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  "Sinn" von depressiven Gedankengut
  Re: "Sinn" von depressiven Gedankengut
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KOM2002 (plain)  "Sinn" von depressiven Gedankengut

Thread Messages in thread:

reply Re: "Sinn" von depressiven Gedankengut , ****** , 03 Oct 2007 20:15
plain "Sinn" von depressiven Gedankengut , ****** , 03 Oct 2007 18:19
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"Sinn" von depressiven Gedankengut
From: ******
Date: Wed, 3 Oct 2007 19:59:31 +0200
Language: German

 


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Ich bin letztes Jahr 15 Wochen stationär behandelt worden und befinde mich nun in ambulanter Psycho-Analyse. Meine Diagnosen: rez. Depression, derzeit mittelgr. Episode, abhängige Persönlichkeitsstörung, Messie-Verhalten, Drogensucht (mittlerweile seit gut einem Jahr "clean")

Im Rahmen der Psychoanalyse lerne ich mich selbst immer besser kennen, u.a. die unbewußten Motive für bestimmtes Verhalten. So macht es beispielsweise ja einen "Sinn", Unordnung im eigenen Haushalt zu haben, es macht auch "Sinn", sich in Beziehungen mit narzißtisch geprägten Personen einzulassen, soll heißen: Ich schöpfe letztlich unbewußt gewisse "Vorteile" aus diesem Verhalten. Dies wird gerade im Rahmen der Therapie herausgefunden.

Nun meine Frage: Ich erlebe immer wieder depressive Phasen, in denen ich mich geradezu mit Lust in destruktiv-depressive Gedankengänge "hereinschraube". Beispiel: "Keiner mag mich": Ich suche geradezu nach jeder noch so kleine Kränkung und Ablehnung, die ich durch meiner Mitmenschen erfahren habe und rede mir regelrecht ein, dass dies "immer" so sei und niemand sich wirklich für mich interssiert usw. Bei klarer Beurteilung mit etwas Abstand muss ich sagen, das es keineswegs zutriffst, dass das "immer" so ist und dass es durchaus auch Menschen gibt, die mich wertschätzen. Nur teten bei mir immer wieder Gedankengänge auf, bei denen ich mir nur sämtliche negativen Dinge vor Augen führe und alles Positive ausblende. Welchen "Sinn" hat dieses hineinsteigern in negative Empfindungen?

Bei den weiter o.g. Dingen bin ich durch meine Therapie "auf der Spur", welche unbewußten "Vorteile" mir mein Handeln bringt/gebracht hat, was letzteres betrifft, tappe ich völlig im Dunkeln. Welche "Vorteile" bringt es für einen Depressiven, depressiv zu sein?
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Re: "Sinn" von depressiven Gedankengut (Reply to: 110433 from ****** )
From: ******
Date: Wed, 3 Oct 2007 20:15:50 +0200
Language: German

 


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Ich möchte Sie nicht von der Therapie abhalten bzw die Therapie in Frage stellen. Aber spontan kam mir in den Sinn : Was ist denn das für ein Un-Sinn (wenn nicht gar Schwach-Sinn). Natürlich kann man eine Funktionalität in einer Symptomatik suchen. Sie sind dabei ihrem Therapeuten mehr oder weniger beliebig in seinen Phantasien und Deutungen ausgeliefert. O.K. Ihre Sache.

Wenn Sie mich Fragen, betelige ich mich also an den Spekulationen und gehe weg von der inhaltlichen Seite der Sinnhaftigkeit oder Unsinnigkeit hin zu einer eher neurobiologischen Funktionalität :

Könnte es sein, dass Sie unter ständigem Gedankenkreiseln, Sprudeln im Kopf bzw. starken Gefühlsschwankungen litten und dies schon sehr lange / immer. Kann es sein, dass Drogen eine "gute" Möglichkeit waren, das Chaos zu betäuben ? Kann dependetes Verhalten eine Möglichkeit sein, sich besser zu strukturieren, weil man es selber nicht schafft?

Dann könnten negative Gedanken-Kreiseln eine Möglichkeit sein, das Gehirn zu aktivieren bzw. innere Spannungszustände und Entscheidungsprobleme bei einfachsten Aufgaben zu umgehen. Grübeln sind eine "hervorragende" Möglicheit der Selbststimulation und fast so gut wie einige Aufpuscher. Sie unterdrücken kurzfristig die Gedankensprudel.


Vielleicht will die Depession ja einfach auch nur sagen : Da tappen sie noch lange im Dunkeln....

Anders beantwortet : Einen Vorteil eine Depression zu behalten gibt es nicht !



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