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KOM2002 (sad)  Ich weiß nicht weiter....

To: Forum Psychologie und Psychosomatik

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reply Re: Ich weiß nicht weiter.... , Web4Health-experter , 27 Aug 2008 21:14
sad Ich weiß nicht weiter.... , D308FF5819D26C5B999E360E4716C078 , 27 Aug 2008 15:29
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Ich weiß nicht weiter....
From: D308FF5819D26C5B999E360E4716C078
Date: Wed, 27 Aug 2008 15:29:27 +0200
Language: German

 


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Hallo... ich bin Mutter von 3 Jungen im alter von 6,9 und 11 Jahren. Ich glaube ich habe mein Ziel weit überschossen. Es war schon immer nicht leicht für mich da ich mit einer psychisch kranken Mutter groß geworden bin (sie hat immer mit suizid gedroht und war teils regelmäßig auf geschlossenen Stationen in Kliniken). Hinzu kommt das ich alleinerziehend bin und auch meine Kinder mit meinen Partnern(der Vater meiner beiden kleineren ist alkoholiker) genug mitmachen mussten, so dass sie selbst schon viel erlebt haben. Ich selbst kann mich erinnern das ich mit dem Jugendalter auch hin und wieder unter leichten depressionen litt, was aber immer wieder weg ging. Diesmal ist es aber anders. Seit ende letzten Jahres geht es mir einfach schlecht. Zunehmend fühle ich mich einsamer und allein gelassen, schuld an dingen die schief gehen und das ist ziemlich viel... schaffe meinen Alltag nicht mehr, bin fast nur noch traurig, versuche mich immer wieder aufzurappeln, aber falle doch immer wieder. Ich war anfang des Jahres in einer gemeinschaftspraxis Psychologen/Psychiater und habe Hilfe gesucht, man schickte mich mit 150 Tabletten ( 100 Stück Citalon 20 mg und 50 Stück Mareen) und dem Satz verdrängen sie die Vergangenheit und schauen sie nach vorn wieder nach Hause. Ich ging am nächsten Tag dann wieder zu meinem Hausarzt, der mir die Tabletten (Citalon) wieder abnahm. Wir einigten uns darauf das ich mein Augenmerk erst einmal auf die beantragte Mutter-Kind-Kur lenken und dann weiter schauen. Die Mutter-Kind-Kur war für meine Kinder die Hölle und für mich dadurch natürlich auch. Nun stehe ich mit meinen Problemen immer noch allein da. Ich weiß mein Akku ist leer, seit der Kur habe ich zwei verhaltensauffällige Kinder(vorher war es eines) ... die alltäglichen Dinge fallen mir immer schwerer... ich hab eine angst vor schlechten nachrichten entwickelt, deshalb öffne ich alle paar wochen nur noch meinen Briefkasten, was mir noch mehr Probleme bringt... ich schaffe es teilweise nicht einmal mehr einkaufen zu gehen... bzw. nur noch in begleitung, weil ich mich unwohl fühle wenn ich draußen bin... ich bin nur froh das ich meinen Hund habe, das zwingt mich raus....
Mittlerweile bin ich von so vielen Menschen enttäuscht worden und vertraue niemanden mehr... was die sache nicht leichter macht..... ich weiß das ich hilfe brauche, aber ich weiß nicht wohin ich mich wenden soll... hinzu kommt die angst, dass man mir meine kinder vielleicht weg nehmen könnte (ich schlage sie nicht oder so, aber weil es mir so schlecht geht) ich selbst bin als Kind in Pflegefamilien und Kinderheimen gewesen und das will ich meinen Kindern nicht antun. Dann habe ich Angst, das man mich auch auf eine psychiatrische station legen könnte und da will ich beim besten willen nicht hin, ich hab gesehen was dort passiert (meine Mutter liegt auch gerade wieder auf so einer Station) und außerdem hätte ich niemanden wo ich meine kinder in dieser Zeit lassen könnte. Ich weiß nicht weiter oder wo ich mich hinwenden soll.... bitte um Antwort .... Danke schön.
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Re: Ich weiß nicht weiter.... (Reply to: 129441 from D308FF5819D26C5B999E360E4716C078 )
From: Web4Health-experter
Date: Wed, 27 Aug 2008 21:14:05 +0200
Language: German

 


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Darauf eine einfache und schnelle Antwort zu finden ist unmöglich. Sie brauchen auf jeden Fall eine Stütze an ihrer Seite. Wenn dies nicht über Familienangehörige oder Freunde möglich ist, sollten sie Beratungsstellen bzw. professionelle Hilfsangebote in Anspruch nehmen.

Spontan fallen mir hier das Jugendamt bzw. Beratungsstellen für Mütter / Frauen in ihrer Stadt ein.

Eine Möglichkeit könnte dabei sein, ihre Kids z.B. stundenweise mal nachmittags in eine Gruppe zu schicken, die das Jugendamt vermittelt. Allein schon, damit sie mal ein wenig Freiraum für sich haben.

Daneben wäre es eine Möglichkeit, sich über eine Tagesklinik oder den sozialpsychaitrischen Dienst über Hilfen (z.B.Familienhilfen, ambulante Therapiemöglichkeiten) oder einfach nur Gesprächspartner zu erkundigen. In den meisten Städten gibt es entsprechende Beratungen für Frauen in einer derartigen Lebenssituation. Sie stehen ja keineswegs allein mit ihrer Problematik dar. Schwierig ist halt eher, die richtige Hilfe zu finden bzw sich überhaupt dazu aufzuraffen, sie zu suchen.

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KOM 2002