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Als Major Depression oder einfach Depressive Episode wird die häufigste Form der depressiven Störung bezeichnet. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 15 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer so schweren Beeinträchtigung durch depressive Beschwerden erkrankt, dass eine Behandlung erforderlich sind.
Etwa 10-12 Przent der Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, leiden unter einer depressiven Störung, aber bei etwa 25 Prozent wird die Diagnose Depression übersehen.
Häufig treten dabei Depressionen und Angst gemeinsam auf, so dass die diagnostische Einordnung schwierig sein kann. Die gesellschaftlichen Kosten von Depressionen sind erheblich: In Deutschland beliefen sich die direkten Kosten im Jahr 2002 auf vier Milliarden Euro. 157 000 Arbeitsjahre gingen im selben Jahr verloren. Nur etwa die Hälfte der etwa 2,5- 3 Millionen depressiv Erkrankten in Deutschland wird in hausärztlichen Praxen erkannt und therapiert. Aber selbst bei Depressionen, die als behandlungsbedürftig erkannt sind, ist es unter Umständen schwer, sie erfolgreich zu behandeln. Nicht selten werden auch heute noch unangemessene therapeutische Verfahren angewendet oder Behandlungen zu früh beendet. Deshalb ist das Rückfallrisiko hoch. Schätzungen gehen davon aus, dass bei adäquater Therapie ein erheblicher Teil der Krankheitslast vermieden werden könnte, bei gleichzeitig niedrigeren Behandlungskosten als gegenwärtig. Ein Grund mehr also, sich umfassend über Ursachen, Symptome und Möglichkeiten der Behandlung bei Depressionen zu informieren. Mehr zu Depressionen
Depressionen sind weder eine persönliche Schwäche, Mangel an Willensstärke oder aber durch eigene Schuld entstandene Krankheiten - auch wenn dies von einigen Betroffenen aufgrund von Denkverzerrungen im Rahmen der Erkrankung sogar selber angenommen wird.
Umgangssprachlich spricht man häufig von einer "depressiven Stimmung", wenn man sich trübsinnig, niedergeschlagen oder durch einen Verlust oder eine Kränkung Kummer hat. Eine Depression (Major Depression, Dysthymie oder Bipolare Störung) ist jedoch eine Funktionsstörung (ähnlich wie z.B. eine Diabetes, Bluthochdruck oder andere Störungen), die sowohl Gedanken (sog. Kognitionen), Gefühle (Emotionen oder Affekte), körperliche Bescherden und das Verhalten verändert.
Verschiedene Faktoren und Lebensumstände spielen meist zusammen, wenn eine Depression entsteht. Hierzu gehören als Ursachen einer Depression u.a.
Durch bestimmte belastende oder auslösende Lebensumstände kann es zur Auslösung einer Depression kommen oder aber die Rückbildung von depressiven Symptomen verhindert werden. Beispiele für belastende Lebensumstände bei depressiven Patienten wären die Pflege von kranken Angehörigen (z.B. mit Alzheimer), der Verlust eines Partners / Arbeitsplatz, schwere eigene Erkrankungen) Man geht jedoch davon aus, dass diese Lebensumstände nicht ursächlich an der Entwicklung von Depressionen schuld sind, sondern eher modulierend auf den Schweregrad und den Verlauf einer Depression wirken.
Depressionen sind also eine medizinische Krankheit und keine Schwäche. Es gibt wirksame und auch rasch wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die eine gute Hilfe ermöglichen!
Wenn sie einige der folgenden Symptome und Probleme bei sich feststellen, sollten sie näher untersuchen, ob eine Depression / depressive Verstimmung vorliegen könnte. Wenn sie unsicher sind, sollten sie einen Arzt bzw. Psychologen aufsuchen.
Körperliche Beschwerden bei Depressionen
Dies alles kann in der Summe zu nachhaltigen Problemen im Alltag und im Verhalten führen. Häufig geschieht dies jedoch eher schleichend, d.h. für die Betroffenen und ihr Umfeld unbemerkt.
Soziales Verhalten und Rückzug bei Depressionen
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Auch wenn es natürlich für den Betroffenen Patienten nicht unbedingt entscheidend ist, wie man nun die besondere Art der Depression nennt, so unterscheiden doch Fachleute nach der individuellen Symptomatik und dem Verlauf der depressiven Beschwerden verschiedene Arten von Depressionen. Hierzu gehören u.a.
