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  angst
  Re: angst

KOM2002 (reply)  Re: angst

Re: angst (Reply to: 113317 from ****** )
From: ******
Date: Sun, 18 Nov 2007 09:11:14 +0100
Language: German

 


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Sie beschreiben sehr typische Symptome einer Panikstörung mit Vermeidungsverhalten (Agoraphobie). Damit ist gemeint, dass sie wegen der Angstsymptome (Schwindel, subjektive Enge und Druckgefühl bei flacher Atmung, Schwindelsymptome und eben Angst vor dem Ersticken) ihren Aktivitätsradius immer weiter einschränken.

Sie werden natürlich nicht Ersticken. Ihre Luftnot ist nicht körperlich bedingt. Oder zumindest nur "teilweise". Richtig ist, dass sie nicht so atmen, wie man es eigentlich sollte. Wenn man unter Anspannung und psychischem Druck steht (und das ist halt im normalen Stress häufig schon der Fall, sicher aber wenn man Angstpatientin ist), atmet man nicht "normal" in den Bauch hinein sondern sehr flach und häufig auch schneller mit der sog. "Brustatmung". Dabei werden Muskelgruppen der sog. Atemhilfsmuskulatur benutzt, die eigentlich nur für eine sehr kurzfristige Notsituation beim Weglaufen vor einem wilden Tier in der Urzeit der Menschen gedacht waren. Nicht aber für eine Dauerbelastung über den ganzen Tag. Keine Sorge, die Atmung selber leidet darunter nicht. Aber die Muskelgruppen sind überlastet und verursachen das Druckgefühl, manchmal auch Stiche an den Ansatzstellen der Muskelgruppen, was man dann fälschlich als Herzstiche wahrnimmt. Sie schreiben selber, dass sie Angst haben "allein zu sein" bzw. allein mit der Versorgung des Kindes zu stehen. Hier müsste man überlegen, ob sie Unterstützung oder zumindest soziale Kontakte und positive Aktivitäten aufbauen könnten. Sie sollten sich an eine Beratungsstelle in ihrem Ort wenden und überlegen, ob sie ihr Kind auch mal stundenweise in eine Gruppe geben können, um mehr Zeit für sich und eine Therapie zu finden. Gespräche würden wahrscheinlich schon helfen.

Man kann nun über Atemtherapie bzw. körperorientierte Therapieverfahren und Entspannungsmethoden eine Änderung erzielen. Wichtiger ist aber, dass sie ihr Vermeidungsverhalten aufgeben. Dazu gehört auch, dass Notdienstkontakte sinnlos und eher schädlich sind. Die Antidepressivamedikation wird (wenn überhaupt) erst in einigen Tagen greifen. Sinnvoller wäre eine Psychotherapie (auf verhaltenstherapeutischer Grundlage)

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