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Abstrakt: Psychiatrischer Befund mit Beurteilung psychiatrischer Symptome nach dem AMDP-Schema

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AMDP System bei der psychiatrischen Beurteilung

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Erstfassung: 2015-02-13. Geändert: 2015-02-13.

Worauf achtet ein Psychiater bei der Untersuchung ?
Welche Aspekte werden bei der psychiatrischen Untersuchung beurteilt ?

Antwort:

Psychiatrische Untersuchung : Was beurteilt ein Psychiater oder Psychologe bei einer psychiatrischen Untersuchung ?

Bei einer psychiatrischen Untersuchung durch einen Psychiater oder Nervenarzt bzw. auch einen Psychotherapeuten wird im Rahmen eines psychiatrischen Befundes auf eine Vielzahl von Aspekten bzw. Auffälligkeiten geachtet. Dies wird beispielsweise im sog. AMDP-System zusammengefasst, bei dem 100 Aspekte beurteilt werden.

Natürlich wird man nicht durch ein einzelnes Merkmal nun auf eine Diagnose schliessen. Für sich genommen, sind diese Items also relativ unspezifisch. Aus den einzelnen Symptomen wird dann aber auf ein Syndrom bzw. dann in der Gesamtschau aller Einflussfaktoren eine Hypothese für eine psychiatrische Erkrankung gestellt.

In aller Regel wird man nun nicht alle diese Dinge abfragen oder in den Befund übernehmen. Einige sind durch die Beobachtung, andere durch die Selbstauskunft zu erfragen

Hierzu gehören u.a.

  • Äußeres Erscheinungsbild des Patienten


    Der erste Eindruck kann schon mit eine Aussage hnisichtlich der KÖrperhaltung, Physiognomie, Gestik, Mimik und nicht zuletzt Körperhygiene oder Kleidung geben.

  • Verhalten während der Untersuchung


    Wie ist der Kontakt bzw. auch die Bereitschaft und Fähigkeit über den Grund für die Behandlung zu sprechen ? Besteht eine Kooperationsfähigkeit oder Besonderheiten im zwischenmenschlichen Verhalten ? Neigt der Klient zu einer Übertreibung bzw. gibt es Hinweise für Simulation (oder Dissimulation) seiner Beschwerden ?

  • Sprache und Sprechverhalten

    Wie ist das Sprachverständnis ? Wie ist die Sprechgeschwindigigkeit, Klang und Modulationsfähigkeit im Gespräch ? Gibt es Hinweise auf Sprechstörungen wie Stammeln oder Stottern ? Aphasie ?

  • Bewusstsein


    Bei der Beurteilung des Bewusstseins unterscheidet man sog. quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen
    Zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen zählt die Wachheit, Klarheit bzw. eben eine Benommenheit oder Verminderung der Auffassung und Besinnlichkeit. Hier unterteilen die Psychiater weiter in Somnolenz = Patient ist schläftig, aber leicht weckbar und deutlich verlangsamt, Stupor = Patient nur mit Mühe erweckbar und kaum in der Lage zu antworten und Koma.

    Zu den qualitativen Bewusstseinsstörungen die Bewusstseinstrübung, - einengung, und Bewusstseinsverschiebung

  • Orientierung


    Zeitlich, örtlich, situativ und zur eigenen Person
    Aufmerksamkeit und Gedächtnis Auffassungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Immediat-, Kurz- und Langzeitgedächtnis Antrieb und Psychomotorik Antriebsarm, antriebsgehemmt, antriebsgesteigert, motorisch unruhig, Parakinesen, Hyperkinesen, Akinese, Hypokinese, Stupor, Raptus, manieriert/bizarr, theatralisch, mutistisch, logorrhoisch Affektivität Ratlosigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit, affektarm, affektstarr, Störung der Vitalgefühle, deprimiert/depressiv, hoffnungslos, ängstlich, euphorisch, dysphorisch, gereizt, innerlich unruhig, klagsam/jammerig, Insuffizienzgefühle, gesteigertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Verarmungsgefühle, ambivalent, Parathymie, affektlabil, Affektdurchlässigkeit (Affektinkontinenz) Formales Denken Verlangsamung, Hemmung, umständliches Denken, eingeengtes Denken, Perseveration, Grübeln, Gedankendrängen, Ideenflucht, Vorbeireden, gesperrt/Gedankenabreißen, inkohärent/zerfahren, Neologismen Inhaltliches Denken Nicht wahnhaft: Zwang, Hypochondrie, Phobien, überwertige Ideen; Wahnhaft: formale und inhaltliche Wahnmerkmale Sinnestäuschungen Illusionen, Halluzinationen Ich-Störungen Derealisation, Depersonalisation, Gedankenausbreitung, -entzug, -eingebung, andere Fremdbeeinflussungserlebnisse Zirkadiane Besonderheiten Morgentief, Abendtief Sozial- und Krankheitsverhalten Krankheitseinsicht, Krankheitsgefühl, Ablehnung der Behandlung, sozialer Rückzug, soziale Umtriebigkeit Aggressives Erlebens- und Verhaltensmuster Aggressivität, Selbstbeschädigung, Suizidalität Dissoziative Symptome z. B. Amnesie, Trance, Lähmungen, Fugue Somatische Symptome z. B. Insomnie, Appetitverlust, Tremor, Impotenz
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