Home   News   Forums   Log in    Get personal advice    My area     Help    
|
Go to:
Alle Foren
  Fragen an die Experten
  Frage an einen Arzt / Psychiater / Sexualtherapeuten / (Verwenden Sie das Formular oben, nicht die Form unten.)
  Frage zum anschließend zum Aufenthalt
AKTUELL:
WEITER


THEMEN

KOM2002 (plain)  Frage zum anschließend zum Aufenthalt

Thread Messages in thread:

reply Re: Frage zum anschließend zum Aufenthalt , ****** , 03 Oct 2007 08:25
plain Frage zum anschließend zum Aufenthalt , ****** , 28 Sep 2007 14:36
 110009. To top of pageTop   Next message down
Frage zum anschließend zum Aufenthalt
From: ******
Date: Fri, 28 Sep 2007 14:36:04 +0200
Language: German

 


Reply to this message

Reply to all  

plain
Hallo Herr Dr. Winkler,

es war einfach etwas viel am Dienstag, was da alles aufgenommen und verarbeitet werden mußte, so dass ich erst jetzt langsam auf Fragen zu der Behandlung bzw. zu dem im Anschluß komme.
Wie Sie uns sagten, werden Sie es unter anderem mit der EMRT Therapie versuchen, was mir anhand ihrer bildlichen Bildschirmmethode einleuchtet und ich mir da auch einigen Erfolg von verspreche. Meine Frage dazu wäre dann, was passiert eigentlich, wenn meine Tochter wieder auf einen Menschen stößt, der eben in diese Filmauslöser paßt, wie der Lehrer in der Schule, die ihr gerade unter den ADS Medikamenten entwickeltes Selbstwertgefühl mit einem Fingerschnipp außer Kraft gesetzt hatte? Können dann die Filme wieder aktiviert werden, oder wie muss ich mir das Vorstellen. Kann man anhand dieser Erfahrung da gezielt was therapeutisch unternehmen, dass das nicht noch einmal geschieht.
dies war ein Punkt, den wir bei unserem Besuch gar nicht angesprochen hatten, bzw. da das ganze sehr komplex war auch total untergegangen ist. Als bei ihr die Diagnose feststand und sie nur Medikenet und Ritalin bekam, wurde die Aufnahme etwas besser, aber erst mit dem Concerta kam die große Veränderung, sie bekam in der Berufsschule Erfolgserlebnisse und hatte die entsprechenden Lehrer, die sie auch gefordert haben und sie entwickelte ein gutes Selbstwertgefühl. Erst als sie in die Schule nach Bremen ging, und eben auf diesen einen Lehrer traf, der ihr von vornherein den Mut nahm und sie entsprechend behandelte und beurteilte, sank ihr Mut ins Leere, was sie dann auch mit einem Schulwechsel nicht wieder ändern konnte, bis es dann in diesem Frühjahr zum völligen Zusammenbruch kam. Ich hatte allerdings auch das Gefühl, dadurch dass ihr gesagt wurde, dass sie zusätzlich Zwangserkrankungen hätte, wurde ihr noch mehr der Boden unter den Füßen weggezogen, hatte schon damals nach der ersten Diagnose genug damit zu kämpfen für sich anzunehmen, dass sie eben überhaupt einen psychisch/nervlichen Aspekt lebensbegleitend in sich trägt. Konnte sie dann doch davon überzeugen, es als Gabe und Eigenheit zu sehen, denn gerade die ADSler sind es doch, die Veränderungen durch ihre andere Sichtweise vorantreiben. soviel dazu.
Meine Frage an sie in erster Linie aber jetzt: Was würden sie für Mirja im Anschluß an den Klinikaufenthalt empfehlen? sollte sie sich vorsichtshalber bei diese Pas Projekt anmelden, dass sie 1 Jahr lang durch verschiedene Arbeitspraktika wieder in die Arbeitswelt mit begleitenden Verhaltentherapien wie Konfliktbewältigung, Mobbing etc. begleiten würde oder würden Sie ihr eher zu einer gezielten Einzeltherapie bei einer Verhaltenstherapeutin raten. Wenn sie sagen, muss erstmal den Aufenthalt abwarten, kann ich das verstehen, habe aber Erfahrung machen müssen, dass z. B. grad bei diesem Pas Projekt es eine mindestens 5 monatige Vorlaufzeit gibt, in der sie dann wieder im Regen stehen würde, deshalb meine Anfrage und ich denke, Sie haben da die besseren Erfahrungswerte als ich. Möchte nur nicht noch einmal solch Bauchklatscher erleben müssen mit ihr. Es gibt die Möglichkeit, dieses Projekt, wenn sie es denn für sinnvoll halten würden, zu beantragen, und wenn sie es nicht gebraucht, kann man es jederzeit absagen, nur umgekehrt wird es schlechter.
Ansonsten denke ich, haben sich die Fragen nach diesem ausführlichen Gespräch doch erübrigt und ich danke Ihnen noch einmal dafür. Es hat meiner Tochter, trotz all ihrer Bedenken, komme ich mit den Leuten dort zurecht, kann ich mich da wohlfühlen, muß ich jetzt wirklich alles noch einmal erzählen, eine Menge Hoffnung für die Zukunft gegeben


 110386. To top of pageTop Previous message Previous message  
Re: Frage zum anschließend zum Aufenthalt (Reply to: 110009 from ****** )
From: ******
Date: Wed, 3 Oct 2007 08:25:51 +0200
Language: German

 


Reply to this message

Reply to all  

reply
Hallo !

Hier zunächst nur ganz kurz :

Wenn die EMDR-Therapie greift, werden die Auslöser quasi "gelöscht". Die sog Trigger für Gefühlsumschwünge lassen sich dadurch quasi immunisieren. Leider ist es aber so, dass ADHSler eben ständig neue Problemsituationen ausgelöst sind, die quasi eine andauernde Anwendung erforden würden. Wenn es so klappt wie ich denke, dann erlernt man eine Technik, um quasi als eine Art Entspannungstherapie dies regelmässig anzuwenden.

Was nach dem Klinikaufenthalt kommt, kann man jetzt so noch nicht sagen. So gerne ich es würde. Es hängt wirklich sehr sehr vom Verlauf ab. Möglicherweise erübrigt sich eine Verhaltenstherapie und es müsste eher eine regelmässige Unterweisung in der Eigentherapie erfolgen.

Wir fangen jetzt an, dazu Workshops zu machen und sowohl Eltern wie auch Kindern das Prinzip der sog. REM-Dialyse bei ADHS und Begleitstörungen zu vermitteln. Das könnte sinnvoller sein, als eine Verhaltenstherapie.

You are not logged in
Today's date: Wed, 22 Nov 2017 10:24:02 +0100
KOM 2002