texte schreiben. Ich hätte noch mehr zu erzählen:

-mein erstes Treffen mit einem Jungen, in den ich früher mal verliebt war und mit dem ich eigentlich etwas zu klären hätte aber nicht weiß wie ich das anstellen soll und deshalb lieber den Weg des nichts tuens gewählt habe

-GANZ SCHLIMM FÜR MICH: habe jemanden kennen gelernt, der mich begehrt hat und den ich liebe und immer lieben werde, von dem ich aber nur sehr wenige Infos habe, sodass ich ihn wahrscheinlich niemals wieder sehen werde. Wenn es Seelenverwantschaft gibt, dann besteht sie zwischen uns beiden. Sowas hatte ich noch nie. Dieses Gefühl von vollkommenem Glück und dass man sich begehrt und gut miteinander reden kann und jede Nähe unendlich genießt.
Bei ihm konnte ich ich selbst sein und er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich etwas besonderes bin. Er war vollkommen ehrlich und kein bisschen gespielt. Ich vermisse ihn ganz schrecklich.
Über dieses Thema könnte ich nochmal ewig viel schreiben aber ich tue es jetzt nicht.
Wenn sich das jetzt einer durchgelesen hat, bin ich dafür schonmal sehr dankbar. Und es tat auch gut, das mal aufzuschreiben.
Liebe Grüße

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Re: Probleme mit Mutter, Schwester, der Liebe und meiner ruhigen Art. (Reply to: 134034 from ****** )
From: ******
Date: Sun, 14 Dec 2008 23:17:22 +0100
Language: German

 


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Hallo !

Aus deinen langen Zeilen spricht irgendwie eine grosse Sensibilität und Wahrnehmung von Spannungen bzw. Widersprüchen um die herum. Es ist nun einerseits ja völlig normal, dass man in der Pubertät bzw. im Jugendlichenalter solche Schwankungen und Verletzungen erlebt und um seinen Platz irgendwie kämpft, Sehnsüchte hat und Enttäuschungen zu verarbeiten hat.

Du musst (willst ?) es überwiegend mit dir allein ausmachen. Das ist sicher ein Problem und irgendwo ist dann die Sehnsucht nach Austausch da. Das ist o.K. Die Frage wäre, wo du diese Ansprechpartner finden kannst. Über Liebeskummer spricht man selten mit seinen Eltern und wohl auch nicht mit den Geschwistern. Dafür sind gute Freundinnen da. Vielleicht auch Beratungsstellen, wo es Mitarbeiter mit offenen Ohren gibt. Ich musste hier u.a. an das Angebot des Jugendtelefons denken. Schau da mal vielleicht rein http://www.kinderundjugendtelefon.de/

Ich glaube, die könnten Dir gut bei den Problemen helfen und konkreter mit Dir einen Schlachtplan entwickeln.



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