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Abstrakt: Wenn Leute gerne essen, aber denken, dass ihr Gewicht zu hoch ist, ist eine Möglichkeit, die von vielen Menschen gewählyt wird, um nicht zuzunehmen, sich absichtlich zu uebergeben. Diese Methode zieht aber massive medizinische Probleme mit sich.

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Absichtliches Erbrechen, um Kalorien zu reduzieren

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Geschrieben von: Fabio Piccini, doctor and Jungian psychotherapist, in charge of the "Centre for Eating Disorders Therapy" at "Malatesta Novello" nursing home in Cesena. Works privately in Rimini and Chiavari. E-mail:
Erstfassung: 2002-12-23. Geändert: 2015-07-15.

Wie effektiv ist es, sich selbst zum Erbrechen zu bringen, um ungewuenschte Kalorien loszuwerden? Warum uebergeben sich manche Menschen mutwillig? Es ein absichtliches Uebergeben um Kalorien loszuwerden eine Essstörung?

Antwort:

Absichtliches Erbrechen

Eine Menge Leute, die unter Essstörungen leiden, uebergeben sich absichtlich, um die Kalorienaufnahme zu reduzieren anstatt eine strikte Diät und Sport zu machen, weil dies anstrengend ist.

Diese Störung ist bei den meisten Menschen vorhanden, die an Bulimie (Bulimia Nervosa) leiden und bei der Hälfte der Menschen, die an Magersucht (Anorexia Nervosa) leiden, während Leute die von Binge Eating (Fressattacken) betroffen sind, sich meist nicht absichtlich erbrechen.

Gelegentliches Erbrechen scheint eine Methode der Gewichtskontrolle zu sein, die unter Frauen zwischen 15 und 35 Jahren weitverbreitet zu sein scheint, auch wenn diese keine spezifische Essstörung haben. Studien, die in Europa und den USA durchgefuehrt wurden, zeigen, dass ca. 10% aller Frauen dieser Altersspanne ab und zu absichtlich erbrechen und ca. 2% ein Mal die Woche oder öfter erbrechen.

Methoden um sich zu uebergeben reichen von der Reizung des Rachens (mit der Hand, Besteck, Zahnbuerste, etc.) bis hin zur Einnahme von Brechmitteln und dem Pressen gegen den Bauch mit den Händen oder verschiedenen Gegebständen.

Die betroffenen Personen glauben, dass auf diese Weise jegliche Gewichtszunahme verhindert wird. Wie in einer in Pittsburgh (USA) durchgefuehrten Studie gezeigt wurde, verliert man durch Erbrechen allerdings nur ca. 50% der zu sich genommenen Kalorien.

Tatsächlich passt eine Person, die bei einer Heisshungerattake viele Kalorien zu sich genommen hat und sich anschliessend uebergibt, ihre Kalorienmenge der einer grossen Mahlzeit an.

Erbrechen hat trotzdessen eine sehr gesundheitsschädliche Wirkung auf das Essverhalten der Person.

Wir haben beobachtet, dass bei Patienten, die sich uebergeben, die Fressattacken sehr stark ansteigen, da sie glauben, dass sie ein Zaubermittel gefunden haben, dass ihnen erlaubt, was und soviel sie wollen zu essen ohne zu riskieren Gewicht zuzunehmen. Erbrechen scheint einen beruhigenden Effekt auf die Patienten zu haben, was die Essstörung verstärkt.

Die Gewohnheit sich zu uebergeben geht mit einigen gesundheitsgefährdenden Risiken einher.

Häufiges Erbrechen verursacht Magenbeschwerden, nicht rueckgängig zu machende Zahnschäden, Kehlkopfentzuendung mit chronischer Tendenz, Entzuendung und Schwellung der Speicheldruesen. Im schlimmsten Fall kann Erbrechen mit bestimmten heftigen Krämpfen zum Bruch des Vormagens und wegen der dadurch verursachten starken Blutungen zum Tod fuehren.

Fazit zum Thema Absichtliches Erbrechen

Die Abgrenzung von "absichtlichem Erbrechen" zur Bulimie bzw. einer Essstörung ist schwierig. Häufig verdrängen Patientinnen und Patienten, dass sie schon weit tiefer im Teufelskreis einer Essstörung mit buulimischer Problematik (purging) sind. Dies kann bei der Anorexie oder eben Bulimie bzw. den atypischen Essstörungen der Fall sein (EDNOS). Hier hilft in aller Regel nur noch eine fundierte Therapie der Essstörung. Am besten stationär...

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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