Unruhe
ist ein zunächst sehr unspezifisches Symptom, das bei zahlreichen psychischen Krankheiten, aber auch einigen körperlichen Erkrankungen wie z.B. einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten kann.
Unruhe bei Angststörungen
Unruhe bzw ständige Anspannung ist beispielsweise ein sehr typisches Symptom bei Angststörungen wie der Generalisierten Angststörung. Unruhe bei Angststörung ist häufig mit Angst bzw. der Befürchtung verknüpft, dass einer Person etwas schlimmes passieren könnte oder aber die Kontrolle verloren geht. Die Unruhe ist dabei eher ein "ungutes Gefühl", häufig aber eben auch mit typischen vegetativen Begleitsymptomen wie Schwitzen, Herzrasen oder rotem Kopf.
Viele Patienten berichten, dass diese Unruhe besonders beim Alleinsein stark ist. Bei Ablenkung und Aktivitäten bestehen kaum Beschwerden.
Unruhe bei Depressionen
Bei depressiven Störungen besteht ebenfalls häufig ein Gefühl innerer Unruhe. Dies schildern die Patienten als Grübeln bzw. innere Getriebenheit. Es gelingt ihnen nicht, ihre Absichten in die Tat umzusetzen, da sich alle Aktivitäten nur mit grosser Anstrengung erledigen lassen. Typisch für Depressionen sind Gedanken der Sinn- und Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle und eben eine Gefühl der Gefühllosigkeit.
ADHS und Unruhe / Hyperaktivität
Beim hyperkinetischen Syndrom schildern Betroffene, dass sie in ihrem Kopf zu viele Gedanken und Gefühle, Bilder oder andere Wahrnehmungen gleichzeitig haben. Dies sei wie ein "Flipper" oder aber ein Fernseher mit mehreren Kanälen gleichzeitig. Die Bewegungsunruhe kann bei Erwachsenen fehlen und dann auf eine innere Anspannung oder Gefühl der Getriebenheit beschränkt sein.
Unruhe bei Psychosen oder bipolaren Störungen
Psychotische Störungen (z.B. bei der Schizophrenie) können in der akuten psychotischen Phase natürlich auch mit Unruhe einhergehen. Meistens wissen die Betroffenen bzw. ihre Angehörigen aber von der Erkrankung, da sie eben phasenweise verläuft.