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  Angst vor Gehirntumor
  Re: Angst vor Gehirntumor
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KOM2002 (question)  Angst vor Gehirntumor

Thread Messages in thread:

reply Re: Angst vor Gehirntumor , ****** , 16 Feb 2008 18:18
question Angst vor Gehirntumor , ****** , 16 Feb 2008 13:39
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Angst vor Gehirntumor
From: ******
Date: Sat, 16 Feb 2008 13:39:52 +0100
Language: German

 


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question
Hallo liebes Expertenteam,

also ich bin 19 Jahre alt und leide seit 2 jahre an dauerhafter Angst und Panikattacken. Ich habe sehr große Angst einen Gehirntumor zu haben.Öhnmächtig zu werden oder zu sterben.
Alles begann so ich fing meiner Ausbildung an und hatte einen chef der sehr zur agressivität neigte. Er wurde auch öfters vor mir handgreiflich gegenüber seiner Frau.
Eines tages brach sie vor allen leuten im geschäft zusammen. ich war sehr geschockt und wusste nicht was ich machen sollte.
Dann ging es allmählich los ich hatte immer so ein kloßgefühl im hals wie wenn ich keine luft bekäme.
Ich hatte oft furchtbare panik ersticken zu müssen, sterben zu müssen.
Nun fing kurze zeit darauf schwindel an mir war immer schwindelig jede sekunde als wie wenn ich schwanken würde schnelle kopfbewegungen sind für mich so schrecklich. Als wie wenn alles wegschwimmt vor einen.
Naja dann ging ich zum arzt der schickte mich zum neurologen der meinte das ist eine Angsstörung und gab mir tabletten. ich glaubte das aber nicht den ich bin der festen überzeugung das ich einen tumor habe. also nahm ich die tabletten auch nicht. Der Arzt empfahl mir die arbeitsstelle zu wechseln. gut ich fand eine stelle wo ich meine Ausbilung beenden konnte. Waren ja e nur noch 4 monate. Am ersten tag gleich als ich dort anfing ging es mir wunderbar ich hatte keine beschwerden gar nicht. ich war 4monate wie geheilt. Naja dann musste ich mir einen neue arbeit suchen und fand auch gleich eine da konnten mich aber die neuen kolleginen nicht so richtig akzeptieren. Ich arbeitet keine 14 Tage dort dann kam der schwindel und alles schon wieder zurück ich war am boden zerstört. So das ist jetzt ein Jahr her ich wurde sehr gemoppt in der arbeit hatte vor zwei monaten das glück und bekam ne neue arbeit am anfang alles super jedoch bekamm ich ne samonellenvergiftung und war krank geschrieben das fanden meine neuen kolleginen nicht so toll und dissen mich seit her. Mir geht es jetzt wieder sehr schlecht und weiß nicht mehr ein noch aus.
Mein Freund ist auch immer zu mehr genervt von mir ich habe angst vor allem traue mich kaum noch in ein Kaufhaus oder Supermarkt alle alltäglichen dinge werden immer schlimmer für mich!
Ich verlasse meinen Wohnort nie weiter als 20km weil ich so sehr angst habe nicht mehr nachhause zu kommen. Ich habe sehr starke angst vorm tod.
Jedoch ist mein leben momentan auch unerträglich.
Wenn ich so weiter mache mache ich meine Beziehung kaputt und verliere wahrscheinlich auch noch meine arbeit.

Können Sie mir irgendeinen Rat zu meiner Geschichte geben?

Sollte ich mich auf einen Tumor untersuchen lassen?

Oder die Diagnose des neurologen akzeptieren und in Therapie gehen?

Liebe Grüße Tamara
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Re: Angst vor Gehirntumor (Reply to: 119042 from ****** )
From: ******
Date: Sat, 16 Feb 2008 18:18:36 +0100
Language: German

 


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Hallo Tamara !

Ich könnte jetzt einfach schreiben : Natürlich haben Sie keinen Tumor, alle Beschreibungen sprechen eindeutig für eine Angststörung.

Leider reicht das aber natürlich nicht aus, um die grundlegende Überzeugung an einem Tumor zu leiden zu korrigieren. Zu einer psychiatrischen Behandlung der Angst würde zwar am Anfang in aller Regel auch die körperliche Untersuchung und evtl. sogar auch eine bildgebende Diagnostik vom Kopf gehören. Aber selbst wenn Sie dort keinen Tumor sehen werden (was ich zu 100 % annehme), würde ihre Angst sich immer noch neue unwahrscheinliche Erklärungen liefern. Etwa : Die konnten ihn noch nicht sehen, die verschonen mich mit der richtigen Diagnose oder andere mehr oder weniger irrationale Gedanken.

Das genau ist ja ein Teil der Angststörung. Man nimmt ganz normale körperliche Symptome wie Schwindel etc. falsch wahr und interpretiert sie als Ausdruck einer schweren Erkrankung. Eigentlich sind die Symptome alle mit einer heftigen Stressreaktion bzw. vorherigen Anspannung zu erklären. Dann hat das Gehirn aber einen Fehler gemacht : Fälschlich werden die Anspannungs- und Stresssymptome bzw. Gedanken der Hilflosigkeit auf eine körperliche Erkrankung zurückgeführt. Völliger Quatsch zwar, aber eben vom Gefühl und der Überzeugung so.

Hier hilft wirkich eine Therapie. Es kann einerseits kurzfristig eine medikamentöse Behandlung, dann aber unbedingt eine gute Psychotherapie erforderlich sein.

Jede weitere Verzögerung oder aber das weitere Ausweichen mit Gedanken an eine körperliche Erkrankung führen nur dazu, dass die Symptome immer chronischer werden.

Also : Ran an die Therapie, am besten sofort !

Viel Erfolg!

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