Depressive Symptome können aber natürlich auch im Verlauf anderer psychischer Probleme (etwa einer sogenannten Anpassungsstörung, im Verlauf von ADHS, Angststörungen oder aber Psychosen auftreten).
Eine Psychiater vergeben auch bei leichteren depressiven Beschwerden, die nicht das Vollbild einer depressiven Episode entsprechen die Diagnose einer Minor Depression.
Wie praktisch alle psychischen Erkrankungen sind auch Depressionen auf ein Zusammenwirken einer (angeborenen) Veranlagung und Belastungen bzw. Stressoren zu erklären.Diese Kombination wird auch als Diathese-Stress-Modell (Vulnerabilitätsmodell) der Depressionen bezeichnet. Man geht heute davon aus, dass im Sinne einer Stoffwechselstörung Abweichungen in der Regulation von Botenstoffen im Gehrin (Neurotransmitter) ganz massgeblich für die Entstehung von Depressionen verantwortlich sind. Mehr zu Ursachen von Depressionen
Im Gegensatz zu Vorurteilen muss nicht jeder Patient mit einer Depression sofort zu einem Psychiater oder gar in eine Psychiatrie. Vielmehr werden die Mehrzahl der Betroffenen Menschen mit depressiven Symptomen zunächst bei ihrem Hausarzt bzw. einem Facharzt für Allgemeinmedizin eine Hilfestellung bei psychischen Problemen erhalten
Mit einigen einfachen und wirkungsvollen Selbsthife-Strategien kann man schon eine Menge zur Besserung und Behandlung einer Depression bzw. einer depressiven Stimmung erreichen. Ganz wichtig sind diese Ratschläge, wenn es um die Rückfallprophylaxe einer Depression geht.
1. Aktivierung und Bewegung
Bereits 15 bis 30 Minuten von körperlicher Aktivierung und Bewegung am Tag haben einen sehr positiven Einfluss auf ihre Stimmung bei Depressionen.
Ausdauersport wie Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder auch andere Sportarten wie z.B. Golf bewähren sich sehr als Schutz vor dem Wiederauftreten einer depressiven Episode.
2. Richtige Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung bei depressiver Stimmung kann dazu beitragen sich jetzt und in Zukunft wohler zu fühlen.
Getreide, Gemüse und Bohnen geben länger und wirkungsvoller Kraft und Energie als kurz wirkende zuckerhaltige Nahrungsmittel und Süssigkeiten.
Regelmässige Mahlzeiten und besonders ein tägliches Frühstück sind wichtig. 3 bis 5 Mahlzeiten am Tag sorgen bereits für eine Tagesstrukturierung und geben dem Gehirn ausreichend Nährstoffe (Glukose) zum arbeiten. Unregelmässiges Essen führt dagegen leicht zu Reizbarkeit, Kopfschmerzen und dann späteren Heisshungerattacken.
Essen Sie mehr Fisch (besonders Lachs, Heilbutt oder Thunfisch). Omega-3-Fettsäuren in diesen Kaltwasserfischarten können Beschwerden einer Depression reduzieren.
Meiden Sie Alkohol und Koffein, da dies zu einer Zunahme von Angst und Depressionen beitragen könnte.
3. Ausreichender Schlaf
6 bis 8 Stunden Schlaf gelten für die meisten Menschen als ausreichend. Halten Sie regelmässige Zeiten zum Schlafen und Aufstehen ein.
4. Umgang mit Stress / Stressbewältigung
Depressionen stellen selber schon eine schwere Belastung dar. Daher ist es wichtig, andere Stressoren (Belastungen) möglichst zu minimieren
Versuchen Sie ihre Aufgaben zu reduzieren und zu vereinfachen und setzen Sie Prioritäten
Setzen Sie Strukturen und nutzen Organisationshilfen und Unterstützung
Wenn Sie eine Pause oder Auszeit brauchen, machen Sie dies. Das kann auch mal ein Wochenendausflug oder Kurzausflug sein, auch die eigene Vorstellungkraft (innere Bilder oder Immagination) kann dazu hilfreich sein.
Erkennen Sie Stresssignale als Frühwarnzeichen von Belastungen. Haben Sie häufiger Magenbeschwerden, sind sie beonders reizbar oder vergesslich? Achten Sie auf ihre eigenen Körpersignale und ändern sie ihr Verhalten entsprechend.
5. Kontakte und Unterstützung
Legen Sie wieder mehr Wert auf Gemeinsamkeit und Kontakte in ihrer Partnerschaft oder Familie.
