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Medikation bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung
Gechrieben von:
Martin Winkler
Erstversion: 04 Sep 2003.
Letzte Änderung: 24 Apr 2008.
Frage: Ich bin eine 24-jährige Frau mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ich bin nie bei einem Psychiater gewesen, aber mein Hausarzt hat mir jetzt ein Antidepressvium (SSRI) für meine Depression verordnet. Ich fühle mich häufig auch wie "neben mir" oder ausserhalb meines Körpers. Hilft dieses Medikament auch gegen Phobien und Angstattacken?
Antwort: Sie beschreiben einige recht typische Symptome einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Dabei treten neben der eigentlichen Identitäts- und Selbstwertstörung bzw. den zwischenmenschlichen (interaktionellen) Problemen bei vielen Patientinnen eine Reihe von sehr unterschiedlichen und leider auch häufig wechselnden weiteren psychischen bzw. psychaiatrischen Beschwerden auf.
Letztlich muss man klar sagen, dass es bisher keine "wirksame" medikamentöse Behandlung der Borderline-Störung gibt. Das heisst, dass man mit keinem Medikament ursächlich die eigentliche Grundproblematik dauerhaft beeinflusst. Aber es kann durchaus hilfreich und entlasstend sein, symptomatisch die Begleitstörungen zu behandeln. Viele Ärzte würden dabei in erster Linie an einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer denken, da hiermit häufig (nicht immer) eine ganze Palette von typischerweise bei Borderline-Patientinnen zu beobachtenden Störungen positiv beeinflusst werden können. Hierzu gehören insbesondere:
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Essstörungen (insbesondere bulimische Essstörungen)
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Panikstörungen und Phobien (vergleichsweise gute Wirkung gegen Panikattacken, weniger gegen unbestimmte, frei flottierende Ängste)
-
Zwangssymptome bzw. Zwangshandlungen
-
Trichotillomanie (Haareausreissen)
Serotonin spielt bei einer ganzen Reihe von Störungen eine Rolle. Als sehr angenehm erleben die meisten Patientinnen, dass das Medikament nicht sedierend bzw. wahrnehmungsverändernd wirkt. Die positiven Effekte werden dann eher "schleichend", d.h. im Laufe der Zeit gespürt, wobei man aber auch keine übergrossen Erwartungen haben sollte. Einige Patientinnen geben durchaus positive Effekte und eine Unterstützung an, für andere erweist sich die medikamentöse Behandlung letztlich als nicht zielführend. In jedem Fall bleibt die Kombination mit einem psychotherapeutischen Verfahren notwendig.
Dieses ist eine kurze Beschreibung einiger sehr typischer
Symptome einer Grenzlinie-Beschaffenheit Störung. Diese
unterschiedlichen Aspekte der deprimierenden Symptome, Angst,
Störungen und depersonalisation/derealisation essend können durch
ein vorgewählte Serotonin Reuptake Hemmnisse (SSRI) positiv
beeinflußt werden.
Das Neurotransmitteres Serotonin spielt eine wichtige
Rolle in der Regelung der Antriebsteuerung und in den affektiven
Regelungen des Gehirns. Viele Grenzliniepatienten beschreiben
die positiven Effekte, die SSRI nehmen. Einmal hohe Dosen dieser
Medizin und /or eine Kombination mit anderen Substanzen können
nützlich sein. Jedoch pharmacotherapy sollte mit
professioneller psychotherapeutischer Hilfe kombiniert werden.
Sie sollten mit einem Psychiater in Verbindung treten,
um einzelnen Rat und Behandlung zu erhalten.
Mehr Information
Quellen
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