Einen spielerischen Ansatz zur Behandlung von Stimmungsproblemen und Selbstwertstörungen bietet ein Online-Computerspiel der McGuill Universität. Hierbei geht es darum, jeweils ein lächelndes Gesicht zu erkennen und anzuklicken. Was so banal klingt, ist doch ein grundlegendes Problem für Menschen mit depressiven Erkrankungen. Man kann bei einer Depression häufig übliche positive Dinge gar nicht richtig wahrnehmen und schätzen bzw. kann einfach nur auf negative Dinge achten. Probieren Sie es mal aus, wenn SIE die Aufmerksamkeit auf positive Aspekte lenken Spiel gegen Depressionen
Bei einer schwerer verlaufenden Depression sind Angst-Symptome insbesondere in Form von Zukunftsängsten, Versagensängsten und Unsicherheit vor der Bewältigung von Alltagsanforderungen häufig. Zusätzlich kann jedoch sich eine eigenständige Angststörung wie z.B. Panikattacken entwickeln.
Andererseits ist es häufig bei vorbestehender Angststörung (z.B. Posttraumatischer Belastungsstörung, Panikstörung, Sozialer Phobie) so, dass sich zusätzlich zur Angst eine Depression entwickelt.
Für den Therapeuten ist es also wichtig, gemeinsam mit dem Klienten zu ermitteln, ob zunächst die Angst und dann die Depression oder eben ein Depression mit der Entwicklung einer Angst-Problematik vorlag. Hiernach richtet sich dann auch die weitere Behandlung.
Immer noch sterben in Deutschland mehr Menschen an einem Selbstmordversuch als im Strassenverkehr. Jeder 3. Selbstmord wird dabei von Senioren begangen. Dagegen stellen Menschen über 65 jedoch weniger als 20 Prozent der Bevölkerung. Immer noch werden Antriebslosigkeit, Verlust der Lebensfreude und Gefühle der Hoffnungslosigkeit als Alterserscheinungen abgetan und nicht angemessen behandelt. Statt in Altersheimen Beruhigungsmittel zu verabreichen, wären präventive Maßnahmen und angemessene Hilfe notwendig um sozialen Rückzug und Isolation zu verhindern. Mehr zu Depressionen bei älteren Menschen / Senioren
Bei mittelschweren und schweren Depressionen mit Selbstmordgedanken oder schweren Beeinträchtigungen der Alltagsfunktionen kann eine Behandlung in einer Fachklinik erforderlich sein. Viele depressive Menschen haben jedoch Angst vor einer stationären Aufnahme. Lesen Sie mehr über die Aufnahme und die Behandlung in einer psychiatrischen Fachklinik
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Depressionen bei Angehörigen
Was tun, wenn die Mutter oder Vater depressiv wird ? Hilfe bei Depressionen von Vater oder Mutter
Soziale Isolation und die Angst, Kontakte zu finden trifft immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei gibt es Gleichgesinnte, die ebenfalls sich mehr Gesprächspartner und Partner für gemeinsame Aktivitäten wünschen. mehr
Doxepin ist ein häufig eingesetztes tricyclisches Antidepressivum
Synonyme zum Thema Depressionen : Major Depression, depressive Episode, Depression, traurig, depressiv, niedergeschlagen. Antidepressiva, Depressionen als Krankheit, Psychotherapie bei Depressionen, Depressionen Angehörige, Medikamente Depressionen
Psychologische Probleme wie Depressionen, Angst in den verschiedenen Ausprägungen wie Panikstörung oder sozialer Phobie, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) oder aber auch Zwänge sind bei sehr vielen Menschen zu finden. Psychologen und Ärzte haben im Rahmen eines Psychologie-Portals für psychische Hilfe häufig gestellte Fragen und Antworten als einen Onlineberatung Psychologie und Gesundheit zusammengestellt. Eine psychologische Beratung online erfolgt nicht, wir bieten aber die häufigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen. Täglich greifen über 5000 Leserinnen und Leser allein im deutschsprachigen Raum auf das Gesundheitsportal zur psychischen Gesundheit Web4health zurück. Als weitere Themenschwerpunkte haben sich bisher Fragen zur Adipositas und Übergewicht bzw. Hilfen zum Abnehmen ergeben. Aber auch Themen wie Umgang mit Stress zur Stressbewältigung, Hilfe bei Schlafstörungen oder häufig gestellte Probleme in Partnerschaft und Sexualität zur Sexualberatung werden von uns aufgegriffen.
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